Empfehlungen fürs Smartphone: Fünf Apps für Autofahrer

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Illustration: Autos und Smartphone-Programme passen gut zusammen Zur Großansicht
Corbis

Illustration: Autos und Smartphone-Programme passen gut zusammen

Wer Ersatzteile für seinen Wagen sucht, für die Führerscheinprüfung büffelt oder mit Autowissen angeben will, kann dazu Apps zu Hilfe nehmen. Auf dem Smartphone gibt es zahlreiche Angebote für Autofahrer. Fünf Empfehlungen.

Ebay Motors: Praktisch für den auktionssüchtigen Autonerd Zur Großansicht
Ebay

Ebay Motors: Praktisch für den auktionssüchtigen Autonerd

eBay Motors (nur für iOS)

Wer häufig auf eBay nach Autos oder Ersatzteilen sucht, sollte sich diese App anschauen. Sie sortiert die Angebote nach Marke und Modell. Außerdem zeigt das Programm spezifische Ersatzteile für den jeweiligen Wagen an. Um die zu finden, legt man am besten in der sogenannten Garage das eigene Fahrzeugmodell mit dem jeweiligen Baujahr an. Alle Teile werden dann gesammelt angezeigt - unsere Stichprobe ergab für einen 97er Opel Corsa insgesamt rund 40.000 Angebote, gegliedert nach Kategorien wie Auspuff, Antrieb oder Bremsteile. Natürlich lassen sich alle Artikel auch direkt über das Programm kaufen.

Für Leute, die auf der Straße ihren Traumwagen sehen, aber nicht wissen, um welches Modell es sich handelt, hat das Programm eine besonders praktische Funktion: Einfach das Auto von hinten fotografieren, und die App erkennt die Baureihe und zeigt alle angebotenen Fahrzeug an.

Preis: kostenlos

Fazit: Wer häufig auf dem Auktionsportal nach Autos und Ersatzteilen sucht, ist mit eBay Motor gut bedient. Für nahezu alle anderen macht das Programm nur wenig Sinn.

ADAC Autodatenbank: Perfekte Vorbereitung für das Benzingespräch am Stammtisch Zur Großansicht
ADAC

ADAC Autodatenbank: Perfekte Vorbereitung für das Benzingespräch am Stammtisch

ADAC Autodatenbank (für iOS und Android)

Die App bietet Zugriff auf die 54.000 Modelle umfassende Datenbank des ADAC-Technikzentrums. Zu jedem Modell gibt es detaillierte Informationen über technische Fakten und zur Ausstattung. Außerdem liefert das Programm Details zu Garantieleistungen und den Preisen des Fahrzeugs. Sofern vorhanden, kann der Nutzer zu den jeweiligen Modellen auch einen ADAC-Testbericht aufrufen.

Das ist praktisch bei der Suche nach einem Neufahrzeug oder als Vorbereitung auf ein gepflegtes Benzingespräch am Stammtisch. Der Bestand geht zurück bis ins Jahr 1997. Seitdem hat der ADAC nach eigenen Angaben alle in Deutschland angebotenen Modelle erfasst - nur kurzzeitig verkaufte Sondereditionen bleiben außen vor. Zusätzlich informiert das Programm über die Betriebskosten des jeweiligen Modells.

Preis: kostenlos

Fazit: Umfassender kann man sich kaum über die auf dem deutschen Markt angebotenen Autos informieren. Allerdings ist die optische Aufarbeitung etwas unpraktisch. Denn die Entwickler haben auf ausklappbare Reiter oder Rubriken wie für technische Daten, Preise oder Ausstattungen verzichtet, sondern listen sie einfach untereinander auf. So muss der Nutzer unter Umständen lange über das Display wischen, bis er die benötigten Informationen gefunden hat. Doch das sollte man bei einer kostenlosen App verschmerzen können.

myTaxi: Totalüberwachung des Chauffeurgewerbes Zur Großansicht
myTaxi

myTaxi: Totalüberwachung des Chauffeurgewerbes

myTaxi (für iOS und Android)

Auch als begeisterter Autofahrer kann man öfter auf ein Taxi angewiesen sein. Wer sich häufiger an den Flughafen oder zu Veranstaltungen chauffieren lassen muss, sollte sich dieses Helferlein anschauen. MyTaxi ermittelt zum Beispiel via GPS den eigenen Standort, der sich als Abholadresse definieren lässt. Sollten die ermittelten Koordinaten zu ungenau sein, kann der Nutzer die Position manuell verfeinern - und dann per Knopfdruck den Wagen bestellen.

MyTaxi bietet außerdem die Möglichkeit, einen bestimmten Fahrer als Favoriten zu speichern. Weitere nützliche Funktionen sind der Preiskalkulator, sowie eine Echtzeitpositionsangabe der Wagen. Auf dem Bildschirm lässt sich ablesen, wo die Autos gerade unterwegs sind. Hat man ein Taxi bestellt, lässt sich so die Anfahrt verfolgen und man kann abschätzen, wie lange man noch warten muss. Nach Herstellerangaben beteiligen sich rund 20.000 Fahrzeuge in 30 europäischen Städten an dem Projekt.

Preis: kostenlos

Fazit: MyTaxi ist hilfreich für Menschen, die sich regelmäßig chauffieren lassen. Für Gelegenheitsfahrer ist das Programm zwar eine nette Spielerei, aber eine telefonische Bestellung auf traditionelle Weise reicht meist vollkommen aus.

iFahrschule: Lernhilfe für angehende Autofahrer Zur Großansicht
iFahrschule

iFahrschule: Lernhilfe für angehende Autofahrer

iFahrschule - Profitrainer für 2012/2013 (für iOS und Android)

Vor der Fahrt im eigenen Auto muss der angehende Pilot erst mal den Führerschein machen - und dazu gehört auch die theoretische Prüfung. Bei der Vorbereitung auf den Test hilft die App iFahrschule. Sie beinhaltet den gesamten amtlichen Fragenkatalog und ist auf dem aktuellen Stand.

Das Programm ist recht umfangreich. Neben unterschiedlichen Modi (Lernen und Prüfung) lässt sich die komplette Straßenverkehrsordnung einsehen. Außerdem analysiert das Programm die Fehler des Prüflings und vermeidet so ständige Wiederholung bereits korrekt beantworteter Fragen.

Praktisch: Die Optik der Fragen in der App ist vergleichbar mit den Prüfungsbogen.

Preis: 12,99 Euro

Fazit: Die App ist ideal für Leute, die sich auf die theoretische Führerscheinprüfung vorbereiten wollen. Wer sein Wissen über die Verkehrsregel auffrischen will, muss den recht hohen Preis berücksichtigen.

Carparts: Keine hübsche, aber umfangreiche Ersatzteilversorgung Zur Großansicht
Carparts

Carparts: Keine hübsche, aber umfangreiche Ersatzteilversorgung

Carparts (nur für iOS)

Carparts ist die App des Autoverwerters Bender aus Leverkusen. Über das Programm lassen sich gebrauchte Ersatzteile für diverse Modelle bestellen. Allerdings ist nur ein Teil des kompletten Angebotes von mehr als 200.000 Artikeln über das Programm abrufbar. Der Carparts-Betreiber begründet dies mit technischen Restriktionen seitens Apples. Pro Jahr macht die Firma Bender 60.000 Produkte über die App verfügbar.

Vor allem Oldtimer-Fans können hier ein echtes Schnäppchen finden. Bei unserer Stichprobe hatte Bender zum Beispiel einen Scheibenwischermotor für einen Mercedes Strich Acht im Angebot. Und das für 20,17 Euro.

Preis: kostenlos

Fazit: Einen Designpreis wird das Unternehmen Bender nicht einheimsen. Doch der Fokus liegt allein auf den Ersatzteilen. Schön und wohl auch praktischer wäre allerdings ein Textfeld zur Sucheingabe. So muss man zunächst die Marke und dann das Modell auswählen. Dann muss man noch die Motorisierung bestimmen und erst dann bekommt man die Ergebnisse gezeigt - sofern Bender entsprechende Teile anbietet.

Somit richtet sich das Programm vor allem an Schrauber. Wer sich nicht die Finger schmutzig machen möchte, sollte einfach direkt in eine Werkstatt fahren.

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insgesamt 31 Beiträge
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    Seite 1    
1. Dumm, wer solche Apps nutzt
rodelaax 12.01.2013
Für die beschriebenen Funktionen geht man zur Suche ohne Apps ins Internet, am besten zuhause am Computer und wenn es unbedingt mobil sein muß, mit einem Browser und nicht mit Apps. Apps sind immer nur ein sehr beschränkter Weg an informationen zu kommen. Meist sind die Ergebnisse einseitig und dienen nicht dem User, sondern dem Geldbeutel irgendeines Anbieters. Wer das nicht verstanden hat, sollte die Finger vom Internet lassen, weil er sonst Gefahr läuft, ständig übervorteilt zu werden. (Wer auch noch Geld für Apps ausgibt, der hat wahrscheinlich nichts kapiert)
2. Dumm, wer so denkt
G.Weiter 12.01.2013
@rodelaax Was meinen Sie, wo die Infos innerhalb der Apps her kommen? Aus dem selben Datenbestand wie Ihre Internetrecherche. Insbesondere bei der von Ihnen genannten Suche im Internet, gern über Google, "sind die Ergebnisse einseitig und dienen nicht dem User, sondern dem Geldbeutel irgendeines Anbieters." Ne? Gruß, Lutz
3. Nicht alle Apps lohnen sich, aber
nascado 12.01.2013
gut programmierte schon. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit mittels Suchauftrag bestimmte Dinge zu suchen und bei Erfolg auch benachrichtigt zu werden. Manche Apps nutzen Funktionen des Smartphones, wie Kamera, GPS oder Datenbanken. Letztere können dann auch offline genutzt werden. Wer mal die eBay App mit der Browserversion verglichen hat, weiss was gemeint ist. Aber da haben sicherlich manche noch einiges zu programmieren.
4. Tja, verstehen und weiter denken!
rodelaax 12.01.2013
Zitat von G.Weiter@rodelaax Was meinen Sie, wo die Infos innerhalb der Apps her kommen? Aus dem selben Datenbestand wie Ihre Internetrecherche. Insbesondere bei der von Ihnen genannten Suche im Internet, gern über Google, "sind die Ergebnisse einseitig und dienen nicht dem User, sondern dem Geldbeutel irgendeines Anbieters." Ne? Gruß, Lutz
Natürlich sind alle Ergebnisse einseitig. Deshalb muß man ja mehrere Anfragen, bei verschiedenen Anbietern machen und das beste Ergebnis aussuchen! Gerade das kann man mit einer App nicht. Apps sind immer eine Einschränkung und führen letztendlich zur Abhängigkeit von wenigen Anbietern.
5. Für viele Dinge braucht man keine Apps
spon_leser 12.01.2013
Viele Leute sehen in den Apps nahezu das Allheilmittel. Apps zsind aber teilweise schlicht und einfach überflüssig, weil man den selben Umfang auch mit dem Browser erreichen kann. Die Leute sollten sich vor dem Installieren ein paar Gedanken machen. Würden sie auf einem richtigen PC auch eine Software herunterladen und installieren, nur um bei eBay Angebote zu durchforsten? Wohl kaum, warum dann auf dem Handy wo es doch eBay auch als Webseite für Smartphones gibt? Ein sehr gutes Beispiel ist auch die App von Facebook. Facebook hat eine sehr häufig installierte App mit beinahe allen erdenklichen Rechten um auf dem Gerät Daten abzugreifen. Facebook hat aber auch eine hervorragend funktionierende Webseite für Smartphones. Der einzige echte Vorteil der App gegenüber der Webseite sind die "Benachrichtigungen" - ansonsten ist die App ein reiner Datenspürhund. Die mobile Webseite ist dieses nur sehr eingeschränkt, da sie keine Rechte auf dem Handy hat. Und der Vorteil mit den Benachrichtigungen relativiert sich auch noch, weil man diese auch via eMail erhält - sogar auf dem Handy.
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