Vor Automesse IAA Umwelthilfe fordert Strafgebühr für Diesel-SUV

Um die Autokonzerne zu emissionsarmen und spritsparenden Fahrzeugen zu bewegen, fordert die Umwelthilfe Strafgebühren für die Zulassung neuer SUV. Auch der Steuervorteil für Dieseltreibstoff müsse fallen.

SUV Porsche Cayenne (Archiv)
Porsche

SUV Porsche Cayenne (Archiv)


Wenige Tage vor der Eröffnung der Internationalen Automesse IAA in Frankfurt am Main fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein härteres Vorgehen gegen Geländelimousinen (SUV) mit Dieselmotor. Bei der Zulassung solcher Fahrzeuge sollte in Zukunft eine Strafgebühr erhoben werden, schlägt der Verband vor.

"In Skandinavien wird mitunter ein hoher Betrag fällig, wenn man einen durstigen Diesel-SUV zulassen will", sagte DUH-Chef Jürgen Resch der Zeitung "Rheinische Post". Umgekehrt gebe es staatliche Prämien für denjenigen, der ein E-Auto zulasse. Das wäre auch für Deutschland ein gutes Modell, findet Resch. Um die Automobilindustrie zu emissionsarmen und spritsparenden Fahrzeugen zu bewegen, fordert er auch einen Stopp für die Begünstigung von Dieselkraftstoff.

Die IAA - die am Donnerstag in Frankfurt eröffnet wird - drohe zu einer "Provinzveranstaltung" zu verkommen, kritisierte der DUH-Chef: "Was in diesem Jahr dominiert, sind die Dinosaurier des Autozeitalters: immer größere, schwerere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren, darunter viele Diesel".

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beb/Reuters



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