Futuristische Elektro-Studie aus Iran: Fahrendes Bierfass

Der iranische Künstler und Designer Mohammad Ghezel zeigt eine futuristische Studie eines Elektrofahrzeugs. Der eRinGo sieht aus wie ein Bier- oder Weinfass und erinnert entfernt an die rollenden Kampfdroiden aus den jüngeren Star-Wars-Filmen.

eRinGo: Futuristischer Monowheeler Fotos
Mohammad Ghezel

Im außergewöhnlich anmutenden eRinGo - bislang nur ein Computermodell - sollen zwei Insassen nebeneinander Platz finden. Ein Elektromotor treibt drei Ringe an, die die Gondel umschließen. Ähnlich wie bei dem City-Roller Segway sorgt ein Gyroskop dafür, dass der eRinGo während der Fahrt nicht umkippt.

Der Vortrieb erfolgt meist nur über ein Rad, weil der mittlere Ring einen deutlich größeren Durchmesser hat als die beiden äußeren. Die sorgen für zusätzliche Stabilität und ermöglichen nach den Vorstellungen des Designers zackige Kurvenfahrten.

Im Iran ist Ghezel kein Unbekannter. Für zwei seiner früheren Arbeiten konnte er eine Auszeichnung auf der Iran Khodro Design Competition entgegen nehmen - eine Veranstaltung des größten iranischen Autoherstellers.

"Ich liebe futuristisches Design und glaube daran, dass prinzipiell alles möglich ist", sagte Ghezel der Online-Ausgabe des amerikanischen Technologie-Magazins "Wired". "Aktuelle Technologien findet man in bereits existierenden Fahrzeugen, aber wir können die Zukunft gestalten. Und vielleicht lassen sich Ingenieure und Wissenschaftler von unseren Arbeiten inspirieren."

Der eRinGo - der Name steht für "electric rings that make it go" - soll sich prinzipiell von beiden Insassen steuern lassen. Sobald einer der beiden die Kontrolle des Fahrzeugs übernimmt, soll sich die Steuereinheit des Co-Piloten deaktivieren.

Bei der Gestaltung des außergewöhnlichen Autos hat sich Ghezel an der Basis der meisten Fahrzeuge orientiert - dem Rad. Darin habe er dann den Antrieb und die Fahrgastkabine integriert. "Wahrscheinlich ist diese Form heute noch ungeeignet, aber mein Motto ist: Nichts ist unmöglich. Phantasie ist nicht limitiert"

Der eRinGo sieht in der Tat phantastisch aus, jedoch gibt es bereits ähnliche Konzepte. So genannte Monowheels werden seit 1869 gebaut - damals noch mit manuellem Antrieb. Das vermutlich erste motorisierte Einrad war das Garavaglia Monowheel von 1904.

rom

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insgesamt 3 Beiträge
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1. .
Karl-Heinz Knuffelpuff 21.10.2009
Und wie kann man in so nem Ding geradeaus sehen ? Und wird einem nicht übel weil das Ding ständig droht auf die Seiten zu kippen ?
2. Schnapsidee
xpyrus 21.10.2009
Monoräder sind nicht neu, aber sie werden sich nicht durchsetzen. Probleme sind hauptsächlich Seiten-Stabilität und Lenkung. Dazu kommt, dass das ganze Gewicht auf einem Punkt liegt und sich nicht wie beim "normalen" Auto auf 4 Räder verteilt. Ansonsten ist auch die Unfallgefahr um ein Vielfaches höher. Während ein normales Auto in einer vereisten/nassen Kurve etwas rutscht, überschlägt sich so ein Einrad. Im Freizeitbereich bei niedrigen Geschwindigkeiten kann ich mir so ein Vehikel noch vorstellen, aber nicht auf einer Bundesstraße oder gar Autobahn.
3.
mike bols 22.10.2009
die einrad idee geistert schon seit dem 1. weltkrieg herum. leider überwiegen die nachteile, und das wird wohl auch so bleiben. http://blog.modernmechanix.com/mags/qf/c/PopularScience/11-1933/lrg_cover.jpg
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