Fisker Coachbuild: Supersportwagen aus Südkalifornien

Zahlreiche Autofirmen schwächeln, kleinere Marken werden von großen Konzernen einfach geschluckt. In diesem rauen Klima wagen ein Däne und ein Deutscher jetzt etwas Außergewöhnliches: Sie haben in den USA eine neue Autofirma gegründet, das Unternehmen Fisker Coachbuild.

Henrik Fisker: Namensgeber der neuen Automarke Fisker Coachbuild

Henrik Fisker: Namensgeber der neuen Automarke Fisker Coachbuild

Henrik Fisker, 41, und Bernard Koehler, 40, sind im besten Alter für Gründerväter. Vor allem verfügen beide über eine Menge Erfahrung in der Autoindustrie, und die soll ihnen jetzt zugute kommen. Der Däne Fisker und der Deutsche Koehler haben die neue Automarke Fisker Coachbuild gegründet. Das Unternehmen befindet sich in Privatbesitz der beiden Gründer - finanziell unterstützt von "einer Gruppe von internationalen Investoren", wie es in der ersten Mitteilung der jungen Firma heißt.

"Unser erstes Auto wird ein Sportwagen sein", sagte Bernhard Koehler SPIEGEL ONLINE. Genauer: ein "exklusiver Highend-Sportwagen". Dass dieses Marktsegement bereits dicht befahren ist von Autos der Marken Porsche, Ferrari, Maserati, Aston Martin, Jaguar, Bentley, Lamborghini und demnächst auch Bugatti, lässt Koehler kalt. "Der Markt ist immer offen für exzellente Produkte, und unser Fahrzeug wird in Design und Qualität keine Fragen offen lassen."

Von jeder Baureihe der Marke Fisker Coachbuild sollen lediglich 150 Exemplare gefertigt werden, um Exklusivität zu gewährleisten. Technische Einzelheiten halten die beiden Firmengründer noch geheim, vor allem jene Information, woher sie zum Beispiel die Motoren oder das Fahrwerk beziehen werden. Fest steht allerdings bereits der Preisrahmen, in dem sich die Fisker-Fahrzeuge bewegen werden. Koehler: "Die ersten Modelle werden zwischen 180.000 und 250.000 Dollar kosten."

Ex-Aston-Martin-Designer Fisker: Sein letztes großes Projekt, der Aston Martin AMV8 Vantage
AP

Ex-Aston-Martin-Designer Fisker: Sein letztes großes Projekt, der Aston Martin AMV8 Vantage

Das erste Modell soll Ende des Jahres enthüllt werden. Dann wird eine Tour de Force über alle Kontinente beginnen, auf der potenzielle Kunden angesprochen und geworben werden sollen. Der Fertigungsbeginn schließlich soll "im zweiten Quartal 2006" anlaufen. Dabei wird alles auf eine besonders schlanke Produktion ausgelegt. Koehler orakelt: "Unser Entwicklungs- und Produktionsprozess ist ein neuer Weg, Autos zu bauen. Wir werden deshalb weniger Kapazitäten benötigen als bei herkömmlichen Methoden der Sportwagenfertigung."

Ausreichend Erfahrung aus der Autobranche bringen die Macher der neuen Marke mit. Henrik Fisker arbeitete als Designer bei BMW, wo er unter anderem das Karosseriedesign des Z8 entwarf. Später wechselte er zur BMW-Tochter Designworks USA, danach zu Ford und schließlich zu Aston Martin, wo er für die Gestaltung des DB-9 verantwortlich war. Zuletzt war er Direktor des Global Advanced Design Studios von Ford in Kalifornien. Während dieser Karriere lernte Fisker seinen Kompagnon Koehler kennen, der zuletzt "Director of Business and Operations" eben bei jenem kalifornischen Ford-Studio war und zuvor ebenfalls bei BMW, Designworks USA und Aston Martin beschäftigt war.

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