Feuergefahr Chrysler ruft 480.000 Geländewagen in die Werkstatt

Neuer Rückschlag für Chrysler: Wegen Feuergefahr ruft der US-Autohersteller fast 480.000 schwere Geländewagen zurück. In mehreren Autos war in der Klimaanlage Feuer ausgebrochen.


Detroit - Das angeschlagene US-Tochterunternehmen von DaimlerChrysler erklärte gestern Abend, es habe Berichte über Dutzende von Fällen erhalten, in denen ein Geländewagen vom Typ Dodge Durango oder Jeep Liberty Feuer gefangen habe. Nun würden insgesamt fast 480.000 Autos dieser Typen zurückgerufen. Außerdem würden die Besitzer von mehr als 10.000 Limousinen des neuen Typs Dodge Avenger aufgefordert, an ihren Fahrzeugen die Türklinken überprüfen zu lassen.

Wegen gefährlicher Klimaanlage in die Werkstatt: Dodge Durango
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Wegen gefährlicher Klimaanlage in die Werkstatt: Dodge Durango

Eine Chrysler-Sprecherin sagte, beim Dodge Durango seien 66 Brandfälle gemeldet worden, beim Jeep Liberty zwölf Brände. In zwei Fällen hätten Jeep-Fahrer kleinere Verbrennungen erlitten, nachdem wegen eines Ventilators der Klimaanlage Feuer ausgebrochen sei. In Durango-Geländewagen sei niemand verletzt worden. Verkehrsunfälle habe es wegen der Brände nicht gegeben. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hatte wegen der Brandfälle im vergangenen Jahr eine Sicherheitsuntersuchung der beiden Modelle eingeleitet.

Chrysler will mit dem Abbau von 13.000 Stellen die Rückkehr in die Gewinnzone schaffen. DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche hatte Mitte Februar angekündigt, alle Optionen zu prüfen, um die Zukunftsaussichten für Chrysler und den Konzern zu verbessern. Damit hatte er erstmals eine Abtrennung oder einen Verkauf von Chrysler offen in Erwägung gezogen. Seitdem haben mehrere Investoren ihr Interesse bekundet.

phw/reuters



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