Möglicher Defekt beim Seitenairbag Jeep ruft fast 230.000 SUVs zurück

Jeep ordert weltweit rund 230.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen ist ausschließlich das Modell Cherokee. Wie viele andere Autobauer kämpft der US-Hersteller mit Problemen beim Airbag.

Jeep Cherokee: Seitenairbag kann ungewollt auslösen
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Jeep Cherokee: Seitenairbag kann ungewollt auslösen


Detroit - Der Autohersteller Jeep ruft wegen möglicher technischer Probleme mit den Seitenairbags weltweit Geländewagen zurück. Bei insgesamt 228.181 Jeep Cherokee aus den Baujahren 2014 und 2015 solle ein Software-Upgrade durchgeführt werden, teilte das Unternehmen mit.

Ein Großteil des Rückrufs betrifft die USA. Gut 168.000 Fahrzeuge müssen dort in die Werkstätten. Wie viele Autos in Deutschland betroffen sind, ist derzeit noch unklar.

Jeep gehört zum Konzern Fiat Chrysler (FCA). Das Unternehmen spricht von einer kleinen Anzahl an Fahrzeugen, bei denen versehentlich der Seitenairbag ausgelöst habe. Das Problem sei in extremen Fahrmanövern aufgetreten, wenn Fahrer den Lenkwinkel drastisch veränderten. Kanadischen Sicherheitsbehörden zufolge tritt das Problem überwiegend im Gelände auf. Das unbeabsichtigte Auslösen des Seitenairbags könne den Fahrer erschrecken und so zu einem Unfall führen. Der Konzern wisse aber von keinen Unfällen im Zusammenhang mit dem Problem.

Jeep-Händler würden bei den betroffenen Fahrzeugen die Software neu einstellen. Dabei werde der Grenzwert zum Auslösen des Seitenairbags erhöht, heißt es.

Erst am Wochenende mussten die Autohersteller Toyota, Honda und Chrysler wegen möglicher Airbag-Probleme in den USA mehr als zwei Millionen Fahrzeuge zurückrufen.

smh/dpa/AP

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
politisch_nicht_korrekt 03.02.2015
1. Ja wo sind sie denn?
Ja wo sind sie denn, die ganzen Verfechter der US-amerikanischen Automobile, die sofort Ihren Senf dazu geben, wenn ein deutscher Hersteller einen Rückruf durchführt? Die Wahrheit ist doch, dass bei der Komplexität des Produkts so etwas jedem Hersteller passieren kann.
huettenfreak 03.02.2015
2. Klar kann das jedem Hersteller passieren!
Darum ist ja auch das ganze Geschwurbel von Premium und Nichtpremium absoluter Käse. Ist überall dasselbe drin.
üpoiu 03.02.2015
3.
Nur manche Hersteller rufen die Fahrzeuge nicht zurück, wenn sie nicht gezwungen werden, da kommen dann so lustige Sachen dabei heraus, wie z.B. dass VW gezwungen wird in China Autos zurückzurufen, in Deutschland aber wegen dem gleichen Defekt nichts passiert.
JeeperWH 03.02.2015
4.
Zitat von politisch_nicht_korrektJa wo sind sie denn, die ganzen Verfechter der US-amerikanischen Automobile, die sofort Ihren Senf dazu geben, wenn ein deutscher Hersteller einen Rückruf durchführt? Die Wahrheit ist doch, dass bei der Komplexität des Produkts so etwas jedem Hersteller passieren kann.
Ja, nur rufen Hersteller wie Toyota oder Chrysler eben zurück, und vertuschen ihre Konstruktionsfehler nicht mit sogenannten „Service-Aktionen“ während der Inspektion. Als wir noch VW T5 als Großraumtaxis hatten, sind bei einem Fahrzeug auf 200.000 km vier DSG-Getriebe fällig geworden. Nach dem ersten Getriebe hieß es: „Das 7-Gang-DSG ist halt neu, da kann sowas mal vorkommen.“ Nach dem zweiten Getriebe hieß es: „Das ist halt der harte Taxibetrieb mit viel Stadtverkehr.“ Nach dem dritten Getriebe hieß es: „Sie überbeanspruchen die Fahrzeuge total …“ Ja, nee, ist klaa … Wenn die bei VW eine Nutzfahrzeugfamilie entwickeln, kommt bestimmt niemand auf die Idee, dass der Kunde mit den Kisten auch arbeiten muss. Und wer rechnet schon bei einem Großraumtaxi mit viel Stadtverkehr und 8 Personen plus Gepäck. Sowas gibt’s doch garnich! Kommt davon, wenn man mehr mit dem Rotstift als mit Verstand entwickelt und die Zulieferer unter Preisdruck setzt. Der Neuwagenkunde kann sich immerhin auf Garantie berufen. Die Zeche zahlt nach drei bis fünf Jahren der Gebrauchtwagenkäufer, der für günstigen Kurs die Leasing-Schlampe kauft …
oesi_in_de 03.02.2015
5. @JeeperWH
wie alle anderen auch rufen Toyota, Chrysler und Co dann zurück, wenn sie von den jeweiligen Behörden gezwungen werden. Sie sollten ihre Kritik also an das KBA richten hierzulande für mehr Rückrufe zu sorgen. Die NHTSA macht das schon ganz ordentlich und mit allen Herstellern oder wollen Sie jetzt behaupten die würden VW und Co einfach so unbeobachtet lassen?
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