Beitragserhöhungen Experten rechnen mit teureren Kfz-Versicherungen

Viele Anbieter von Autoversicherungen werden in diesem Jahr ihre Beiträge erhöhen. Davon geht der Bund der Versicherten aus. Wer zu einer anderen Gesellschaft wechseln will, sollte jetzt die Chance nutzen.

Kfz-Versicherung: "Der Verbraucher wird oftmals draufzahlen"
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Kfz-Versicherung: "Der Verbraucher wird oftmals draufzahlen"


Berlin/Köln - Autofahrer müssen sich in diesem Herbst auf Preiserhöhungen bei den Kfz-Versicherungen einstellen. "Es geht in der Regel nach oben mit den Beiträgen", sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten in Berlin. "Einige Versicherungen werden teurer, der Verbraucher wird oftmals draufzahlen."

Die Versicherer hatten sich mit ihren Kfz-Policen viele Jahre einen Preiskampf geliefert, der immer unwirtschaftlicher wurde. Darum werden die Versicherungen nun wieder zunehmend teurer. "Wenn man eine Erhöhung bekommt, sollte man sich nach einem anderen Anbieter umschauen." Allerdings müsse darauf geachtet werden, dass dieser auch die gleiche Leistung bietet.

Jeder achte Autofahrer will wechseln

Nach einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Heute und Morgen will jeder achte Autofahrer (13 Prozent) in diesem Herbst seinen Autoversicherer wechseln. Jeder Fünfte (20) ist noch unentschlossen. Drei Viertel der Befragten (74) haben schon einmal ihren Anbieter gewechselt. Im Auftrag der LVM Versicherung befragte das Marktforschungsinstitut im August 2013 online 1192 Menschen zwischen 18 und 65 Jahren.

Stichtag für einen Wechsel der Autoversicherung ist jedes Jahr der 30. November. Informiert der Versicherer erst nach diesem Datum über eine Beitragserhöhung, besteht für Kunden laut Bianca Boss vom Bund der Versicherten eine außerordentliche Kündigungsfrist.

cst/dpa

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insgesamt 42 Beiträge
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Leser161 24.09.2013
1. Krack!
Bzw. im Gegensatz zum Bild in der Werbung arbeiten die Menschenfreude von Carglas eben nicht umsonst. Die kriegen ihr Geld von der Versicherung. Und die kriegt ihr Geld vom Versicherungsnehmer. Also immer schön weiter jeden Fliegeeinschlag für lau reparieren lassen, die Wirtschaft muss ja angekurbelt werden! :P
MtSchiara 24.09.2013
2. offizielle Gründe für Preiserhöhungen lassen sich immer finden
Zitat von sysopDPAViele Anbieter von Autoversicherungen werden in diesem Jahr ihre Beiträge erhöhen. Davon geht der Bund der Versicherten aus. Wer zu einer anderen Gesellschaft wechseln will, sollte jetzt die Chance nutzen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/experten-rechnen-mit-teureren-kfz-versicherungen-a-924273.html
Warum sollte jemand "jetzt" die Chance nutzen? Wer erfährt, daß er mehr bezahlen muß, hat immer noch Zeit genug, Preise zu vergleichen. Und offizielle Gründe für Preiserhöhungen lassen sich immer finden. Tatsächliche Gründe können auch ganz wo anders liegen: vielleicht haben die Versicherungen sich ja auch bei ihren Geldanlagen verzockt (Lehman-Pleite, Griechische Staatsanleihen) und versuchen diese Verluste nun über die Autofahrer zu sozialisieren. Oder die Abwrackprämie schlägt zu Buche: denn sie verjüngt die Fahrzeugflotte und erhöht so den durchschnittlichen maximalen Preis, den Versicherungen bereit sind, dem Geschädigten unabhängig vom tatsächlichen Schaden zu zahlen. Denn Versicherungen zahlen Geschädigten maximal den Preis, den diese erhalten würden, wenn sie ihr Fahrzeug verkaufen würden. Wenn jemand allerdings sein Auto nicht verkaufen will (eigentlich das gute Recht eines Eigentümers), bleibt er auf den darüber hinausgehenden Kosten sitzen. Nach dieser Masche können Versicherungen bei älteren Autos Geld zu Lasten der Eigentümer sparen, ohne daß sie den Besitzern dieser Autos als Kompensation günstigere Tarife anbieten.
#Nachgedacht 24.09.2013
3. Alle Jahre wieder!
Zitat von sysopDPAViele Anbieter von Autoversicherungen werden in diesem Jahr ihre Beiträge erhöhen. Davon geht der Bund der Versicherten aus. Wer zu einer anderen Gesellschaft wechseln will, sollte jetzt die Chance nutzen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/experten-rechnen-mit-teureren-kfz-versicherungen-a-924273.html
Das ist nicht neu und genau so wenig neu ist die immer wiederkehrende Begründung. Kurioser Weise führt das dazu, das man bei sinkenden % trotzdem wachsende Versicherungsbeiträge zahlt. Wer ein älteres Auto fährt kann inzwischen schon mal locker das 3-4 fache des Zeitwertes bezahlen. Hier verdienen die Versicherer sehr gut! Irgendetwas am System der Autoversicherung ist faul. Natürlich weiß man was aber es ist einfaher den Leuten jedes Jahr die gleiche Geschichte zu erzählen und einen Wechsel nahe zu legen. Kommt insbesondere den Versichern zu Gute, wenn man einen Unfall hatte, dann wird bei der Rückstufung auch gern mal ein Jahr dazugerechnet.! Wann gibt es endlich Policen die den Wert des Autos mitbeinhalten? Der Absatz der Autoindustrie würe spürbar höher liegen müßten nicht die Besitzer der Autos ihren PKW ein 2. Mal an die Versicherung bezahlen. Wer behauptet das er damit nichts verdient lügt! #Nachgedacht
inovatech 24.09.2013
4. Logisch
solange Autoreparaturfirmen überzogene Kosten geltend machen, "Sachverständige" das Spiel mitspielen ist das klar.... Ich könnte alleine aus meinem Umfeld mehrere dubiose Fälle berichten wo die Firmen die Versicherung geschröpft haben - auf Kostend er Allgemeinheit (der anderen Versicherten) selbstverständlich.
guteronkel 24.09.2013
5. optional
Oh ja, die Versicherungen. Schlimmer ist doch unser Staat. Da hat er uns diese EU-Scheiße eingebrockt und tut so, als ob nichts schlechter werden würde. So mir geschehen: Ausländischer LKW hinten draufgekracht-mein Auto dem Vordermann draufgeschoben. Polizei, grüne Versicherungskarte-alles i.O. . Jetzt geht es aber los. Grüne karte Büro kontaktiert um Deutschlandrepräsentanz zu erfahren, ewig langer Emailverkehr mit Deutschlandrepräsentanz des ausl. Versicherungsunternehmens, Erlaubnis bekommen einen Gutachter einzuschalten, Gutachten machen lassen und Deutschlandrepräsentanz übermittelt: Jetzt ist erst mal Pause. Und da behaupten unsere Politiker: Es wird nichts schlechter als es zuvor waren? Da bin ich aber inzwischen nicht nur bei den Renten anderer Meinung.
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