Elektroautos: Fraunhofer-Präsident glaubt an Elektromobilität

"Die Elektromobilität ist nicht tot": In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" spricht sich Fraunhofer-Präsident Reimund Neugebauer für die Elektromobilität aus - auf einem sinnvollen Level. Für den Durchbruch fehle vor allem eine nachhaltige Stromversorgung.

Der Präsident des renommierten Fraunhofer-Instituts, Reimund Neugebauer, glaubt weiterhin an die Elektromobilität. In einem Interview mit der "Welt am Sonntag" sagte er: "Natürlich ist der Elektro-Hype vorbei. Nun pegelt es sich auf einem sinnhaften Niveau ein." Für Megacitys seien Elektromobile durchaus sinnvoll, so der Wissenschaftler.

Als Indiz dafür, dass auch die Autohersteller weiterhin das Thema verfolgen, wertet Neugebauer das Pilotprojekt, für das sich sein Institut, VW und das chinesische Wissenschaftsministerium zusammenschließen wollen. "Fraunhofer und die deutschen Automobilunternehmen wollen in China eine Musterinfrastruktur für Elektromobilität aufbauen", so Neugebauer.

Kritisch sieht er das von der Bundesregierung ausgegebene Ziel, bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutsche Straßen zu bekommen. "Von Fraunhofer kommt diese Zahl bestimmt nicht, mich würde aber schon interessieren, wer sie wie errechnet hat", so Neugebauer. Voraussetzung für einen Durchbruch der Elektromobilität sei eine Intelligente Stromversorgung. "Beim heutigen Strom-Mix würde ein Auto mit Verbrennungsmotor, das drei Liter auf 100 Kilometer verbraucht, bei den Emissionen mit einem E-Auto gleichziehen", beschreibt er das bisherige Glaubwürdigkeitsproblem der Elektromobilität.

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Fahren mit Strom: Die zehn erstaunlichsten Elektroautos
"Wir müssen bei der Stromversorgung ansetzen und auch bei der Batterietechnologie", so Neugebauer. Deshalb würden das Fraunhofer-Institut und die Max-Planck-Gesellschaft bei Speichertechnologien für Elektroenergie in deutlich größerem Umfang als bisher zusammenarbeiten.

Neugebauers Einschätzung deckt sich mit dem Bild, das sich nächste Woche auf dem Genfer Autosalon bieten wird. Während sich die Hersteller in den vergangenen Jahren dort mit immer kühneren Elektromobilitätsvisionen überboten, spielen Elektroautos in diesem Jahr in den Messehallen höchstens noch eine untergeordnete Rolle.

mhe/dpa

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1. Glaube und Hoffnung: Der Wille aber zählt
infernum 03.03.2013
In Europa und vermutlich in China können E-Mobile eine Zukunft haben. Wenn es gewollt ist. Wenn der Wille da ist. Die USA saugen gerade ihre Heimaterde aus und gewinnen die letzten Tropfen Öl. Sie werden den Peak-Oil so lang wie möglich hinauszögern. Wir sind selbst verantwortlich, wenn wir ihnen folgen.
2. ja,
laxness 03.03.2013
Zitat von infernum"Fraunhofer und die deutschen Automobilunternehmen wollen in China eine Musterinfrastruktur für Elektromobilität aufbauen".
immer schön unser hart erarbeitetes Know-How an die Chinesen verschenken. Die werden es uns dann schon "heimzahlen" :-((
3.
antilobby 03.03.2013
Wieder einer der den Atomausstieg nicht mitbekommen hat. E-Autos wurde 2009 hoffähig gemacht, um die Laufzeitverlängerung der AKWs einen grünen Anstrich zu geben. Mit dem Atomausstieg ist das Thema tot. Wir sollen uns um den Ersatz der Leistungen aus den AKWs kümmern statt weitere Verbraucher ins Spiel zu bringen.
4. Ein nennenswerter Erfolg
echo0815 03.03.2013
Zitat von infernumIn Europa und vermutlich in China können E-Mobile eine Zukunft haben. Wenn es gewollt ist. Wenn der Wille da ist. Die USA saugen gerade ihre Heimaterde aus und gewinnen die letzten Tropfen Öl. Sie werden den Peak-Oil so lang wie möglich hinauszögern. Wir sind selbst verantwortlich, wenn wir ihnen folgen.
der E-Mobilität ist eher in allen US-Bundesstaaten zu erwarten, die die kalifornischen Abgasvorschriften übernommen haben. Da viele große Hersteller (meist im Verbund und Kooperationen) aber umgeschwenkt sind auf die Brennstoffzelle, wird eher hier ab 2015 viel zu erwarten sein.
5. Mal ganz frech: die Lösung kommt aus Bayern
charly schorr 03.03.2013
nachzulesen auf www.schorr-power.net. Der Umstand, dass mit Öl ein höchst energiedichter Stoff, seit 140 Jahren verfügbar war, hat die Autoindustrie darauf abonniert, die Reichweite mit einem Enerigevorrat an Bord zu lösen. 50 Liter Sprit sind 500-600 km Reichweite. Getankt ist dies in 5 Minuten. Das Gewicht ca. 45 kg. Mit Strom funktioniert dies aber nicht! Um die Energiemenge von einem Liter Benzin zu erreichen, braucht es ca. 20 kg Li-Ionenakku. Schorr Power Net hat bei den Bahnen abgeguckt. Schließlich fährt ein ICE von Berchtesgaden nach Westerland, ohne Energievorrat an Bord und ohne Tank- bzw. Ladestopp. Der Zug erhält seinen Strom am Punkt des tatsächlichen Verbrauchs aus der zugegeben scheußlichen Oberleitung. Schorr Power Net tut dass gleiche, mit Straßenfahrzeugen. Jedoch über Induktion, d.h. einen ca. 20 cm Luftspalt, aus Leitungen in der Straße. Dies ist sinnvoll auf Straßen mit ca. 20.000 täglichem Verkehrsaufkommen, das sind ca. 80 % der Autobahnstrecken und ca. 15.000 km Ortsstraßen. Modifiziert wird dafür z.B. ein Opell Ampera. Auf den 200 kg Akku wird, verzichtet. Dadurch auch die gute Hälfte der 48.000 € Kosten gespart. Fährt der Ampera auf dem Schorr Power Net ist seine Reichweite unbegrenzt, den er hängt am Netz, wie der ICE. Abseits davon gibt ihm die Kombination aus einem Benzinmotor, der einen Generator antreibt und 30 Liter Benzin, ca. 350 km Reichweite, es ist dies dies die ...future of driving, da diese Technologie auch mit LKW und Bussen funktioniert.
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Welche Typen von Elektroautos gibt es?
Reiner Elektroantrieb
Diese Fahrzeuge haben keinen klassischen Antriebsstrang mehr, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt. Stattdessen sind in den Radnaben Elektromotoren, die Energie kommt aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versorgt, wenn der Akku leer ist.

Beispiele: Tesla Roadster, Chevy Volt/Opel Ampera, Think City
Hybridantrieb
Hybridautos haben zusätzlich zum klassischen Verbrennungsmotor einen Akku an Bord. Wenn der leer ist, springt der Benziner an. Eine Variante sind sogenannte Mild-Hybrid-Systeme, bei denen der Stromantrieb nur parallel unterstützend läuft, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird in der Regel durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen. Zukünftige Hybridfahrzeuge sollen aber auch an der Steckdose aufladbar sein.

Beispiele: Toyota Prius, Honda Civic, Honda Insight
Brennstoffzellenantrieb
Bei diesen Fahrzeugen tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen ist die Infrastruktur für den Wasserstoff eine ungelöste Frage. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite.

Beispiele: Honda FCX Clarity, Hamburger Nahverkehrsbusse (Mercedes-Benz)
Range Extender
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos haben Range Extender einen Verbrennungsmotor an Bord, der anspringt, wenn die Ladung der Batterie zur Neige geht. Vorteil: Die Reichweite steigt auf das Niveau eines Autos mit konventionellem Antrieb. Vorreiter dieser Spezies ist der Opel Ampera, der die Kraft des Verbrenners aber auch nutzt, wenn die volle Leistung zum Beispiel auf der Autobahn abgerufen wird.

Beispiele: Opel Ampera
Fotostrecke
Elektroautos im Aufwind: Modelle und Meilensteine


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