Fehler bei Alkotestgeräten Russland hebt Null-Promille-Grenze auf

Russland kassiert die Null-Promille-Grenze. Künftig ist ein Wert von 0,16 Promille in der ausgeatmeten Luft zulässig. Der Grund für die Gesetzesänderung sind ungenaue Messgeräte.

Kontrolle: Polizisten messen den Alkoholgehalt in Russland
REUTERS

Kontrolle: Polizisten messen den Alkoholgehalt in Russland


Moskau - In Russland galt bislang ein striktes Alkoholverbot am Steuer. Das hat Kreml-Chef Wladimir Putin jetzt geändert. Nach Beschwerden über Fehler bei Alkotestgeräten hebt die Regierung die Null-Promille-Grenze wieder auf. Künftig ist ein Wert von 0,16 Promille in der Atemluft zulässig, berichtet die Regierungszeitung "Rossijskaja Gaseta".

2012 verloren mehr als 400.000 Menschen wegen Trunkenheit am Steuer ihren Führerschein - viele von ihnen aber zu Unrecht. Obwohl sie nüchtern waren, hätten falsch geeichte Testgeräte einen Alkoholwert angezeigt, berichtet das Blatt.

Gleichzeitig hat Russland die Strafen für Fahrten unter Alkoholeinfluss erhöht. Wie der "Russia & India Report" unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Itar Tass auf seiner Internetseite berichtet, mussten erwischte Verkehrsteilnehmer bislang nur mit einem Fahrverbot rechnen. Künftig soll der erste Verstoß mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 755 Euro geahndet werden. Außerdem droht ein Führerscheinentzug von 18 bis 24 Monaten.

Wer ein zweites Mal mit Alkohol am Steuer erwischt wird, muss seine Fahrerlaubnis für drei Jahre abgeben und eine Strafe in Höhe von etwa 1150 Euro zahlen.

rom/dpa



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