Mobilität Umweltministerin will Kaufprämie für E-Lieferwagen erhöhen

Wer in Deutschland ein E-Auto kauft, kann einen Zuschuss von 4000 Euro einstreichen. Dennoch stockt der Ausbau der Elektromobilität. Umweltministerin Schulze will nun mit mehr Geld locken - aber nur bestimmte Käufer.

E-Autos der Deutschen Post in Dresden
DPA

E-Autos der Deutschen Post in Dresden


Trotz einer Kaufprämie von 4000 Euro kann sich die Elektromobilität auf deutschen Straßen nur schleppend durchsetzen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) schlägt daher nun vor, den Zuschuss auf 7000 Euro zu erhöhen - aber nicht für alle Elektroauto-Käufe.

Vielmehr sind es nach Schulzes Vorstellungen Elektro-Lieferwagen, die künftig mit der kräftig gestiegenen Prämie gefördert werden sollen. Das sagte sie der "Rheinischen Post".

Kurze Strecken, gute Planbarkeit

Beim Lieferverkehr mit Kleintransportern könne sich die Elektromobilität als erstes durchsetzen, weil die Strecken meist kurz und gut planbar seien und die Autos nachts aufgeladen werden könnten, so Schulze. Ein Zuschuss von 7000 Euro bewege sich in einer Größenordnung, "ab der sich die Flottenumstellung für viele Logistiker und auch Handwerker lohnt", sagte die Ministerin.

Der Zuschuss wird derzeit je zur Hälfte vom Bund und von den Herstellern gezahlt.

Fotostrecke

10  Bilder
Fahren mit Strom: Die zehn erstaunlichsten Elektroautos

Unter anderem die Deutsche Post setzt auf batteriebetriebe Nutzfahrzeuge. Nachdem sie zuvor vergeblich bei traditionellen Autobauern um Kooperationen geworben hatte, begann die Post, selbst Elektrofahrzeuge herzustellen undentwickelte den Elektro-Transporters StreetScooter. Mittelfristig will der Konzern seine gesamte Brief- und Paketzustellflotte von knapp 50.000 Fahrzeugen auf die Elektrowagen umstellen.

gru/Reuters/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.