Ferrari California Ganz was Feines

Die anstehenden Präsentation eines neuen Modells sorgt bereits seit Wochen für Unruhe unter Ferraristi. Nun sind die ersten offiziellen Fotos des Autos da: Die Fiat-Tochter aus Maranello veröffentlichte einige Ansichten des Ferrari California.


Erstmals präsentiert Ferrari ein neues Modell, das ausschließlich als Cabrio mit klappbarem Hardtop angeboten wird. Der Gran Turismo mit dem gänzlich unitalienischen Namen California wird auf dem Autosalon in Paris Ende September erstmals öffentlich enthüllt. Zuvor will Maranello häppchenweise Informationen über das neue Modell unters Fan-Volk bringen, um den Hype zu schüren.

"In Deutschland wird man den Ferrari California am 5. Oktober erstmals kurz auf der Piste erleben", sagt die deutsche Ferrari-Sprecherin. "Im Rahmen der Ferrari Racing Days auf dem Nürburgring soll die Fahrpremiere stattfinden." Dann dürfte auch der letzte potenzielle Interessent mitbekommen haben, dass es für den Sommer 2009 ein neues Cabrio gibt.

Es wird das erste Achtzylinder-Modell in der inzwischen 61-jährigen Geschichte der Marke sein, das als Front-Mittelmotor-Fahrzeug konzipiert ist. Das bedeutet, dass die Maschine hinter der Frontachse, aber vor dem Fahrer platziert ist. Das V8-Aggregat wird mit einem Hubraum von 4,3 Liter antreten und eine Leistung von 460 PS mobilisieren. Es sei optimiert "in Bezug auf Motordynamik und Fahrvergnügen" heißt es etwas holprig in der ersten Pressemitteilung zum neuen Auto.

Anders ausgedrückt: Der Spurt von 0 auf Tempo 100 soll in weniger als vier Sekunden gelingen. Dabei helfen wird unter anderem ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, das zur besseren Gewichtsverteilung und Balance des Wagens an der Hinterachse eingebaut wird. Transaxle-Bauprinzip heißt dies in der Fachsprache - also Motor vorn und Getriebe hinten.

Serienmäßig an Bord sein werden laut Ferrari die F1-Trac genannte Traktionskontrolle sowie eine Brembo-Bremsanlage mit Scheiben aus Karbon-Keramik. Man werde, heißt es in der Mitteilung weiter, die "relative CO2-Emission innerhalb der 310 Gramm-pro-Kilometer-Grenze halten". Von einer solchen Grenze ist außerhalb des Ferrari-Universum zwar nichts bekannt, aber fest steht ohnehin, dass die Modelle aus Maranello weder zum Sparen noch zum Umweltschützen entwickelt werden.

Müder Anfang, aber ein gewitztes Ende

Optisch fällt der neue Ferrari California durch eine betont ruhig gehaltene Frontpartie auf, die eher schläfrig als aggressiv aussieht. Richtig Leben in die Form kommt dann an den Flanken, wo ein kecker Schwung den Wagen elegant aussehen lässt.

Der Preis für das Auto ist noch geheim. Aber irgendwo in der Region zwischen dem F 430 Spider, der gut 165.000 Euro kostet, und dem Zwölfzylindermodell 599 GTB Fiorano, der ab 207.000 Euro in der Liste steht, wird wohl der kommende California rangieren. Vermutlich lässt das Herzklopfen bei den meisten Fans nun etwas nach - und das bei einigen gelangweilten Milllionären setzt ein.

jüp



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