Förderprämie 40.000 Euro Förderung für E-Lkw

Der Güterverkehr stößt immer mehr Schadstoffe aus, auch weil immer mehr Waren auf der Straße transportiert werden. Elektro-Lkw könnten helfen - und sollen jetzt auch finanziell gefördert werden.

Ein Elektro-Lkw von Volvo (Symbolbild)
Volvo Trucks

Ein Elektro-Lkw von Volvo (Symbolbild)


Elektro-Lkw sind bereits von der Lkw-Maut befreit, jetzt soll auch ihr Kauf gefördert werden. Das Bundesverkehrsministerium will den Kauf von Elektro-Lkw mit jeweils bis zu 40.000 Euro bezuschussen. Aber auch für andere alternative Antriebe wie Gas oder die Brennstoffzelle sind Fördermittel vorgesehen. Insgesamt stehen bis Ende 2020 jährlich zehn Millionen Euro zur Verfügung, teilte das Ministerium am Montag in Berlin mit.

Erste Anträge könnten bereits im Juli gestellt werden, da die neue Richtlinie Anfang Juni im Bundesanzeiger veröffentlicht werden soll. Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) begrüßte die Förderrichtlinie zwar, forderte aber eine Aufstockung der Mittel.

Bisher kaum Fahrzeuge auf dem Markt

Förderfähig sind Serienfahrzeuge, die über das geltende Umweltschutzniveau hinausgehen oder - falls entsprechende Normen fehlen - den Umweltschutz verbessern. Zwischen einem Gesamtgewicht von 7,5 und zwölf Tonnen bekommen Käufer von Erdgas-Antrieben 8000 Euro, von Flüssiggas und Elektro-Antrieben 12.000 Euro. Für Elektro-Lkw ab zwölf Tonnen gibt es 40.000 Euro Förderung.

Solche Fahrzeuge sind laut BGL auf dem Markt aber noch kaum zu kaufen. Volvo und Daimler bieten bereits elektrische Lkw an, Tesla verschob den Start seines E-Lkw jedoch. Bei gasbetriebenen Lkw könnte die Förderung die Mehrkosten von bis zu 40.000 Euro gegenüber konventionellen Dieselfahrzeugen aber immerhin mindern, so der BGL.

ene/AFP



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Seite 1
Referendumm 04.06.2018
1. Starke Übertreibung: Solche Fahrzeuge sind kaum zu kaufen.
"Solche Fahrzeuge sind laut BGL auf dem Markt aber noch kaum zu kaufen." Wie bitte? Dann soll der BGL uns mal einen einzigen Elektro-LKW nennen, der bei einem Gesamtgewicht von 7,5 und zwölf Tonnen hier in Europa schon jetzt verfügbar ist. Mir fällt dazu nix ein. Der von Daimler seit einiger Zeit verkaufte Fuso Canter E-Cell wäre solch ein seriennaher Elektro-LKW. Der hat allerdings ein Gesamtgewicht von nur 6 Tonnen (max. Zuladung: 3 Tonnen, Reichweite 100 km). Das abgebildete E-Müllfahrzeug von Volvo (Volvo FL Electric truck) ist aktuell NICHT lieferbar (etwa erst ab 2019) und der kürzlich vorgestellte Volvo FE Electric für schwere Verteileraufgaben mit einem Gesamtgewicht bis zu 27 Tonnen hat seinen Verkaufsstart in Europa ebenso etwa 2019 - frühestens. Bis dahin könnte Daimler mit seinem rein elektrisch betriebenen schweren Verteiler-LKW (maximales Gesamtgewicht 26 Tonnen; Nutzlast 13 Tonen; Reichweite 200 km) schon am Markt sein. Ja, LKWs mit Gasantrieb gibt es schon; nicht sehr viele, aber die gibt es. Mit Hybridantrieb - wer weiß es?
mr.nett 04.06.2018
2. So ein Schwachsinn
Es gibt bereits eine sicherere und umweltverträglichere Alternative für den Gütertransport: Die Bahn. Elektroantrieb, keine Batterien, keine Staus. Aber statt den Güterverkehr per LKW unattraktiv zu machen verlagern wir gerade den Personenfernverkehr auf die Straße. Und subventionieren nun Elektro-LKW...
c.PAF 04.06.2018
3.
Zitat von mr.nettEs gibt bereits eine sicherere und umweltverträglichere Alternative für den Gütertransport: Die Bahn. Elektroantrieb, keine Batterien, keine Staus. Aber statt den Güterverkehr per LKW unattraktiv zu machen verlagern wir gerade den Personenfernverkehr auf die Straße. Und subventionieren nun Elektro-LKW...
So ein Schwachsinn Sie wissen schon, was bei der Bahn los ist? Die Kapazitäten sind voll ausgelastet. Mehr geht da schon lange nicht mehr. Selbst jetzt übersteigt die Nachfrage das Angebot an freien Ladungsplätzen. Und schon 2008 war es mir nicht möglich, einen LKW von München nach Hamburg zu bekommen, trotz zeitlicher Flexibilität. Nein, die Bahn ist definitiv keine Alternative.
Referendumm 04.06.2018
4.
Zitat von c.PAFSo ein Schwachsinn Sie wissen schon, was bei der Bahn los ist? Die Kapazitäten sind voll ausgelastet. Mehr geht da schon lange nicht mehr. Selbst jetzt übersteigt die Nachfrage das Angebot an freien Ladungsplätzen. Und schon 2008 war es mir nicht möglich, einen LKW von München nach Hamburg zu bekommen, trotz zeitlicher Flexibilität. Nein, die Bahn ist definitiv keine Alternative.
Bin mir da selber nicht sicher, ob es aktuell wirklich so ist: mangelnde Kapaziäten; allerdings stellt die Bahn selber in Sachen Güterverkehr eher ein riesen Hindernis dar, als sie eine wirklich sinnvolle Alternative wäre. Wie die Bahn in Sachen Güterverkehrtransport agiert, dürfte sie eher diesen Gütertransport gar nicht wollen. Leute, die von: "Güter gehören auf die Bahn" schwafeln haben allerdings wirklich gar keine Ahnung vom Transportwesen. Wäre übrigens mal ne super Story für SPON. Warum die Bahn in Sachen Gütertransport so sehr versagt und warum sie Mitbewerber, die das noch halbwegs können, dermaßen behindert. Selbst nix auf die Reihe bekommen, aber dem erfolgreicheren Konkurrenten es ebensowenig gönnen und alles tun, ihn zu behindern. Ich pers. fände so eine ausführliche Story echt gut. Zwei, drei Tage ausführliche Recherche, ein Tag den Bericht schreiben. Kaum Investitionen aber dann ne interessante Story. Nächster Vorschlag: BIM - das nächste Ex-Dobrindt-Projekt was voll gegen die Wand fahren dürfte.
schre 04.06.2018
5. Die Lösung heißt Wasserstoff ...
... und längst hätte bei jeder Autobahn-Tankstelle eine Wasserstoff-Zapfsäule eingerichtet werden müssen. Als Grundversorgungssystem. Wenn dann erst H2O-Fahrzeuge unterwegs sind, werden andere Tankstellen mit der Nachrüstung fortfahren.
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