Verdächtige Abgaswerte Ermittler durchsuchen Daimler-Werke

In der Abgasaffäre gerät Daimler immer stärker unter Druck. Nach SPIEGEL-Informationen finden an mehreren Standorten Durchsuchungen durch externe Ermittler statt - auf Anordnung des US-Justizministeriums.

Mercedes-Stern auf dem Bahnhofsturm von Stuttgart
DPA

Mercedes-Stern auf dem Bahnhofsturm von Stuttgart


Seit dieser Woche durchsuchen Ermittler der Unternehmensberatung Deloitte Touche Tohmatsu mehrere Standorte des Daimler-Konzerns.

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Heft 18/2016
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Nach SPIEGEL-Informationen stellen die Unternehmensprüfer aus New York und Frankfurt den E-Mail-Verkehr sicher und sichten Unterlagen in der Motorenentwicklung des Werks in Sindelfingen. Auch in der Konzernzentrale sollen sie nach Hinweisen suchen, ob Daimler in seinen Dieselautos illegale Abschalteinrichtungen verwendet, um die Abgasreinigung zu manipulieren. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Ein Sprecher des Stuttgarter Konzerns bestätigte die Prüfungen. Es seien "interne Untersuchungen", die nach "Aufforderung des US-Justizministeriums" erfolgten. Man unterstütze die Ermittler bei ihrer Arbeit, so der Sprecher auf Anfrage des SPIEGEL.

Das US-Justizministerium hatte am 15. April Daimler aufgefordert, das Zustandekommen der offiziellen Abgaswerte in den Vereinigten Staaten intern und in Abstimmung mit dem US-Justizministerium zu überprüfen. In den USA waren Sammelklagen gegen Daimler wegen überhöhter Abgaswerte eingegangen. Sprecher des Unternehmens hatten diese für unbegründet erklärt.

Dieses Thema stammt aus dem neuen SPIEGEL - ab Donnerstagmorgen erhältlich.

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insgesamt 8 Beiträge
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nolabel 30.04.2016
1. Ausnahmsweise
bin ich den USA dankbar. Irgend wer muss es ja machen, wenn Dobrindt & Co nicht wollen.
südfalke 30.04.2016
2. unterirdische Berichterstattungen
Welcher Quatsch wird hier berichtet und auf welche falsche Spur soll der Leser geführt werden? Deloitte hat keine "Ermittler" sondern höchstens Berater. Diese sind durch Daimler direkt beauftragt, nicht von US-Justizministerium. Also - bitte bei der Wahrheit bleiben und den Leser nicht Singe suggerieren, die so nicht sind.
wakaba 30.04.2016
3.
Zitat von südfalkeWelcher Quatsch wird hier berichtet und auf welche falsche Spur soll der Leser geführt werden? Deloitte hat keine "Ermittler" sondern höchstens Berater. Diese sind durch Daimler direkt beauftragt, nicht von US-Justizministerium. Also - bitte bei der Wahrheit bleiben und den Leser nicht Singe suggerieren, die so nicht sind.
Die deutschen Diesel deutscher Hersteller stehen unter Generalverdacht. Hohe Literleistung, kleine Harnstofftanks, Bosch als Zulieferer sind Indizien. Das ein Verfahren läuft ist klar, MB Scapegoats sucht auch.
vegeta73 30.04.2016
4. Wer betrügt muss zahlen
alles andere ist ein total verdrehtes Rechtsempfinden
stepanus34 01.05.2016
5. Riesensauerei
Ich halte es für eine Riesensauerei dass der über Jahrzehnte größte Umweltverschmutzer der Welt, der sich bis heute um kein Klimaabkommen schert, nämlich die USA, diese Untersuchungen anführen. Frage: Warum knicken alle vor diesem Staat ein? Schweizer Banken, größte Konzerne, ganze Staaten tanzen nach der Pfeife Amerikas. Könnte der investigative SPIEGEL-Journalismus nicht einmal DAZU echte Hintergründe bringen - oder tanzen auch SIE, liebe SPIEGEL-Macher, nach dieser Pfeife? Untersuchen Sie doch bitte einmal solch komplexe Zusammenhänge ebenso engagiert wie das letzte Fußballspiel von Manchester oder die Äußerungen von Uli Hoeneß. Dafür wären Ihnen sicher viele Menschen dankbar. LG
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