Ein-Liter-Auto VW-Chef glaubt nicht an Erfolg

Begeisterung klingt anders: Volkswagen-Chef Martin Winterkorn will spätestens 2010 das sogenannte Ein-Liter-Auto auf den Markt bringen. Allerdings glaubt der Manager nicht, dass allzu viele Kunden an dem Ökoauto interessiert sind.


Die Karosse des Umweltautos solle vornehmlich aus Kunststoff und Magnesium bestehen, sagte VW-Chef Martin Winterkorn der "Rheinischen Post". Als Motorisierung sei ein Ein-Zylinder-Motor mit 300 Kubikzentimeter Hubraum geplant. Die Höchstgeschwindigkeit werde bei 120 Stundenkilometern liegen.

Prototyp des Ein-Liter-Autos: Ökologische Pflichtübung?

Prototyp des Ein-Liter-Autos: Ökologische Pflichtübung?

Sonderlich überzeugt scheint Winterkorn von den Marktaussichten seines Wägelchens allerdings nicht zu sein: "Dieses Auto wird kein Verkaufsschlager", sagte er. VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch hatte im Frühjahr den Bau eines Ein-Liter-Autos angekündigt und im September am Rande der Internationalen Automobil-Ausstellung IAA einen Produktionsstart bis zum Ende des Jahrzehnts in Aussicht gestellt.

An dem Projekt hatte VW bereits gearbeitet, als Piëch noch Vorstandschef in Wolfsburg war. Im April 2002 war der VW-Patriarch zu seiner letzten Hauptversammlung als VW-Chef mit dem kleinen zweisitzigen Prototypen von Wolfsburg nach Hamburg gefahren. Das schmale Fahrzeug mit Karbon-Karosserie soll dabei lediglich 0,89 Liter Treibstoff auf 100 Kilometer verbraucht haben. 2005 wurde die Entwicklung jedoch unter Hinweis auf die hohen Produktionskosten eingestellt.

hil/dpa-AFX



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