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Elektroautos in Kleinserie: Zum Knutschen

Aus Genf berichtet Jürgen Pander

Elektroautos in Kleinserie: Meiner ist kleiner Fotos
Jürgen Pander

Große Hersteller stehen sich bei der Entwicklung von E-Mobilen oft selbst im Weg: Weil ihre Autos allen Ansprüchen genügen müssen, sind sie überladen und teuer. In Genf zeigen kleine Start-ups, dass es auch anders funktioniert.

Wim Ouboter steht an seinem kleinen Messestand auf dem Genfer Autosalon. "Hören Sie das?", fragt der Schweizer, und meint damit die Präsentation des neuen Ferrari GTC 4 Lusso schräg gegenüber. Über die Lautsprecher dröhnt der 6,2-Liter-Zwölfzylindermotor von Ferrari. "Wer findet denn so was noch cool?", sagt Ouboter. Er zuckt mit den Schultern, zeigt auf das Wägelchen vor sich und erklärt: "Das hier ist der neue Womanizer."

Der Microlino ist eine Isetta mit E-Motor Zur Großansicht
Jürgen Pander

Der Microlino ist eine Isetta mit E-Motor

Microlino steht in Schreibschrift auf den Flanken des 2,40 Meter kurzen Mobils, das auch bei voller Fahrt leiser ist als ein Ferrari im Leerlauf: Ouboters Ausstellungsstück ist der Prototyp eines Elektrofahrzeugs im Look der Isetta. In den Fünfzigerjahren trug sie den Spitznamen Knutschkugel. Der Microlino ist so ziemlich das originellste Modell auf dem Genfer Salon.

Wer nach Elektroautos Ausschau hält auf dieser glitzernden Autoshow, wird natürlich auch auf den Bühnen der großen Hersteller fündig. Doch erstens stehen die E-Mobile dort nicht im Mittelpunkt, und zweitens sehen sie aus wie normale Autos: gleiche Größe, gleiche Machart, gleiche Ausstrahlung. Auf keinen Fall soll Elektromobilität bei den etablierten Autobauern mit Verzicht assoziiert werden. Ein Elektro-Mercedes oder ein E-VW, so scheint es, muss zuerst ein Mercedes oder VW sein, der Batterieantrieb ist lediglich der Beweis, dass man auch diese Technik hinkriegt.

Solches Denken ist Unternehmern wie Wim Ouboter fremd. Der Ex-Banker machte mit seiner Firma Micro Mobility Systems vor fast 20 Jahren den Tretroller zum Lifestyle-Produkt. "Erst wurde ich ausgelacht, inzwischen hat sich unser Kickboard mehr als zehn Millionen Mal verkauft", sagt Ouboter. Er hofft, dass sich diese Geschichte mit dem Microlino wiederholt.

"Das war wohl unter ihrer Würde"

Das Leichtfahrzeug wiegt ohne Akku nicht mal 400 Kilogramm, bietet Platz für zwei Personen mit ein bisschen Gepäck, es soll maximal 100 km/h schnell sein und mit einer Batterieladung rund 120 Kilometer weit kommen.

Das klingt nach nichts Besonderem, doch der Clou des Microlino ist sein Aussehen: Das Ding gleicht dem Motocoupé BMW Isetta bis ins Detail. Selbstverständlich wurde auch die große Fronttür beibehalten - der Überraschungseffekt beim Ein- und Aussteigen ist quasi unbezahlbar.

"Die Leute winken und lächeln", beschreibt Ouboter den Effekt des Microlinos. "Besonders Frauen sind hingerissen, was man nicht unterschätzen sollte." Natürlich habe er mit BMW gesprochen, ob sie sich vielleicht an dem Projekt beteiligen wollen. "Wollten sie nicht, das war wohl unter ihrer Würde", sagt Ouboter.

Jetzt hat er ein Joint Venture mit der italienischen Firma Tazzari gegründet, die bereits Elektro-Kleinstfahrzeuge fertigt. In deren Werk in Imola sollen demnächst die ersten zehn Prototypen gebaut werden. Dann folgt die Prozedur für die Straßenzulassung. 2017 - so lautet der Plan - soll der Microlino startklar sein.

"Wir wollen erst einmal 300 Autos bauen, das können wir aus eigener Tasche finanzieren. Dann werden wir sehen, wie die Idee ankommt", sagt Ouboter. Das Bestellformular auf der Webseite wurde am 29. Februar freigeschaltet, bis zum Abend waren bereits zehn Microlino geordert.

Bastelkurs für Elektroautokäufer

Über solche Zahlen lächeln Vertriebsverantwortliche eines großen Autoherstellers. Für kleine Firmen mit einer frischen Idee jedoch bedeuten sie viel. Das bestätigt Daniel Wenger vom Schweizer Unternehmen Kyburz, das ebenfalls auf dem Salon in Genf einen minimalistischen Elektroroadster vorstellt, von dem bereits sechs Exemplare verkauft wurden. Bislang baute das Unternehmen E-Dreiräder für die Schweizer Post. Beim neuen Projekt kommen ein viertes Rad und erheblich mehr Fahrspaß dazu.

Wer mit dem straßenzugelassenen E-Flitzer um die Ecke fegen möchte, hat drei Optionen: Es gibt das Fahrzeug als Bausatz für zu Hause; man kann aber auch bei Kyburz einen einwöchigen Kurs buchen, in dessen Verlauf dann das eigene Auto entsteht. Oder aber man bestellt das Ding gleich fahrfertig - was mit umgerechnet rund 34.000 Euro die teuerste Variante ist.

Der Elektroroadster von Kyburz Zur Großansicht
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Der Elektroroadster von Kyburz

Auf dem Genfer Autosalon gibt es weitere kleine Unternehmen, die wie Kyburz und Micro Mobility Systems in die elektrische Mobilitätsnische vorstoßen. Aus Südkorea beispielsweise kommt Power Plaza mit dem Zweisitzer Yebbujana R2, der auf eine Reichweite von 765 Kilometer kommen soll.

Die französische Firma EP-Tender wiederum hat einen Anhänger entwickelt, in dem ein 625-Kubik-Zweizylindermotor von Tata Strom erzeugt, um Elektroautos fit für längere Touren zu machen. Der Umbau des E-Autos, damit der Strom von Anhänger in den Antrieb fließen kann, kostet 600 Euro, die Tagesmiete ab 17 Euro.

Das Geschäftsmodell sieht vor, dass Elektroauto-Besitzer den EP-Tender bei Bedarf leihen, um damit die Reichweite ihres Wagens einfach und rasch zu erhöhen. Die ersten fünf Leihstationen in Frankreich sollen in diesem Sommer eröffnen. Irgendwann, so die Vision von EP-Tender, soll sich ein flächendeckendes Netz über ganz Europa erstrecken.

Nicht ganz so gewaltig, aber doch mit 400 verkauften Fahrzeugen pro Jahr, kalkuliert die Firma Bee Bee, die ein Sommerfahrzeug entwickelt hat, das vor allem für Autovermieter an der Côte d'Azur, auf Korsika oder in der Karibik gedacht ist. Wer privat so ein Vehikel mit einer elektrischen Reichweite von etwa hundert Kilometern bewegen möchte, muss mit 27.480 Euro Kaufpreis rechnen.

Citroën E-Mehari Zur Großansicht
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Citroën E-Mehari

Ein großer Hersteller hatte im Prinzip die gleiche Idee: Citroën zeigt auf der Messe in Genf erstmals den poppigen E-Mehari. Ein Spaßmobil mit Elektroantrieb für Schönwettertage, von dem in Kooperation mit dem Kleinserienhersteller Bolloré rund tausend Exemplare gefertigt werden.

Ob einige davon auch nach Deutschland kommen, steht noch nicht fest. Ein Unternehmenssprecher sagt, hier sei es problematisch, ein Auto mit leichten Planen statt mit einem festen Dach und mit witziger, aber karger Ausstattung zu verkaufen. Genau so aber müssen Elektroautos sein, um Gewicht und Kosten zu sparen.

"Es ist doch absurd, dass allein in den Sitzen einer modernen Limousine schon 15 Elektromotoren stecken", sagt Microlino-Macher Ouboter. Einfachheit sei der Schlüssel zur Elektromobilität. Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass die etablierten Autobauer noch sehr lange auf einen Erfolg ihrer E-Fahrzeuge warten müssen. Denn die sind nahezu ausnahmslos groß, schwer, luxuriös und viel zu teuer. Da fragt man sich schon: Können die nicht anders, oder wollen sie nicht?

Audi Q2

SUVs sind das nicht mehr ganz neue, aber immer noch ganz große Ding der Autobranche. Audi füttert das Segment jetzt mit dem neuen Mini-SUV Q2, der vor allem jüngere Kunden ansprechen soll. Als Antrieb stehen Drei- und Vierzylinder-Motorisierungen von 116 bis 119 PS sowie eine Allradoption zur Verfügung. Auf die Straße kommen soll das neue Modell von Audi ab Herbst dieses Jahres, die Preise wurden noch nicht bekannt gegeben.

Ford Fiesta ST 200

Ford rollt beim Autosalon eine neue Krawallschachtel ins Rampenlicht. Als Antrieb kommt ein 1,6-Liter-Turbomotor mit einer Leistung von 200 PS zum Einsatz, wobei für maximal zwanzig Sekunden per Overboost-Taste 15 Extra-PS abgerufen werden können. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Ford 230 km/h an. Der Verkauf des Vollgas-Fiesta startet im Juli dieses Jahres.

McLaren 570 GT

Der britische Sportwagenhersteller McLaren bricht in Genf mit einem Tabu. Auf der Messe feiert das Modell 570 GT Weltpremiere, der erste McLaren mit Kofferraum und dazu einer etwas milderen Abstimmung des Sportfahrwerks. Grundsätzlich gilt aber auch für diesen Typ die Devise Vollgas. Der 3,8-Liter-V8-Turbomotor leistet 570 PS, beschleunigt das Auto in 3,4 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und macht eine Höchstgeschwindigkeit von 328 km/h möglich. Preis des neuen Modells: umgerechnet rund 198.000 Euro.

Rolls-Royce Ghost Black Badge

"Wenn das Tagwerk erledigt ist und alle Kämpfe gewonnen", so heißt es im Pressetext zu den neuen "Black Badge"-Modellen von Rolls-Royce, dann seien die pechschwarzen Modelle der Luxusmarke genau das richtige Auto "um die Welt zu erobern". Die Grusel-Prosa klingt nicht nur abgehoben, sie wirbt für mindestens ebenso entrückte Autos. Doch Multi-Millionäre die auffallen möchten werden die düsteren Nobelschlitten garantiert lieben.

Microlino

Fröhlich, reduziert und elektrisch - so steht der moderne Wiedergänger der Isetta auf dem Messestand in Genf. Treiber des Projekts ist der Schweizer Unternehmer Wim Ouboter, der vor knapp zwanzig Jahren den Tretroller als Kickboard neu erfand, viele Millionen verdiente und nun die elektrische, automobile Mikromobilität in Schwung bringen möchte. Design und Konzept sind schon einmal vielversprechend.

Aston Martin DB11

Die britische Sportwagenmarke Aston Martin zeigt in Genf erstmals den DB11. Unter der Haube steckt ein neu entwickelter Zwölfzylindermotor mit 5,2 Liter Hubraum, Doppelturbo-Aufladung und 608 PS. Das reicht, um die knapp 1,8 Tonnen schwere Fuhre in 3,9 Sekunden von 0 auf 100 zu beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h zu erreichen.

Lamborghini Centenario

Superlative aus Sant'Agata Bolognese: Der Centenario ist der leistungsfähigste Lamborghini in der bisherigen Firmengeschichte. Das V12-Aggregat leistet 770 PS und katapultiert den Wagen in 2,8 Sekunden von null auf Tempo 100. erst bei 350 km/h ist Schluss. Die Baureihe ist auf lediglich 20 Coupés und 20 Cabrios zum Preis von je 2,08 Millionen Euro limitiert – und laut Hersteller bereits ausverkauft.

911 R

Seit der neuesten Neunelfer-Generation werden in Porsches Ikone nur noch Turbomotoren verbaut. Mit dem Sondermodell 911 R bedienen die Zuffenhausener noch einmal die Nachfrage der Puristen nach einem neuen Modell mit Saugmotor. Im Heck des Wagens arbeitet ein 4,0 Liter großer Sechszylinder, der 500 PS und 460 Nm Drehmoment leistet. Von null auf 100 km/h braucht er 3,8 Sekunden, das Spitzentempo liegt bei 323 m/h. Das besondere an dem Auto ist das für 911-Verhältnisse geringe Gewicht: Mit 1370 Kilo ist das R-Modell die derzeit leichteste Variante in der Neunelfer-Familie. Abgespeckt wurde durch Hauben aus Karbon, Scheiben aus Kunststoff und einem Dach aus Magnesium sowie dem Verzicht auf Rückbank, Klimaanlage und Radio. Zu Preisen ab 189.544 Euro wird der 911 R ab Mai geliefert.

VW Phideon

Die 5,05 Meter lange Limousine wird das neue Flaggschiff von VW und löst damit das gekillte Topmodell Phaeton ab. Allerdings wird es den Phideon nur in China geben: Genau dort läuft er auch vom Band, entwickelt wurde er in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Kooperationspartner SAIC. Je nach Variante wir der Phideon von Vier- und Sechszylindermotoren bis 300 PS angetrieben, eine Hybridversion ist laut Hersteller in Arbeit. Er basiert zu weiten Teilen auf aktueller VW-Technik, als Neuheit für Volkswagen hat er ein kamerabasiertes Nachtsichtsystem zu bieten.

Bentley Mulsanne

Die britische Marke Bentley stellt in Genf das rundum überarbeitete Topmodell Mulsanne vor. Die drei Varianten der Baureihe, also Limousine, Limousine mit um 25 Zentimeter verlängertem Radstand und die Sportlimousine Speed, erhalten allesamt ein neues Frontdesign und ein neues Infotainment-System. Geblieben ist der klassische 6,75-Liter-V8-Biturbo-Motor mit 512 PS. Im Modell Speed entwickelt die Maschine 537 PS und macht den Luxusschlitten bis zu 305 km/h schnell.

VW Up

Die Wolfsburger werden in Genf den runderneuerten Kleinwagen Up zeigen. Von dem Autoknirps wird es künftig mehr Varianten geben, unter anderem auch ein Modell mit 90-PS-Benziner. Die Erdgas- und Elektro-Varianten bleiben erhalten, ebenso die Cross-Version und der zweisitzige Load-Up mit Ladeabteil. Vor allem aber soll eine neue Smartphone-Integration das kleine Auto aufpeppen.

Renault Scénic

Der französische Hersteller feiert in Genf die Weltpremiere der vierten Generation des Kompakt-Vans Scénic. Auffällig am neuen Modell sind die Panorama-Windschutzscheibe sowie die gegenüber dem Vorgängermodell vergrößerte Bodenfreiheit. Damit folgt der Scénic dem Vorbild des größeren Espace, der als erster Renault-Van Stilelemente des erfolgreichen SUV-Segments aufnahm.

DS E-Tense

Mit der neu gegründeten Marke DS will der PSA-Konzern neben swn erschwinglichen Citroen- und Peugeot-Modellen auch teurere Autos anbieten. Bisher gibt es DS-Derivate von Citroen-Modellen, 2017 soll dann das erste eigenständige Fahrzeug präsentiert werden. Bis es soweit ist, soll die Studie E-Tense Lust auf mehr machen. Das Konzeptauto wird rein elektrisch angetrieben, auf dem Papier stehen eine Leistung von 400 PS und maximal 360 Kilometer Reichweite. Details wie der auffällige Kühlergrill könnten bereits auf das Design der Serienmodelle schließen lassen. Dass in ein oder zwei Jahren ausgerechnet ein Sportwagenmodell die DS-Serie begründen wird, gilt allerdings eher als unwahrscheinlich – der E-Tense ist wohl vielmehr ein Hinweis auf die Aktivität des Herstellers in der Formula E; bei dem Elektrorennzirkus mischt die Marke bereits erfolgreich mit.

VW SUV-Studie

Auf dem ersten offiziellen Foto erkennt man noch nicht viel, klar aber ist, dass VW in Genf ein kleines SUV zeigen wird. Erwartet wird die SUV-Variante des VW Polo, analog zum Audi Q2, der ja ebenfalls auf dem Autosalon seine Weltpremiere feiern wird. Was man schon sagen kann ist, dass die quadratischen Tagfahrlichter der Studie auf jeden Fall auffallen.

Maserati Levante

Seit mehr als hundert Jahren baut Maserati nun schon Autos, ein SUV war bislang nicht dabei. Das ändert sich jetzt, denn auf dem Autosalon enthüllt die Marke den Allradler Levante, einen hochgebockten Möchtegern-Geländewagen auf Basis der Limousine Ghibli. Luftfederung ist serienmäßig, Achtgang-Automatik gibt es auch und Motoren mit genug Leistung (275 bis 430 PS) ebenfalls. Der Preis? Ab zirka 70.000 Euro.

Renault Mégane Grandtour

Ein neuer Kompaktkombi debütiert auf dem Stand von Renault, der Mégane Grandtour, den es erstmals in diesem Segment auch mit Allradlenkung geben wird. Der Innenraum soll reichlich Platz bieten, vielfältig variabel sein und die größte Ladelänge in dieser Klasse bieten, teilt Renault mit. Das Antriebsangebot entspricht im Wesentlichen dem der normalen Mégane-Baureihe.

Ford Kuga

Neu bei Ford ist der überarbeitete SUV Kuga. Neben zahlreichen Design-Retuschen innen und außen wird das bisherige 2-Liter-Dieseltriebwerk von einem neuen 1,5-Liter-Selbstzünder mit 120 PS abgelöst. Als Fronttriebler soll der so motorisierte Kuga lediglich 4,4 Liter je 100 Kilometer verbrauchen. Optional gibt es die dritte Generation der Ford-Sprachsteuerung, Ein- und Ausparkassistenzsystem sowie Xenon-Scheinwerfer, die sich der jeweiligen Fahr- und Straßensituation anpassen.

Mercedes-AMG C 43 Coupé

Die Schwaben führen auf dem Autosalon erstmals die neueSportskanone der C-Klasse vor. Den Antrieb des Coupés übernehmen ein 3-Liter-V6-Biturbomotor mit 367 PS im Verbund mit einem 9-Gang-Automatikgetriebe. Der Werkstuner spricht von hoher Agilität und begeisternder Querdynamik, das Beschleunigungsvermögen des Autos von 0 auf 100 liegt bei 4,7 Sekunden, der Durchschnittsverbrauch wird mit 8,0 Liter je 100 Kilometer angegeben.

Toyota Proace Verso

Im Segment der Kleinbusse wächst das Angebot. Auch Toyota tritt nun erstmals in dieser Klasse an, und zwar mit dem Modell Proace Verso. Der Wagen wird in drei Karosserielängen angeboten und bietet Platz für bis zu neun Insassen. Nähere Informationen zur technischen Ausstattung wird es während der Weltpremiere in Genf geben.

Toyota Hilux

Erstmals in Europa ist auf dem Autosalon in Genf der rundum erneuerte Toyota Pick-up Hilux zu sehen. Nach wie vor basiert der Pritschenwagen auf einem Leiterrahmen, der jedoch beim renovierten Modell verstärkt wurde. Als neuen Antrieb gibt es einen leistungsstärkeren 2,4-Liter-Dieselmotor.

Skoda Vision S

Das Mutterhaus VW hat mit dem neuen SUV Tiguan vorgelegt, nun folgen die anderen Marken. Skoda etwa zeigt in Genf die SUV-Studie Vision S, ein Auto von 4,70 Meter Länge mit bis zu drei Sitzreihen und dem bekannten, geradlinig-robusten Charakter der Marke. Man wolle, heißt es bei der tschechischen VW-Tochter wenig überraschend, künftig das Modellangebot im SUV-Segment ausbauen.

Volvo V90

Die Limousine S90 debütierte in Detroit, jetzt in Genf schiebt die schwedische Marke den Kombi V90 hinterher, also jene Karosserieform, für die Fans hierzulande Volvo seit Jahrzehnten schätzen. Der neue, wuchtig-elegante Familientransporter wird ab Spätsommer auf die Straße kommen. Im November folgt dann das Topmodell mit Plug-in-Hybridantrieb und einer Systemleistung von 407 PS sowie 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite.

Kia Niro

Erstmals in Europa ist beim Autosalon in Genf das Crossover-Modell Kia Niro zu sehen, eine Art Soft-SUV mit Hybridantrieb. Der Wagen basiert auf einer neuen, sogenannten Eco-Plattform und soll im Herbst dieses Jahres auf den Markt kommen. Als Antrieb fungieren ein 1,6-Liter-Benziner sowie ein Elektromotor mit einer Leistung von 32 kW. Als Stromspeicher kommt ein Lithium-Ionen-Polymer-Akku zum Einsatz.

Peugeot 2008

Nach drei Jahren und mehr als einer halben Million verkaufter Autos zeigt Peugeot in Genf die überarbeitete Variante des Mini-SUVs 2008. Neu sind breitere Kotflügel, ein senkrecht stehender Kühlergrill und ein Unterfahrschutz. Außerdem gibt es eine neue, sportliche Ausstattungslinie. Schon bekannt sind die vier Motorisierungen von 82 bis 130 PS.

Kia Optima Sportswagon 90

Weltpremiere für Kia in doppelter Hinsicht: Der koreanische Hersteller zeigt in Genf nicht nur ein neues Auto, sondern seinen ersten Mittelklasse-Kombi überhaupt. Der Gepäckraum fasst 553 Liter, die Rücksitzbank ist dreigeteilt, und als Motoren stehen Diesel und Benziner in einem Leistungsband von 141 bis 245 PS zur Wahl. Das 4,86 Meter lange Auto wird wohl noch in diesem Jahr in den Handel kommen.

Renault Alpine

Offiziell ist der Wagen noch eine Designstudie, denn das Serienmodell soll erst im Herbst beim Autosalon in Paris gezeigt werden. Doch der neue Renault Alpine, den die Franzosen in Genf vorstellen, lässt schon alles Wesentliche des Sportwagen-Comebacks erahnen. Als Antrieb ist ein Vierzylinder-Turbomotor vorgesehen, der rund 300 PS leisten soll, dazu gibt es Leichtbau und ein grundsätzlich dem Sport verpflichtetes Konzept. Anfang 2017 soll das Auto auf die Straße kommen.

Jaguar F-Type SVR

In Genf wird geklotzt, nicht gekleckert, und Jaguar ist mit einem Kraftmeier dabei, nämlich dem bislang stärksten und schnellsten F-Type. Das Kürzel SVR kennzeichnet den Wagen, dessen 5-Liter-V8-Kompressormotor auf 575 PS Leistung aufgebrezelt wurde. Das bedeutet ein Spurtvermögen von 3,7 Sekunden von 0 auf Tempo 100 und eine Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h. Der Preis des Geschosses ist auch schon bekannt, 138.400 Euro.

Porsche 718 Boxster

Zahlen spielen bei der vierten Baureihe des Zuffenhausener Einstiegsmodells eine wichtige Rolle: Im neuen Boxster feiert beispielsweise ein Motor mit vier Zylindern Weltpremiere. Das sind zwei Zylinder weniger als bisher - das Downsizing ist den CO2-Auflagen geschuldet. Die Bezeichnung 718 ist wiederrum eine Hommage an einen gleichnamigen Porsche-Rennwagen aus den Fünfziger- und Sechzigerjahren. Dieser hatte, Sie haben es erraten, vier Zylinder.

Der abgespeckte Hubraum wird im neuen Boxster durch einen Turbolader kompensiert. Damit kommt der Zweisitzer jetzt auf 300 PS und 350 PS (Boxster S). Ab April steht der Wagen bei den Händlern, die Preise beginnen bei 53.646 Euro.

Ferrari GTC4 Lusso

Der Ferrari FF ist Geschichte, der Nachfolger heißt GTC4 Lusso. Präsentiert wird der Viersitzer im Stil eines Rennkombis auf dem Autosalon in Genf. Unter der Haube des extremen Familienautos brüllt ein 6,3-Liter-V12-Motor, der eine Leistung von 690 PS entwickelt. Das reicht, um die Fuhre binnen 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen. Als Höchstgeschwindigkeit gibt Ferrari für das knapp 1,8 Tonnen schwere Auto 335 km/h an.

Lexus LC 500h

Die neue zackig-rabiat gestylte Sportskanone von Lexus ist in Genf erstmals in Europa zu sehen. Während bei der Weltpremiere in Detroit vor einigen Wochen noch ein 5-Liter-V8-Saugmotor mit 473 PS unter der Haube steckte, ist in der Schweiz erstmals die Variante mit Hybridantrieb und mehrstufiger Untersetzung zu sehen. Nähere Details zur neuen Hybridtechnik will Lexus erst auf der Messe bekannt geben.

Volvo V40

Von subtilen Updates für die Baureihe V40 spricht der schwedische Hersteller Volvo, vorgestellt werden die Neuerungen auf dem Autosalon in Genf. Dazu gehören ein geänderter Kühlergrill, neue Scheinwerfer, fünf neue Lackfarben, diverse Ausstattungsoptionen im Innenraum und eine Erweiterung der so genannten On-Call-App. Als neue Motorisierung ist ab sofort die Benziner-Variante T4 mit 190 PS Leistung verfügbar.

Seat Ateca

Ohne SUV geht es für die Autohersteller nicht mehr. Die Spezies der hochbeinigen Autos im Geländewagen-Look verzeichnet seit Jahren zweistellige Wachstumsraten. In Genf fährt nun auch die spanische VW-Konzernmarke Seat erstmals ein solches Modell vor, den Kompakt-SUV Ateca. Auf den Markt kommen soll der Wagen im Herbst. Fünf Motorisierungen sind angekündigt und dazu ein Basispreis von knapp unter 20.000 Euro.

Opel GT Concept

Die Sportwagenstudie von Opel soll vor allem das neue Selbstbewusstsein der Marke demonstrieren. Das schneidig-geschmeidige Coupé fällt nicht nur wegen der roten Vorderreifen auf, sondern überhaupt wegen seines erfrischend schlanken und stimmigen Designs. Motorisiert ist der Prototyp mit einem 1-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner mit einer Leistung von 145 PS. Es geht hier also nicht um Höchstleistung, sondern um Fahrspaß und wiedererwachten Sportsgeist.

Mazda RX-Vision

Die japanische Marke ist der einzige Automobilhersteller, der nach wie vor in größerem Stil auf den Kreiskolbenmotor setzt. Auch in der Sportwagenstudie RX-Vision, die vor allem durch ihre geschmeidigen Linien und die klassischen Proportionen auffällt, steckt ein solches Aggregat.

Hyundai Ioniq

Aus Korea kommt dieser gefällige, aber dennoch eher unscheinbare Kompaktwagen. Tatsächlich jedoch will Hyundai mit diesem Auto etwas Neues probieren, denn im Angebot sind drei unterschiedliche Antriebskonzepte: Ab Herbst kann der Ioniq wahlweise mit Hybridantrieb oder als reines Elektroauto geordert werden. Und im nächsten Jahr soll eine Variante mit Plug-in-Hybridantrieb folgen.

Opel Mokka X

Eigentlich handelt es sich lediglich um ein Facelift, doch Opel besteht auf einem neuen Namen, nämlich Mokka X. Bislang wurden von dem kompakten SUV-Modell rund eine halbe Million Exemplare gebaut. Das überarbeitete Design und ein neu gestalteter Innenraum sollen das Fahrzeug nun noch attraktiver machen. Neu im Angebot ist auch ein 1,4-Liter-Benzinmotor mit Turbo und Direkteinspritzung, der 152 PS leistet.

Audi RS Q3

Ein Ballermann erster Güte debütiert in Genf auf dem Stand der Marke Audi. Der RS Q3, sozusagen ein Kompakt-SUV auf Anabolika, tritt mit einem 2,5-Liter-Motor sowie einer Leistung von 367 PS an. Die Höchstgeschwindigkeit gibt Audi mit 270 km/h an, das Spurtvermögen von 0 auf 100 mit 4,4 Sekunden. Kein Mensch braucht so ein Auto - aber viele werden davor stehen und ehrfürchtig staunen.

Infiniti Q60 Sportcoupé

Klassische Coupéform, schicke Details und ein saftiger Motor - die zu Nissan gehörende Marke Infiniti zeigt in Genf ein sehr ausgereiftes Auto. Angetrieben wird der Wagen von einem 3-Liter-V6-Twinturbo-Motor mit einer Leistung von 405 PS. Die neue Designsprache des Autos bezeichnet der Hersteller übrigens als "Powerful Elegance".

Ssangyon SIV-2 Concept

Der koreanische Hersteller Ssangyong setzt voll auf SUV, zeigt in Genf jedoch eine Studie, die das Kürzel SIV trägt, was für "Smart Interface Vehicle" steht. Ein SUV ist das Ding trotzdem, und ziemlich serienreif sieht es ebenfalls aus. Als Antrieb stecken ein 1,5-Liter-Turbobenziner plus eine E-Maschine unterm Blech - es handelt sich um ein 48-Volt-Mild-Hybridsystem.

Morgan EV3

Der britische Traditionshersteller Morgan zeigt in Genf den serienreifen Prototyp seines ersten Elektroautos. Es handelt sich um die elektrifizierte Variante des Morgan Threewheeler. In der E-Version wurde das Gewicht des Zweisitzers von 525 auf 470 Kilogramm verringert. Im Heck kommt eine 76 PS starke E-Maschine des Herstellers Potenza zum Einsatz. Die Reichweite pro Akkuladung soll laut Morgan bei rund 220 Kilometer liegen.

Peugeot Traveller

Aus Frankreich fährt ein neuer Konkurrent des VW Bus vor, der schmucke Van Peugeot Traveller. Angeboten wird der Minibus in drei Längen zwischen 4,60 und 5,30 Meter, wobei sämtliche Varianten bis zu neun Sitzplätze bieten. Die Motorenpalette reicht von 95 bis 180 PS. Praktisch an dem Van sind die berührungslos zu öffnenden Schiebetüren.

BMW M 760Li xDrive

Luxus und Leistung in größtmöglichen Portionen gibt es bei BMW zu sehen. Die Münchner präsentieren in Genf das Topmodell der 7er-Baureihe. Unter der Haube des Wagens steckt ein 6,6-Liter-Twin-Turbo-Zwölfzylindermotor mit einer Leistung von 600 PS. Wer es unbedingt braucht, kann mit der wuchtigen Limousine in 3,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigen.

Ssangyong XLV

In Frankfurt auf der IAA stand die Studie, jetzt in Genf beim Autosalon zeigt der koreanische Hersteller das fertige Auto. Im Prinzip handelt es sich beim XLV um die Langversion des Modells Tivoli. 4,40 Meter misst der neue Mittelklasse-SUV. Der Längenzuwachs um gut 23 Zentimeter kommt vollständig dem Kofferraum zugute, der bei Normalstellung der Rücksitze beachtliche 720 Liter fasst. Als Motoren stehen ein 115-PS-Diesel und ein 128-PS-Benziner zur Wahl.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 123 Beiträge
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1. Toll.
vonTruhendingen 04.03.2016
Die "interessanteste Neuentwicklung" ist mit dem Microlino ja wohl ein 100 % BMW Isettaclon, in den man (tolle Neuentwicklung) einen E-Motor gepfriemelt hat. Dieses "Auto" stand Ende der 50er jahrelang vor unserer Haustür, genannt "Michels Adventsauto" ("Macht hoch die Tür"). Neu? Hhmm.
2.
hermann_huber 04.03.2016
schön mal wieder eine BMW Isetta zu sehen.
3. Schönes Ding . . .
culinarius 04.03.2016
Ich denke, wenn BMW den damals eingebauten Motorradmotor nach den heutigen Möglichkeiten weiterentwickeln würde, wäre das Ding auch so gut wie abgasfrei. Vorausgesetzt, man verfällt nicht dem allgemeinen PS-Wahn, und belässt es einfach mal bei der damaligen Leistung . . .
4. E-Tender?
jackoconnor 04.03.2016
Geht es noch schwachsinniger? Erst ein Emobil kaufen, und dann einen Verbrennungsmotor hinten dran hängen? Wo ist da die Logik? Und die restlichen schicken Fahrzeuge sind weit entfernt von jeglicher Alltagstauglichkeit...
5.
derpif 04.03.2016
"Können die nicht anders, oder wollen sie nicht?" Also ich weiss nicht, eine Reichweite von 100-120Km erscheint den Großen vielleicht vollkommen sinnfrei? Es würde mich nicht wundern. Wenn ich etwas mit einer Reichweite von 120Km kaufen wollte dann wäre das wahrscheinlich eher ein E-Bike. Die Preise für die Winzlinge im Bericht sind jedenfalls jenseits von gut und böse für das was geboten wird. So gesehen finde ich die Preise der Großen sogar ersteaunlich günstig. €34 000 , gehts noch? Dafür kaufe ich mir einen gebrauchten A8 und habe ein Wohnzimmer auf Rädern.
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