Neues Gesetz Dobrindt will Elektroautos auf der Busspur fahren lassen

Fahren auf der Busspur oder verbilligte Parkgebühren - mit solchen Anreizen will Verkehrsminister Dobrindt nach SPIEGEL-Informationen künftig Elektroautos fördern. Profitieren würden davon auch Luxuskarossen von Porsche und Mercedes. Umweltschützer sind empört.

Porsche Panamera S E-Hybrid: Mit Kraft über die Busspur
DPA

Porsche Panamera S E-Hybrid: Mit Kraft über die Busspur


Hamburg - Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt will noch bis Ende des Monats das umstrittene Elektromobilitätsgesetz ins Bundeskabinett einbringen. Demnach dürfen die Städte künftig Elektroautos und sogenannten Plug-in-Hybrid-Fahrzeugen das Befahren der Busspur erlauben oder die Parkgebühren für diese Wagen reduzieren.

Die ganze Geschichte lesen Sie hier im neuen SPIEGEL.

Umweltschützer kritisieren das Vorhaben, Dobrindt will aber keine Zugeständnisse mehr machen. Für Streit sorgt vor allem, dass auch Plug-in-Hybride der Luxusklasse wie etwa der Porsche Panamera S E-Hybrid oder der Mercedes S 500 Plug-in-Hybrid das Privileg erhalten sollen. "Damit wird denen Supermobilität verschafft, die es sich leisten können", sagte Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe dem SPIEGEL. Er erwarte eine "komplette Fehlsteuerung" des Gesetzes. Die Fahrzeuge verbrauchten ohne den Elektromotor durchschnittlich sieben bis zehn Liter Sprit, so Resch.

Kritik kommt auch aus der Opposition im Bundestag. "Der Rahmen der begünstigten Fahrzeuge ist zu weit gefasst. Hybridfahrzeuge sind mit reinen E-Fahrzeugen nicht auf eine Stufe zu stellen", sagt der Fraktionsvize der Grünen, Oliver Krischer. "Was wir stattdessen brauchen, ist ein Marktanreizprogramm für Elektrofahrzeuge und eine Aufstockung der Forschungsprogramme."



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insgesamt 143 Beiträge
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Seite 1
TS_Alien 14.09.2014
1.
Wieder so eine hirnrissige Idee. Die Busspur soll von anderen Autos freigehalten werden, damit die Busse schneller durch den Verkehr kommen. Ein E-Auto stört auf einer Busspur genauso wie ein normales Auto. E-Autos sind für die meisten Bürger keine Alternative, nicht nur finanziell. Wer ständig mobil sein möchte und auch spontan längere Fahrten macht, kann mit einem E-Auto nichts anfangen.
genugistgenug 14.09.2014
2. will, nicht kann
der D. will vieles, hat aber bis heute noch nichts fertig gebracht. Das wird dann sicher wieder so eine Ausgeburt dass Fahrer mit weißblaue Autos 24 Std fahren dürfen, braune auch, grüne nur von 01-03 Uhr, usw. dazu kommt noch Hubraum, Schuhgröße, das Gewicht des Fahrers,...... Also D. hocrch mal zu. Klapp deine Ordner zu, geh aus dem Büro raus und dann renn auf irgendeiner Autobahn weit weg - oder versteck dich auf den BER und nimm den ersten Flieger :-) Was ist heute los? Zweimal D. in der Presse. Von was wird gerade abgelenkt? Sonst hätte man dem Thema und dem doch keine Zeile geschenkt.
politikerkritiker 14.09.2014
3. Das gibts
in Norwegen schon lange. Nichts Neues !
jojack 14.09.2014
4. Wirkung=Null
Verkehrsminister Dobrindt ist immer für eine Luftnummer gut. Wer, bitteschön, entscheidet sich für ein Elektrofahrzeug, nur weil er dann die Busspuren mitbenutzen kann!? Wenn der Bundesregierung wirklich daran gelegen wäre, der Elektromobilität hierzulande Auftrieb zu verschaffen, dann würde sie in der EU nicht den Blockierer spielen, wenn es um verschärfte Abgasvorschriften geht. Die sind nämlich der einzig sinnvolle Weg: nach 2020 muss es mit den Obergrenzen zum CO2-Ausstoß weiter runtergehen. Technisch ist das ohne weiteres machbar - lediglich die Betonköpfe in der Autoindustrie verleugnen das.
panit 14.09.2014
5. Strom aus Braunkohle
E- Autos sind Dreckschleudern. Der Strom wird mit Braunkohle erzeugt. Diese erzeugen weit mehr CO2 als ein 15 Jahre altes Benzin oder Diesel KFZ.
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