Einsteiger-Cabrios: Was geht unter 20.000 Euro?

Mit einem Cabrio katapultiert man sich automatisch in die Gesellschaft der Auto-Gourmets, denn offen fahren gilt als Ausdruck von Genussfähigkeit hinterm Lenkrad. Nicht mehr gilt, dass Cabrio-Enthusiasten, um zu ihrem Glück zu kommen, den Bausparvertrag auflösen müssen. Es geht auch günstig.

Smart Fortwo Cabrio: Die günstigste Gelegenheit, einen Neuwagen mit Faltverdeck zu fahren

Smart Fortwo Cabrio: Die günstigste Gelegenheit, einen Neuwagen mit Faltverdeck zu fahren

Ganz am Anfang waren alle Autos Cabrios. Später kamen Dächer aus Leder dazu, die sich ähnlich wie Zelte über die Sitze des Vehikels spannen ließen und die Insassen vor der vorwitzig stechenden Sonne oder dem frisurerweichenden Regen zu schützen. Noch später bauten die Konstrukteure immer öfter feste Dächer aus Holz oder Stahl über den Innenraum - und fortan galt diese Art des Automobils als die natürliche. Selbstverständlich gab und gibt es daneben immer noch Cabrios, Autos mit Faltverdeck, denen die Kappe abgenommen und in denen dann der Fahrtwind genossen werden kann. Doch gelten diese Modelle mehr als Genuss- denn als Fortbewegungsmittel. Und sie gelten als teuer.

Das trifft auch häufig zu, aber nicht immer. Es gibt eine ganze Reihe von Cabriolets in Deutschland, die als Neuwagen für weniger als 20.000 Euro angeboten werden. Zum Beispiel jene acht Fabrikate, die im Folgenden kurz vorgestellt werden. Den Einstieg in die Cabrio-Welt markiert bei exakt 12.550 Euro das Smart Fortwo Cabrio. Der Autozwerg aus der Mercedes-Markenfamilie wird mit 61 PS starkem Dreizylinder-Benziner sowie einem 41 PS starken Dieselmotor angeboten. Das günstigere Modell ist der Benziner - und mehr Spaß macht dieses Auto aufgrund der höheren Motorleistung auch noch.

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Das billigste offene Auto mit vier Plätzen ist der Suzuki Jimny, ein kleiner Geländewagen, der sich ziemlich radikal strippen lässt, so dass vor allem die Fondpassagiere sehr luftig im Heck sitzen. 14.230 Euro ist der Grundpreis des Modells mit 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner, der 80 PS leistet. Ein knuffiges Auto mit spartanischer Ausstattung - aber eben einem faltbaren Verdeck. Klar teurer und ebenso deutlich komfortabler und raffinierter präsentiert sich der französische Verwandlungskünstler Citroën C3 Pluriel. Das Dach des Viersitzers lässt sich stufenweise demontieren - vom Maxi-Schiebedach bis hin zum komplett offenen Cabriolet, wenn auch die bogenförmigen Holme abgenommen werden. Ab 16.190 Euro verkauft Citroën das Auto, in diesem Fall steckt der 1,4-Liter-Vierzylinder mit 73 PS unter der Haube.

Dicht beisammen liegen - was die Leistung und den Preis betrifft - die drei sportlichen Cabrio-Feger Opel Tigra Twin-Top (90 PS, ab 16.895 Euro), Peugeot 206cc (109 PS, ab 16.990 Euro) und Ford Streetka (95 PS, ab 17.100 Euro). Während der Ford mit einem klassischen Stoffdach ausgestattet ist, verfügen Opel und Peugeot über ein klappbares Stahldach. Man hat also Cabrio und winterfestes Coupé in einem, was in Regionen mit erklecklichen Niederschlägen ein gewichtiges Argument ist. Die Verkaufszahlen stützen diese These: Der Peugeot 206cc war im vergangenen Jahr mit 18.088 Neuzulassungen in Deutschland das beliebteste Kleinwagen-Cabrio hierzulande. Übertroffen wurde das Auto nur noch vom wesentlich teureren Mercedes SLK (20.461 Neuzulassungen) - der übrigens auch ein festes Klappdach trägt.

Eines der interessantesten offenen Autos in der Preisklasse unter 20.000 Euro ist der Daihatsu Copen (17.200 Euro). Der rundlich geformte, zweisitzige Stahldach-Roadster des japanischen Kleinwagen-Spezialisten sieht aus wie ein geschrumpfter Audi TT. Allerdings wird der Knirps ausschließlich als Rechtslenker angeboten, was aber den Fahrspaß nach einer kurzen Gewöhnungszeit nicht trübt. Zumal der 700 Kubikzentimeter kleine Vierzylindermotor unerhört munter ans Werk geht und 68 PS freisetzt, was für rundum fröhliche Fahrleistungen sorgt.

Ein absolut ausgewachsenes Auto - wenn auch im Kleinformat - ist der offene Mini. Das Modell Mini One kostet 18.300 Euro, dafür steckt ein 1,6-Liter-Vierzylinder mit 90 PS unter der Haube. Für glatte 20.000 Euro erhält man die Basisversion des Mini Cooper Cabrios, das aus dem identischen Motor eine Leistung von 115 PS schöpft und bei sportlichem Fahrstil entsprechend lebendiger wirkt. Schlau gemacht ist das vollautomatische Stoffverdeck, das über eine Schiebedach-Funktion verfügt. Wer mag, kann also auch nur eine Luke über den Sitzen öffnen.

Es gibt sie also durchaus, die Spaßautos mit Frischluftfaktor zu vergleichsweise annehmbaren Preisen. Und von Gebrauchtwagen mit versenkbaren Dächern haben wir noch gar nicht gesprochen.

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