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Vorgaben für Radwegbenutzung: Bundesrat verschärft Regeln für Fahrradfahrer

Eindeutiger Hinweis: Fahrradwege mit diesem Schild müssen benutzt werden Zur Großansicht
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Eindeutiger Hinweis: Fahrradwege mit diesem Schild müssen benutzt werden

Wer als Fahrradfahrer auf der falschen Radwegseite unterwegs war, blieb unter bestimmten Umständen bisher von einer Strafe verschont. Grund dafür war eine Gesetzeslücke. Diese ist nun geschlossen worden.

Hamburg - Fahrradfahrer, die den Radweg auf der falschen Straßenseite nutzen, müssen künftig wieder mit einem Bußgeld von bis zu 35 Euro rechnen. Das Bundesverkehrsministerium bestätigte am Freitag einen Bericht der "Saarbrücker Zeitung". Eine entsprechende Regelung sei im April 2013 versehentlich gestrichen und jetzt wieder eingeführt worden.

Konkret geht es um Fälle, in dem Radfahrer den Radweg auf der linken Straßenseite benutzen, obwohl in ihrer Fahrtrichtung - rechts der Fahrbahn - ebenfalls ein sogenannter nicht benutzungspflichtiger Radweg zur Verfügung steht. Dieser Tatbestand war seit fünf Jahren nicht mehr geregelt. Jetzt droht wieder ein Bußgeld von mindestens 20 Euro, das im Fall einer Sachbeschädigung auf 35 Euro ansteigen kann.

Nicht benutzungspflichtige Radwege sind meist in Städten eng an der Fahrbahn angelegt und haben kein blaues Schild.

Die überarbeitete Verordnung wurde bereits in der vergangenen Woche vom Bundesrat beschlossen und das Verkehrsministerium erhob keine Einwände dagegen. In der Drucksache der Länderkammer heißt es zur Begründung: "Das Befahren von Radwegen in nicht zulässiger Richtung ist ein oft vorkommendes Fehlverhalten mit hohem Unfallrisiko und Gefahrenpotenzial."

mhu/dpa

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insgesamt 246 Beiträge
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1. Ein Problem
danielc. 26.09.2014
Wenn alle Radwege zum Befahren geeignet wären, gäbe es die Versuchung in falscher Richtung wohl weniger. Teilweise erlebe ich leider Radwege, die kaum breiter als die Begrenzungsstreifen sind. Natürlich ohne bauliche Trennung zur Straße. Sicher fühle ich mich darauf nicht.
2.
Rosenblüte 26.09.2014
Was ist denn das für eine komische Regelung? Es gibt da einen nicht benutzungspflichtigen Radweg auf der anderen Straßenseite, aber wenn man den nicht benutzt, muss man Strafe zahlen. Verstehe ich das richtig? Was ist eigentlich der Unterschied zwischen benutzungspflichtigen und nicht benutzungspflichtigen Radwegen?
3. Richtig
Bundeskanzler20XX 26.09.2014
Das ist durchaus eine Richtige Entscheidung. Letztlich bringt es zum Vermeiden von Unfällen aber kaum etwas da die wenigsten Radler erwischt werden und wenn es knallt ist es zu spät. Genau wie bei Fußgängern muss mehr Vernunft einkehren, dann könnte man unzählige Unfälle vermeiden. Ein einzelner Fehler reich nur selten für einen Unfall, in der Regel haben alle Beteiligten einen Fehler gemacht.
4.
Boandlgramer 26.09.2014
Zitat von danielc.Wenn alle Radwege zum Befahren geeignet wären, gäbe es die Versuchung in falscher Richtung wohl weniger. Teilweise erlebe ich leider Radwege, die kaum breiter als die Begrenzungsstreifen sind. Natürlich ohne bauliche Trennung zur Straße. Sicher fühle ich mich darauf nicht.
Wenn Sie sich im Straßenverkehr sicher fühlen, sind Sie ein Teil des Problems und nicht der Lösung. Kinder und Alte genießen besonderen Schutz - aber alle anderen sollen - verflucht nochmal - ordentlich Angst haben, denn offenbar erhält nur das die Aufmerksamkeit aufrecht, die zur Teilnahme am modernen Straßenverkehr unabdingbar ist.
5. no title
Toe Jam 26.09.2014
Die Radwege bzw. das Radwegenetz sind in den meisten deutschen Städten eine Katastrophe, man muss schon teilweise die falsche Seite benutzen, wenn man nicht über den Haufen gefahren oder unglaubliche Wartezeiten in Kauf nehmen will.
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