Hamburg - Im Herbst 2012 startet der internationale Automobilverband Fia seine E-Auto-Rennserie. "Wir werden Ende des Jahres ein erstes Formula-E-Rennen veranstalten", kündigt Burkhard Göschel im Interview mit dem Branchen-Wirtschaftsmagazin "Automobil Produktion" an. Göschel ist Chef der "Electrical New Energy Championship Comission" (ENECC) und ehemaliger BMW-Vorstand. Weitere Rennen sollen 2013 folgen, das erste Meisterschaftsjahr sei für 2014 geplant.
Laut Göschel soll die Formula-E eine junge Zielgruppe haben und viel Show bieten: "So etwas wie ein Snowboard-Event" schwebt ihm vor. Für das Thema Elektromobilität verspricht er sich durch die Rennen "mehr Emotionalität".
Geplant sei, 24 Autos an den Start zu schicken. Pro Rennen seien aufgrund der Speicherkapazität der Akkus mehrere Durchgänge mit je einer Dauer von 15 bis 20 Minuten vorgesehen.
Verfolgungsjagden durch die City
Der Austragungsmodus folge einem K.o.-System, in dem nach jeder Runde Teilnehmer ausscheiden. "Mit diesem Verfahren wird das Event für die Zuschauer attraktiver", so Göschel. Einzige Richtlinie der E-Fahrzeug-Rennserie sei das festgelegte Batteriegewicht sowie das Fahrzeug-Gesamtgewicht. Ansonsten lässt Göschel den Teams Spielräume: "Dieser Ansatz wurde bewusst gewählt, um die Technologie der Elektromobilität voranzutreiben."
Ein Austragungsort für die Formula-E könnte laut Göschel Monte Carlo sein. Grundsätzlich sollen die weltweiten Veranstaltungen "sehr stadtnah sein oder teilweise auch in den Innenstädten stattfinden".
cst/sid
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