Elektromobil Hiriko: Klappt ganz gut

Elektroauto Hiriko: Zum Parken bitte falten Fotos
Hiriko

Hoffnung für Städter: Der Hiriko-City-Flitzer könnte die Parkplatzsuche deutlich entspannen. Der Clou: Das Elektroauto lässt sich per Knopfdruck auf eine Länge von 1,5 Meter zusammenfalten und dank Vierradlenkung perfekt in die Lücke zirkeln. Spinnerei? Nein, die Testproduktion ist angelaufen.

Parkraum ist in Städten ein knappes Gut. Große Limousinen, SUVs und Kombis stellen die Parkflächen zu. Selig, wer einen kleinen Smart fährt. Noch seliger, wer vielleicht in Zukunft das Elektromobil Hiriko fährt - der ist mit 2,5 Metern Länge eh schon klein - lässt sich aber vor dem Einparken noch mal weiter zusammenfalten. Dann misst er nur noch anderthalb Meter Länge.

Das tropfenförmige Gefährt mit Vierradlenkung ist ein Gemeinschaftsprojekt des renomierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) und des spanischen Innovationszentrums Denokinn und wurde im spanischen Baskenland entwickelt. Bereits 2010 wurde der Faltzwerg der Öffentlichkeit vorgestellt. Wie die Internetseite Car Design News berichtet, soll nun die Testproduktion von drei Fahrzeugen beendet sein.

Den Angaben nach soll die Serienversion des Zweisitzers weniger als 500 Kilogramm wiegen und mit einer Lithium-Ionen-Batterie ausgestattet sein. Die Kapazität des Stromspeichers soll für eine Distanz von 120 Kilometern reichen. Landstraßen und Autobahnen sind mit dem Hiriko allerdings tabu, denn die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 50 km/h.

Der Preis wird nach Herstellerangaben bei etwa 12.500 Euro für private Käufer liegen. Vor allem soll der Kleinstwagen aber im Carsharing zum Einsatz kommen. Der Marktstart ist für 2013 geplant.

Ganz neu ist die Idee des faltbaren Autos jedoch nicht. Bereits 1992 zeigte etwa Renault auf dem Pariser Autosalon die Studie Zoomer. Auch dieser Stromer ließ sich zum Parken auf eine Länge von rund 1,5 Meter zusammenfalten.

rom

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insgesamt 67 Beiträge
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1. Ich versteh es nicht...
cor 29.08.2012
Warum muss eigentlich jedes dieser neuen Elektromobile so abgrundtief hässlich sein?
2. furchtbar
hansdampf1337 29.08.2012
Warum kommen bei innovativen Konzepten immer so abartig häßliche Fahrzeuge raus?
3.
bartholomew_simpson 29.08.2012
Eine pfiffige Sache. In Loriots Cartoons ließen sich damals Kleinstwägen bereits auf Aktenkoffergröße zusammenfalten;-)
4. 500 Kilo?
hanfiey 29.08.2012
Ja sie Batterien wiegen wohl das meiste, aber für die Größe völlig inakzeptabel. Die Batterien müssen noch leistungsfähiger werden und die restlichen Autos sparsamer. Warum werden überhaupt noch Spritschleudern von bis zu 8 Litern gebaut?. Mehr als 3,5/100Km wäre nicht nötig.
5. Kaufen kann man den schon....
joG 29.08.2012
....nur Gnade Einem Gott, wenn ein Bentley drüber fährt.
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Welche Typen von Elektroautos gibt es?
Reiner Elektroantrieb
Diese Fahrzeuge haben keinen klassischen Antriebsstrang mehr, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt. Stattdessen sind in den Radnaben Elektromotoren, die Energie kommt aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versorgt, wenn der Akku leer ist.

Beispiele: Tesla Roadster, Chevy Volt/Opel Ampera, Think City
Hybridantrieb
Hybridautos haben zusätzlich zum klassischen Verbrennungsmotor einen Akku an Bord. Wenn der leer ist, springt der Benziner an. Eine Variante sind sogenannte Mild-Hybrid-Systeme, bei denen der Stromantrieb nur parallel unterstützend läuft, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird in der Regel durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen. Zukünftige Hybridfahrzeuge sollen aber auch an der Steckdose aufladbar sein.

Beispiele: Toyota Prius, Honda Civic, Honda Insight
Brennstoffzellenantrieb
Bei diesen Fahrzeugen tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen ist die Infrastruktur für den Wasserstoff eine ungelöste Frage. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite.

Beispiele: Honda FCX Clarity, Hamburger Nahverkehrsbusse (Mercedes-Benz)
Range Extender
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos haben Range Extender einen Verbrennungsmotor an Bord, der anspringt, wenn die Ladung der Batterie zur Neige geht. Vorteil: Die Reichweite steigt auf das Niveau eines Autos mit konventionellem Antrieb. Vorreiter dieser Spezies ist der Opel Ampera, der die Kraft des Verbrenners aber auch nutzt, wenn die volle Leistung zum Beispiel auf der Autobahn abgerufen wird.

Beispiele: Opel Ampera
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