Campingauto mit Tesla-Antrieb Der Wumms-Bus

Ein verlängerter VW-Bus mit der Technik des Elektrowagens Tesla - US-Autotüftler Otmar Ebenhoech steckt jede freie Sekunde in das ehrgeizige Projekt. Seine Vision: Ausgedehnte Camping-Reisen mit 362 PS und kostenlosem Stromnachschub.

Von Markus Bruhn

Otmar Ebenhoech

Das Vorhaben klingt ziemlich durchgeknallt, doch Otmar Ebenhoech ist zuversichtlich. Der US-Amerikaner werkelt an der Verbindung zweier Autos, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Einem VW-Bus T3 und einem Tesla Model S. Mehr als 30 Jahre und zwei völlig unterschiedliche Konzepte trennen die beiden Fahrzeuge. Genau das wiederum macht sie so interessant für den US-Tüftler Ebenhoech, denn der Mann hat zwei große Leidenschaften: Elektromobilität und Camping.

Bereits im Alter von zwölf Jahren erwachte Ebenhoechs Faible für elektrisch angetriebene Fahrzeuge. Damals verpasste er seinem hölzernen Go-Kart einen E-Motor. Inzwischen betreibt er das "Cafe Electric" in Corvallis im US-Staat Oregon, das sich auf die Umrüstung unterschiedlichster Fahrzeuge auf Elektroantrieb spezialisiert hat.

Nun wagt Ebenhoech die Verbindung von Tesla und T3. Wobei er dieses Projekt im Voraus nur grob planen konnte. Das Problem: Das exakte Gewicht des Tesla-Akkupakets ist unbekannt. Ebenhoech rechnet mit rund 590 Kilogramm und fürchtet, das Trumm und könnte im Verbund mit der schwereren Karosserie des von ihm selbst gestretchten T3 Caravelle für die Luftfederung des Tesla-Fahrwerks zum Problem werden.

"Immerhin", sagt Ebenhoech, "müssen wir in den USA nicht befürchten, auf den TÜV zu treffen." Die sicherheitstechnischen Vorgaben seien vergleichsweise gering. Und zum Glück hat er reichlich Erfahrung mit dem Bulli. "Ich hatte den T1, einen T2 und nun den T3 Vanagon", sagt Ebenhoech. Vanagon ist seine Fachvokabel für sein in Heimarbeit um eineinhalb Meter verlängertes Modell. "Mit meiner Camping-Gruppe hier in Oregon sind wir oft auch bei Regen unterwegs. Der zusätzliche Sitzplatz in der Stretch-Version hat da Vorteile."

Aktuell steht der Vanagon, dessen Antriebsstrang komplett entfernt wurde, in Ebenhoechs Werkstatt. Und daneben parkt ein Model-S-Unfallwagen, den der Techniker ziemlich billig gekauft hat. Derzeit überprüft Ebenhoech die Technik des Unfallautos, danach wird der schwierigste Part des Projekts folgen: der Einbau des Tesla-Elektroantriebs in den T3.

Ein Stretch-Wohmobil mit 362 PS

Nach dem Umbau wird das elektrisierte Wohnmobil über eine Leistung von 362 PS verfügen und mit der großen Batterie von Tesla, für die eine Speicherkapazität von 85 kWh angegeben wird, eine Reichweite von 322 Kilometer haben. Die Unterbringung des riesigen Akkupakets dürfte indes kaum Probleme machen, denn der Stretch-Bulli bietet ausreichend Platz zwischen den Rädern. "Ich habe den Vanagon 1998 verlängert, weil ich mich über den Extraplatz sowie das Aussehen gefreut habe. Jetzt profitiere ich davon erneut, weil die Tesla-Batterie zu lang wäre, um unter die normale T3-Version zu passen."

Das einzigartige Elektro-Wohnmobil hält neben der ungewöhnlichen Optik und der außergewöhnlichen Technik noch einen weiteren Clou bereit. Da es sich im Prinzip um ein Tesla Model S mit modifizierter Karosserie handle, geht Ebenhoech davon aus, dass er die bislang 41 in den USA installierten Schnellladestationen von Tesla nutzen dürfe. Und dort, wie alle anderen Tesla-Fahrer auch, ganz umsonst Strom nachladen darf. "Als ich das erste mal von den Tesla-Superchargers hörte, wusste ich, dass sie ein Durchbruch für Elektrofahrzeuge sein würden. Ohne Zugang zu diesen Ladesäulen hätte ich das Strechla-Projekt nie begonnen", sagt Ebenhoech. Jetzt steckt er mittendrin, und hofft auf ein komplikationsloses Finale. Der erste Camping-Trip im kommenden Frühjahr ist nämlich schon geplant.

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insgesamt 39 Beiträge
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Seite 1
jules16v 21.12.2013
1.
Zitat von sysopOtmar EbenhoechEin verlängerter VW-Bus mit der Technik des Elektrowagens Tesla - US-Autotüftler Otmar Ebenhoech steckt jede freie Sekunde in das ehrgeizige Projekt. Seine Vision: Ausgedehnte Camping-Reisen mit 362 PS und kostenlosem Stromnachschub. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/elektro-campingbus-ein-vw-t3-erhaelt-die-tesla-technik-a-939796.html
Dummes Zeug. "Vanagon" ist die Verkaufsbezeichnung des T3 auf dem nordamerikanischen Masrkt.
digitus_medius 21.12.2013
2. Volle Deckung! Gleich kommt
nämlich der Blicker um die Ecke und kritisiert die im Verhältnis zur Leistung geringe Endgeschwindigkeit sowie die im Vergleich zu seinem TDI geringe Reichweite. Das senkt nämlich die Autobahnperformance und drückt der Autobahnschnitt. Dabei macht das normalerweise der Kaffee zusammen mit der Blase.
singpat 21.12.2013
3. Der Glueckliche
"Immerhin", sagt Ebenhoech, "müssen wir in den USA nicht befürchten, auf den TÜV zu treffen."
jules16v 21.12.2013
4.
Zitat von digitus_mediusnämlich der Blicker um die Ecke und kritisiert die im Verhältnis zur Leistung geringe Endgeschwindigkeit sowie die im Vergleich zu seinem TDI geringe Reichweite. Das senkt nämlich die Autobahnperformance und drückt der Autobahnschnitt. Dabei macht das normalerweise der Kaffee zusammen mit der Blase.
"Da es sich im Prinzip um ein Tesla Model S mit modifizierter Karosserie handle, geht Ebenhoech davon aus, dass er die bislang 41 in den USA installierten Schnellladestationen von Tesla nutzen dürfe." Fairerweise ist das Projekt ja nun auf mehr als den üblichen Elektromobilitätsoptimismus gebaut - aber jedem das Seine, mir das Meiste.
Dresdner02 21.12.2013
5. Warum?
Da will ein Bastler etwas zusammenbasteln und kauft ein Unfallauto! Das ist also schon einen Artikel wert. Artikel über erfolgreiche Umbauten sind teilweise interessant, aber dieser ist sinnlos! Vielleicht könnte noch ein Live-Ticker eingerichtet werden, um den Umbau zu verfolgen.
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