Fahrerloses Auto Forscher testen "Spirit of Berlin"

Von außen sieht er aus wie ein normaler Mittelklasse-Wagen – doch innen steckt die Technik der Zukunft. In Berlin stellten Forscher ein Roboterauto vor, das sich vollständig vom Computer steuern lässt. Besonders schnell ist das Gefährt bislang noch nicht.


Berlin - Testfahrt gelungen: Der Mini-Van "Spirit of Berlin" erreichte eine Geschwindigkeit von bis zu 30 km/h, als ihn Informatiker der Freien Universität Berlin (FU) vorstellten. In Zukunft sollen die Autos zum Beispiel bei der Polizei und in der Sicherheitsbranche eingesetzt werden - als eine Art Roboter- Patrouille auf vier Rädern.

Mit Lasersensoren, Videokameras und Navigationssystem kann ein Computer auf Verkehrssituationen reagieren und den Wagen lenken, beschleunigen oder bremsen. Kombinierte Sensoren erkennen andere Autos, Radfahrer oder Passanten auf der Straße. Wenn die Spezialtechnik ausgeschaltet ist, lässt sich "Spirit of Berlin" wie jedes andere Auto auch von Menschenhand bedienen. "Für den Privatgebrauch im Stadtverkehr wird dieses Auto in naher Zukunft aber noch nicht geeignet sein", sagte FU-Sprecherin Kerrin Zielke.

In einigen Jahren soll eine Weiterentwicklung des Mini-Vans rote Ampeln oder Verkehrsschilder erkennen können - und laut Zielke bis zu 60 km/h schnell sein. Von neu entwickelten Fahrerassistenzsystemen könnten alle Autofahrer profitieren.

Bei der Entwicklung des Prototyps wurden die Tüftler des FU- Informatik-Instituts von der Berliner Polizei, der Fraunhofer- Gesellschaft, IBM und Microsoft unterstützt. Die Informatiker um Professor Raúl Rojas entwickelten zuvor Fußball spielende Roboter als Beispiel für die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz. Die "FU Fighters" wurden bei der Roboter-WM bereits zwei Mal Weltmeister.

sto/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.