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Fuhrpark-Umstellung: Bundesregierung will eigene Elektroautos

Hybridauto an Zapfsäule: Höhere Fuhrpark-Preise veranschlagt Zur Großansicht
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Hybridauto an Zapfsäule: Höhere Fuhrpark-Preise veranschlagt

Die Bundesregierung möchte einen umweltfreundlicheren Fuhrpark. Nach SPIEGEL-Informationen sind dazu im Haushalt höhere Ausgaben vorgesehen, um Pkw mit Hybrid- oder Elektroantrieb anschaffen zu können.

Hamburg - Für die umweltfreundliche Umrüstung ihrer Fahrzeugflotte plant die Bundesregierung erhebliche Mehrkosten ein. Um Fahrzeuge mit Hybrid- oder Elektroantrieb anzuschaffen, "können in bestimmten Fahrzeugsegmenten höhere Preise veranschlagt werden", heißt es im sogenannten Haushaltsaufstellungsschreiben für die Jahre 2014 und 2015, das Finanzstaatssekretär Werner Gatzer Mitte Dezember vergangenen Jahres an die Ministerien verschickte.

Nach SPIEGEL-Informationen dürfen die Ressorts in der Fahrzeugklasse bis 70 Kilowatt Motorleistung für Pkw mit elektrischem Antrieb bis zu 23.500 Euro ausgeben. Für konventionelle Fahrzeuge dieses Typs sind dagegen nur 15.500 Euro vorgesehen. Für Mittelklassewagen mit einer Motorleistung bis 150 Kilowatt sind bei konventioneller Ausstattung 28.900 Euro erlaubt. Umweltschonende Autos dieser Klasse dürfen bis zu 33.500 Euro kosten.

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihres Programms "Elektromobilität" beschlossen, dass bis 2015 zehn Prozent der neuen Dienstwagen mit umweltfreundlichen Motoren ausgestattet sein sollen, die weniger als 50 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen. Für Autos der Oberklasse, mit denen sich Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie die Minister und Staatssekretäre fahren lassen, gibt das Haushaltsrundschreiben keine abgasarme Alternativen vor. In dieser Kategorie hält kein Hybridmodell den Grenzwert ein.

Autos mit reinem Elektroantrieb eignen sich wegen ihrer beschränkten Reichweite derzeit vor allem für kürzere Fahrten. Wegen des noch dünnen Netzes an Ladestationen und des Stecker-Wirrwarrs kann der Betrieb eines Elektroautos sogar zur Herausforderung werden. Ideal ist eine Steckdose in der Garage, wo der Autoakku jede Nacht geladen werden kann. Ein Auto mit Hybridantrieb ist nicht zwingend auf Ladestationen angewiesen. Geht der Akku zur Neige, bezieht es seine Energie aus dem Verbrennungsmotor. Allerdings ist die Kapazität des Akkus bei Hybridwagen auch geringer, so dass damit rein elektrisch nur kurze Distanzen zurückgelegt werden können.

hda

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1. warum teurer ?
tubolix 05.01.2014
Zitat von sysopREUTERSDie Bundesregierung möchte einen umweltfreundlicheren Fuhrpark. Nach SPIEGEL-Informationen sind dazu im Haushalt höhere Ausgaben vorgesehen, um Pkw mit Hybrid- oder Elektroantrieb anschaffen zu können. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/fuhrpark-umstellung-bundesregierung-will-eigene-elektroautos-a-941882.html
mal ganz ohne nähere betrachtung scheint der tesla (€ 68.440) doch auch nicht teurer, als die limousinen von DB, BMW oder Audi. http://www.teslamotors.com/de_DE/models/design was steht einer elektrisierung ohne mehrkosten im wege ? keine steckdosen im reichstag ?
2. Mercedes und andere Lobbyisten
leser-fan 05.01.2014
waren fleißig. Soll mal einer vorrechnen, was uns Volk das kostet. Den finanziell Betrug am Volk.
3. Ideologischer Luxus
otelago 05.01.2014
Zitat von sysopREUTERSDie Bundesregierung möchte einen umweltfreundlicheren Fuhrpark. Nach SPIEGEL-Informationen sind dazu im Haushalt höhere Ausgaben vorgesehen, um Pkw mit Hybrid- oder Elektroantrieb anschaffen zu können. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/fuhrpark-umstellung-bundesregierung-will-eigene-elektroautos-a-941882.html
Soweit wir lesen durften, haben Politiker viel Wert darauf gelegt, ihre Fahrer zu Hungerlöhnen zu beschäftigen, offenbar teils über irgendwelches Outsourcing. Jetzt werden für reine Schaufesnterpolitik Millionen locker gemacht. Wessen Millionen. Unsere. Fürs Image. Achso: Eine gepanzerte E-Limusine würde nach dem Stand der Technik vermutlich mit Akku nicht weiter kommen als vielleicht 10 oder 20 km.
4. Sehr löblich
etoust 05.01.2014
Welch großes Opfer unsere Politiker da auf sich nehmen. "Umweltschutz" im nagelneuen Oberklassewagen, ausgestattet mit jedem erdenklichen Schnick-Schnack und das auch noch auf Kosten der Steuerzahler. Aber zum Glück müssen ja wir dieses schwere Opfer für die Umwelt ja gemeinsam bringen.
5.
Cini 05.01.2014
Wieder mal nur ne halbe Sache, eine gute Idee, die aber konsequent umgesetzt werden müsste. Warum müssen Regierungsmitgliedet überhaupt immer so dicke Autos fahren? Außerdem bringt das Ganze natürlich nur etwas, wenn der Strom dafür aus erneuerbaren Energien kommt!
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