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Elektroauto-Allianz: Strom und Auto aus einer Hand

China überholt die deutschen Autobauer: Der Pkw-Hersteller BYD will seine Elektroautos rasch nach Europa bringen. Zusammen mit dem Energiekonzern RWE wird die Firma Paketangebote schnüren - die Kunden bekämen dann den Strom für Ihr E-Auto gleich mitgeliefert.

Stromer-Kooperation: RWE-Managerin Carolin Reichert mit Yongpin Chen von BYD. Zur Großansicht

Stromer-Kooperation: RWE-Managerin Carolin Reichert mit Yongpin Chen von BYD.

Essen - BYD will im nächsten Jahr seine Elektroautos nach Deutschland bringen. Zusammen mit RWE sei ein Flottenversuch geplant, teilten beide Unternehmen am Donnerstag in einer gemeinsamen Mitteilung mit. Im nächsten Schritt wollen die beiden Unternehmen ab 2012 dann europaweit Pauschalangebote vermarkten.

Dabei liefert BYD die Elektrowagen und RWE stellt die Schnellladesäulen sowie den Strom zur Verfügung. Das Hybridfahrzeug BYD F3DM, dessen Batterien an der Steckdose aufgeladen werden können, ist in China bereits auf dem Markt. Im Strombetrieb kommt der Wagen den Angaben zufolge auf eine Reichweite von 60 bis 100 Kilometern.

Als rein elektrisch betriebenes Fahrzeug bietet BYD den E6, der mit einer Batterieladung 300 Kilometern weit kommen soll. An einer Schnellladestation soll ein vollständiger Ladevorgang in weniger als einer Stunde möglich sein.

BYD will seine Fahrzeuge ab 2012 vornehmlich in den europäischen Ländern anbieten, in denen Elektroautos staatlich gefördert werden und wo eine weitreichende Ladeinfrastruktur entsteht. Schätzungen von RWE zufolge werden bis 2015 mehr als 300.000 reine Elektrofahrzeuge und Plug-in Hybride auf europäischen Straßen unterwegs sein.

In Deutschland betreibt RWE schon 450 Ladestationen, die ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Der Batterie- und Autohersteller BYD ist vor allem wegen seiner Batteriekompetenz ein begehrter Partner westlicher Hersteller.

Mit Daimler arbeitet BYD an der Entwicklung und Produktion eines Elektroautos, das 2013 auf den chinesischen Markt kommen soll. Volkswagen kooperiert mit den Chinesen bei Batterien für Elektrofahrzeuge. An der Firma ist auch der US-Milliardär Warren Buffett beteiligt

hil/dpa-AFX

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 6 Beiträge
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1. Strahlende Zeiten von RWE
atomstrom_nein_danke 16.09.2010
Da mag RWE-Managerin Carolin Reichert heute noch so schön strahlen, in hundert Jahren wird ihr Strahlen verblasst sein der radioaktive Abfall aber, der bei RWE im Pauschalangebot inbegriffen ist hat noch hunderttausende strahlender Jahre vor sich. Wer wie dieses Unternehmen bereit ist zur Profitmaximierung den gesellschaftlichen Kompromiss aufzukündigen uns die Risiken und unseren Kindern die Lasten zumutet, dem sollten auf kommunaler Ebene auch keine Atomstromtankstellen genehmigt werden.
2. Traurig
Hovac 17.09.2010
das sich erst durch ausländische Hersteller etwas tut. Jetzt räucht es sich das die E-Autos Jahrelang verschleppt und unmöglich gemacht worden sind. Ein Eigenbau scheitert an den Verwaltungshürden, da sind die USA viel weiter.
3. Warum Atomtankstellen??
perupp 17.09.2010
Zitat von atomstrom_nein_dankeDa mag RWE-Managerin Carolin Reichert heute noch so schön strahlen, in hundert Jahren wird ihr Strahlen verblasst sein der radioaktive Abfall aber, der bei RWE im Pauschalangebot inbegriffen ist hat noch hunderttausende strahlender Jahre vor sich. Wer wie dieses Unternehmen bereit ist zur Profitmaximierung den gesellschaftlichen Kompromiss aufzukündigen uns die Risiken und unseren Kindern die Lasten zumutet, dem sollten auf kommunaler Ebene auch keine Atomstromtankstellen genehmigt werden.
Äh, blöde Frage, der Atommüll ist doch eh schon da und wenn er sich jetzt um knapp 20% erhöht, welchen Unterschied macht das??? Ob ich jetzt 100 Tonnen oder 120 vergrabe... Und ist Kohlestrom besser als Atomkraft??? Oder woher soll der Strom nach deiner Meinung kommen? Und nicht noch teurer als 22 Cent werden, wir haben nach Dänemark eh schon den teuersten Strom in der BRD.... Und warum Atomstrom Tankstellen?? Zitat aus dem Text: " In Deutschland betreibt RWE schon 450 Ladestationen, die ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden."
4. BYD und Ankündigungen
ernstl1704 17.09.2010
BYD ist ja mittlerweile insbesondere durch eines bekannt: Ankündigungen die sie nicht einhalten können: http://www.wiwo.de/blogs/wattgetrieben/2010/08/31/zweifel-am-chinesischen-e-auto-bauer-byd-wachsen/ BYD ist in meinen Augen bis jetzt hauptsächlich eine geschickte Marketinggeschichte, dass sie wirklich was verkaufen können, das müssen sie noch beweisen. Warten wirs ab. MfG Matthias
5. Chinaqualität
michioss 17.09.2010
Bis ich mich in ein Auto setze, dass komplett von der Entwicklung bis Fertigung chinesisch ist, muss noch sehr viel Zeit vergehen. Ich denke eine chinesische Marke wird es schwer haben in Europa. Elektrotechnikvorteil hin oder her - den Meisten dürfte ihre Sicherheit mehr Wert sein.
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Fahren mit Strom: Die zehn erstaunlichsten Elektroautos
Förderung umweltfreundlicher
Autos in Europa
Hintergrund und Berechnungsgrundlage
Weltweit subventionieren etliche Länder saubere Autos. In China winken umgerechnet 6500 Euro, in den USA zwischen 1800 und 5300 Euro und in Japan sogar bis zu 11.500 Euro. In Deutschland gibt es bislang keine Förderung. Wie und wo in Europa Autos mit besonders geringem CO2-Ausstoß bezuschusst werden, zeigt die Zusammenstellung von SPIEGEL ONLINE. Als Referenzmodell bei Steuervergleichen diente ein Mercedes B 180 mit einem CO2-Ausstoß von 152 g/km.

Österreich
Österreich: Befreiung von der einmaligen Verbrauchsabgabe (1602 Euro) und der Kfz-Steuer (403 Euro pro Jahr).
Norwegen
Fahrer von Elektroautos dürfen die Bus- und Taxispuren benutzen, und zudem sind alle Parkplätze kostenfrei.
Italien
1500 Euro Zuschuss für ein privat genutztes Elektroauto. Bei gewerblichen Fahrzeugen steigt der Bonus auf 4000 Euro. Stufenweiser Rabatt auf Kfz-Steuer in den ersten fünf Jahren (219 Euro pro Jahr).
Irland
50 Prozent Steuernachlass oder 2500 Euro Zuschuss für Fahrzeuge mit Hybrid- oder Flexfuel-Antrieb.
England
Ab 2011 sollen Käufer von Elektroautos mit einer Summe zwischen umgerechnet 2300 und 5000 Euro unterstützt werden - zunächst ist die Subvention begrenzt bis 2016.
Frankreich
2000 Euro Bonus für Hybrid-, Erd- oder Flüssiggasantrieb mit weniger als 140 g/km CO2-Ausstoß. 5000 Euro für alle Fahrzeuge mit weniger als 60 g/km. Gewerbliche Fahrzeuge werden zudem von der Dienstwagensteuer befreit (1250 Euro pro Jahr).

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Geräusche von E-Modellen: Schräger die Autos nie klingen

Welche Typen von Elektroautos gibt es?
Reiner Elektroantrieb
Diese Fahrzeuge haben keinen klassischen Antriebsstrang mehr, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt. Stattdessen sind in den Radnaben Elektromotoren, die Energie kommt aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versorgt, wenn der Akku leer ist.

Beispiele: Tesla Model S, VW E-Up, VW E-Golf, Renault Zoe, BMW i3, Ford Focus Electric, Nissan Leaf, Mercedes B-Klasse E-Drive
Hybridantrieb
Hybridautos haben zusätzlich zum klassischen Verbrennungsmotor einen Akku an Bord. Wenn der leer ist, springt der Benziner an. Eine Variante sind sogenannte Mild-Hybrid-Systeme, bei denen der Stromantrieb nur parallel unterstützend läuft, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird in der Regel durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen. Zukünftige Hybridfahrzeuge sollen aber auch an der Steckdose aufladbar sein.

Beispiele: Toyota Prius, Toyota Prius+, VW Golf GTE, Porsche Panamera S E-Hybrid, Porsche 918 Spyder, Volvo V60 PiH, BMW i8
Brennstoffzellenantrieb
Bei diesen Fahrzeugen tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen ist die Infrastruktur für den Wasserstoff eine ungelöste Frage. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite.

Beispiele: Hyundai ix35, Honda FCX Clarity, Hamburger Nahverkehrsbusse (Mercedes-Benz), Toyota Mirai
Range Extender
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos haben Range Extender einen Verbrennungsmotor an Bord, der anspringt, wenn die Ladung der Batterie zur Neige geht. Vorteil: Die Reichweite steigt auf das Niveau eines Autos mit konventionellem Antrieb. Vorreiter dieser Spezies ist der Opel Ampera, der die Kraft des Verbrenners aber auch nutzt, wenn die volle Leistung zum Beispiel auf der Autobahn abgerufen wird.

Beispiele: Opel Ampera (baugleich mit Chevrolet Volt), BMW i3 (optional mit Benzinmotor)
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