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Ende der Abwrackprämie: Autobauer geben bis zu 42 Prozent Rabatt

20 Prozent bei Ford, knapp 30 Prozent bei Audi und über 40 Prozent bei Opel - nach dem Ende der Abwrackprämie senken Autokonzerne in Deutschland einem Magazinbericht zufolge die Preise. Experten prophezeien: Das ist erst der Anfang der Rabattschlacht.

Autopreise: Bis zu 42 Prozent Rabatt Fotos
ddp

Stuttgart - Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ist eindrucksvoll. Um noch einmal 21 Prozent sind die Zulassungszahlen für Neuwagen nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie im September gestiegen. Ein Grund sei der Auftragsüberhang nach Auslaufen der Abwrackprämie, erklärte ein VDA-Sprecher.

Doch einige Händler klagten bereits über wegbrechende Verkäufe. Diesem Trend versuchen die Autobauer mit verstärkten Rabattprogrammen zu begegnen. Wie eine Stichprobe der Fachzeitschrift "auto motor und sport" ergab, sind derzeit Nachlässe von durchschnittlich 21 Prozent möglich. In der Spitze räumen Händler sogar 42 Prozent Nachlass ein. "Der Vergleich von 60 Modellen zeigt, dass die Hersteller grundsätzlich weiter hohe Rabatte einräumen, allerdings je nach Modell stark variierend", schreibt das Blatt.

So räume Opel beim auslaufenden Astra mit bis zu 42 Prozent die mit Abstand höchsten Rabatte ein, während beim Corsa nur 21 Prozent drin sind und beim neuen Verkaufsschlager Insignia sogar nur 18 Prozent.

Die geringsten Rabatte gibt es derzeit beim Marktführer Volkswagen Chart zeigen und den Gewinnern der Abwrackprämie, den Kleinwagenherstellern Subaru und Suzuki Motor Chart zeigen. Die Asiaten gewähren derzeit nur zwölf Prozent Nachlass. Bei VW-Modellen fallen mit 13 Prozent die Nachlässe ebenfalls nicht hoch aus, wobei die Wolfsburger mit günstigen Finanzierungen und Serviceangeboten versuchen, Kunden zu locken. Ford Chart zeigen liegt dagegen mit Nachlässen von 28 und 29 Prozent deutlich über dem Durchschnitt.

Flexibel haben sich die deutschen Premiumhersteller auf die Nachfrageschwäche eingestellt. Audi Chart zeigen beispielsweise hat kräftig an der Rabattschraube gedreht und räumt beim A3 sogar 29 Prozent ein, beim A4 noch 25 Prozent. Bei BMW Chart zeigen schwanken die Vorteile zwischen 12 Prozent beim Fünfer und bis zu 21 Prozent beim Dreier. Große Unterschiede auch bei Mercedes: Bei der B-Klasse gibt Mercedes Chart zeigen nur neun Prozent, bei der C-Klasse dagegen 21 Prozent.

Autoexperten rechnen damit, dass sich der Rabattdruck in den kommenden Monaten noch verstärkt. "Wir gehen davon aus, dass die Auftragseingänge deutlich zurückgehen", erklärt der Gelsenkirchener Ökonom Ferdinand Dudenhöffer. "Im Frühjahr werden wir eine wahre Rabattschlacht im deutschen Automarkt erleben."

mik

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Forum - Autohersteller in der Rabattfalle
insgesamt 188 Beiträge
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1.
Michael Giertz, 08.10.2009
Zitat von sysopNoch zehren die Autohersteller von den Segnungen der Abwrackprämie. Die Zulassungszahlen stiegen nach Verbandsangaben im September noch einmal um 20 Prozent - nicht zuletzt, weil die Händler den Verkauf weiter durch hohe Rabatte ankurbelten.
Der Listenpreis ist bei vielen, vielen "Gebrauchswagen" (Mittelklasse, 4-Türer, Familienwagen) schlichtweg zu hoch. Vor noch ein paar Jahren hätte man sich geweigert, 30.000 Mark für einen normalen Familienwagen auszugeben, heute beginnt oftmals da erst das Segment eben dieser Wagen - 30.000 Euro wohlgemerkt. In den letzten Jahren sind die Preise für KFZ massiv in die Höhe geschossen. Die Absätze wurden allein durch Nullprozentfinanzierungsangebote und Leasing oben gehalten, direkte Käufe von Neuwagen sind für viele Leute einfach unerschwinglich geworden. Dass grad jetzt der Run losgeht, hat nicht nur was mit der Abwrackprämie zu tun, das ist oftmals nur ein "Leckerli" gewesen. Nein, die Kosten für einen Neuwagen sind zu hoch. Wenn jetzt die Rabattschlacht losgeht, hat der Bürger nicht das Gefühl zu sparen, sondern nur endlich wieder reale Preise zu bezahlen.
2.
drückerkönig, 08.10.2009
Kommt auf den Hersteller, die Vertragskonditionen (Leasing, Barzahlung etc.), die Menge und z.B. bei Mercedes, auf das Modell an.
3. Coupé Empfehlung?
3-plus-1 08.10.2009
Hm, das ist ja schön. Ich habe zwar dieses Jahr die Abwrackprämie mit einem Kia ceed_sw mitgenommen, da mein 1994er Renault 19 mit fast 300.000 km schon einige Motorprobleme zeigte und ohne Schwellerschweißen nicht mehr durch den TÜV gekommen wäre, aber wir haben ja auch noch einen Polo. Der ist zu neu zum Verschrotten, aber dieser 1.2er Benzinmotor von VW ist absolut der letzte Dreck: Verbrauchsstark und Leistungsarm und regelmäßig ist eine von diesen Zündspulenzündkerzen kaputt und muss für 70 EUR getauscht werden (Hallo? Mein Vater ist 20 Jahre mit der selben Zündspule in seinem Opel gefahren!). Da viele Nutzer absolut auf VW stehen, bekommen wir den bestimmt gut los und würden dann auf ein schickes Coupé setzen. Der Kia Forte Koup kommt ja erst mal (oder nie) nicht nach Deutschland, so dass mir nur der (eigentlich zu teure) Audi A5, der Peugeot 407 als Coupé und das schicke neue Renault Laguna Coupé einfallen. Fällt Ihnen/Euch noch mehr ein? Insbesondere wo es in verlinktem Artikel hohe Rabatte gibt? Opel, die Schnarchnasen, haben leider wieder nix in dem Segment ...
4. Wen wundert's?
Vernou, 08.10.2009
Das war doch zu erwarten! Die sog. Umweltprämie war ein reines Strohfeuer. Solange es brannte, wurden zum Teil wertvolle Wirtschaftsgüter vernichtet. Mit derartigen Rabatten fährt der Verbraucher womöglich günstiger un er kann sein altes Auto behalten. Fazit: Milliarden Steuergelder wurden sinnlos zum Fenster hinausgeworfen.
5. Audi-Stadler: "Rabatte sind Gift"
jcomo 08.10.2009
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,649378,00.html War klar dass auch er der Realität ins Auge sehen muss. Die ach so tollen Verkaufszahlen von Audi sind vor allem nur kosmetischer Natur. Jetzt nähern sich die Preise endlich wieder der Normalität an. Warum früher das nahezu selbe Modell (gilt für alle Hersteller) im Ausland bis zu 1/3 billiger war, basierte auf reiner Kundenverarsche und Abzocke. Die Deutschen lassen sich besonders gern und effektiv abzockt, gehören ja auch immer zwei dazu: Einer der die Leute Abzockt und einer der sich willig abzocken lässt und sich dabei auch noch doll vorkommt (Ich sichere Arbeitsplätze, "Premium", 'bessere' Ausstatung des 'deutschen' Modells,....) Da haben die Werbe- und Imageabteilungen in Zukunft wieder viel zu tun.
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