Verhinderter Unfall auf der A9 bei München Tesla-Chef Musk übernimmt Schaden am Retterauto

Mit einer spektakulären Aktion verhinderte ein Autofahrer am Montag einen Unfall auf der A9 bei München. Dabei kam sein Wagen zu Schaden - doch um die Kosten muss er sich keine Sorgen machen.

AFP

Die Rettungstat eines Autofahrers auf der A9 bei München hat Anfang der Woche für Aufsehen gesorgt: Der Mann stoppte mit einem waghalsigen Manöver einen außer Kontrolle geratenen Wagen. Dabei setzte der 45-Jährige sein Auto vor ein anderes, das in Schlangenlinien unterwegs war, ließ es auffahren und bremste anschließend langsam ab, bis beide Fahrzeuge zum Stillstand kamen. Wie sich herausstellte, hatte der Fahrer des anderen Autos aus gesundheitlichen Gründen die Kontrolle über seinen Wagen verloren.

Für seine Zivilcourage wird der 45-jährige Retter als Held gefeiert - und die Schadensfrage bei seinem Auto ist auch bereits gelöst. Denn durch den Aufprall wurde das Heck seines Wagens - es handelt sich um ein Exemplar der Elektrolimousine Tesla Model S - in Mitleidenschaft gezogen.

Feuerwehreinsatz auf der A9 nach der Rettungsaktion
DPA/Steiger/Berufsfeuerwehr München

Feuerwehreinsatz auf der A9 nach der Rettungsaktion

Um die Reparatur muss sich der Mann jedoch keine Sorgen machen: Tesla-Chef Elon Musk hat die PR-Steilvorlage genutzt und persönlich verkündet, für die Kosten aufzukommen. Das teilte er auf Twitter mit:

Musk, der mit einem geschätzten Vermögen von 14 Milliarden US-Dollar zu den reichsten Menschen der Welt gehört, hatte zuletzt für Irritationen gesorgt, weil er sich im Beraterteam von US-Präsident Donald Trump engagiert und die Berufung des ehemaligen Ölkonzern-Managers Rex Tillerson zum US-Außenminister verteidigte. Tillerson zweifelt den von Menschen verursachten Klimawandel an - das passt eigentlich nicht zu den Überzeugungen des selbsterklärten Umweltschützers Musk.

bam

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 40 Beiträge
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Seite 1
a-mole 16.02.2017
1.
super. Autobesitzer glücklich, Elon/ Tesla glücklich... alle glücklich (und die Versicherung die es wahrscheinlich NICHT gezahlt hätte, ist knapp dem PR Desaster entronnen)
roughneckgermany 16.02.2017
2.
Witzigerweise: Tesla bremst VW aus. Oder auch: E-Antrieb stoppt Verbrenner.
Hamberliner 16.02.2017
3. und?
Das Auto des Schlaganfall-Patienten stand doch sowieso schon fast, es rollte mit nur noch 30 km/h, und es war nur ein PKW. In Berlin soll man eine Frau mit ihrem Auto einen BVG-Bus gestoppt haben, dessen Fahrer hinterm Lenkrad zusammengebrochen war.
MisterD 16.02.2017
4.
Ich bin sicherlich paranoid... aber dass es unter vielen Millionen PKW ausgerechnet ein Tesla S war, der da nun öffentlichkeitswirksam den Retter gespielt hat und natürlich auch gleich großzügig vom Heiland Elon entschädigt wird... naja...
Bueckstueck 16.02.2017
5. Und in Deutschland?
Man fragt sich unweigerlich wie es wohl umgekehrt gewesen wäre. Wenn der VW den Tesla hätte bremsen müssen. Wäre VW von alleine auf die idee gekommen die Reparatur zu bezahlen? Ausgerechnet jenes VW, dass seine deutschen Betrugsopfer nicht für den Betrug entschädigt weil, weil es das weder muss noch aus Angst vor Sammelklagen besser tun sollte? Natürlich ist das Tesla PR. Genau so wie es gute PR gewesen wäre, wenn VW nach dem Massenbetrug im Heimatland auch so grosszügig gewesen wäre, wie es das in den USA ist... Manche wissen eben wie mans macht und andere wissen es nicht.
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