Schutz vor Falschfahrten Ramsauer stellt bundesweit Warntafeln auf

Mit großen Warntafeln will Verkehrsminister Peter Ramsauer die Gefahr von Falschfahrern bekämpfen. Die gelben Schilder sollen bundesweit an Autobahn-Auffahrten aufgestellt werden. Ramsauer stützt sich bei seinem Vorhaben auf die Ergebnisse einer Studie.

Warnung: Solche Schilder sollen künftig die Zahl der Falschfahrten mindern
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Warnung: Solche Schilder sollen künftig die Zahl der Falschfahrten mindern


Berlin - Es ist die Horrorvorstellung jedes Autofahrers: Auf der Autobahn taucht plötzlich ein Falschfahrer auf. In den vergangenen Monaten gab es eine ungewöhnlich hohe Zahl von tödlichen Unfällen, die sich auf diese Weise ereignet haben. Nun will Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) etwas gegen die Gefahr von Falschfahrern unternehmen und an Autobahnauffahrten in ganz Deutschland große gelbe Warntafeln aufstellen lassen.

Laut einer Studie, die das Verkehrsministerium bei der Universität Wuppertal in Auftrag gegeben hatte, ist das falsche Einbiegen in Autobahn-Anschlussstellen die häufigste Ursache von Falschfahrten - nämlich in 30 Prozent der Fälle. Für die Studie wurden insgesamt 526 nachweisliche Falschfahrten aus den Jahren zwischen 2005 und 2011 untersucht. Die Macher der Studie räumen allerdings ein, dass der Grund für das verkehrte Einbiegen nicht fest steht. Ob die Geisterfahrer durch ein Missverständnis auf die falsche Fahrbahn gerieten oder dies bewusst taten, sei unklar.

Verkehrsminister Ramsauer hält die Ergebnisse trotzdem für vielversprechend: "Auf Basis der Studie können nun gezielt und zeitnah wirksame Maßnahmen diskutiert und erarbeitet werden, wie Falschfahrten vermieden werden können", sagte er.

Beschilderung nur an Unfallschwerpunkten

Mitte April wird die nächste Verkehrsministerkonferenz nun über Kriterien für die Aufstellung beraten, wie das Bundesverkehrsministerium am Montag nach einem Treffen mit Verkehrssicherheitsverbänden, Automobilclubs und der Fahrzeugindustrie in Berlin mitteilte. Laut Angaben eines Sprechers sollen die Schilder nicht flächendeckend aufgestellt werden, sondern nur an Unfallschwerpunkten. In Bayern gibt es bereits einen entsprechenden Pilotversuch.

Bei den Autofahrern wird Ramsauer mit dem Vorstoß Sympathien sammeln können: In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Nachrichtenagentur dpa gaben im Januar 69 Prozent der Befragten an, sie hätten Angst vor Falschfahrern. 70 Prozent befürworteten große Warnschilder mit der Aufschrift "Stop Falsch", wie sie in Österreich üblich sind.

Neben den Warntafeln, die vom Verkehrsministerium schon länger als Maßnahme gegen Falschfahrer favorisiert werden, gibt es eine Reihe weitere Vorschläge, zum Beispiel die Einrichtung von Asphaltkrallen an den Autobahn-Auffahrten, oder technische Lösungen wie Radarempfänger oder Assistenzsysteme.

cst/dpa



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insgesamt 49 Beiträge
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Seite 1
giostamm 11.03.2013
1. wie waere es wenn Deustschland
von anderen grossen europaeischen Laender lernen wuerde? In Frankreich und in Italien gibt es praktisch keine Falschfahrer und dies dank den Mautstellen, diese dienen Verbrauchsorientiert die Maut zu erheben die dann auch zur Strassensicherheit und qualitaet dient. (beispiel Drainierende Asphaltbelaege oder flaechendenkende Durchschnittsgeschwindigkeitskontrolle)
Cococha 11.03.2013
2.
Zitat von giostammvon anderen grossen europaeischen Laender lernen wuerde? In Frankreich und in Italien gibt es praktisch keine Falschfahrer und dies dank den Mautstellen, diese dienen Verbrauchsorientiert die Maut zu erheben die dann auch zur Strassensicherheit und qualitaet dient. (beispiel Drainierende Asphaltbelaege oder flaechendenkende Durchschnittsgeschwindigkeitskontrolle)
Ja großartig! Es wird ja schon genug Geld, was durch die Kfz-Steuern, LKW-Maut & Co. eingenommen wird, nicht in die Straßeninstandhaltung gesteckt, sondern in irgendwelche anderen Posten im Haushalt. Straßenbau? Scheißegal! Da am besten noch mehr Geld verlangen! Zu den Schildern: Einfach zu realisieren, allerdings hätte man auch schon früher auf die Idee kommen können. Der ADAC hat doch letztens erst Autobahnauffahrten untersucht. Einige davon sind tatsächlich sehr unübersichtlich beschildert oder haben undurchdachte Fahrspuren. An solchen Auffahrten haben diese Schilder sogar tatsächlich ihren Sinn.
Ronni555 11.03.2013
3. ADAC hilf ......
Ramsauer outet sich als Schildbürger, als hätten wir in den letzten Jahren nicht gelernt, dass der Schilderwald wenig nützt. Die Studie weist Anschlussstellen als häufige Ursache der Falschfahrten aus und der ADAC weist zurecht auf ungünstige und verwirrende Verkehrsführung an Anschlussstellen hin. Also statt der populistischen Schilderaktion das Geld besser in bauliche Verbesserungen und Fahrbahnmarkierungen stecken.
spon-facebook-1467311912 11.03.2013
4. optional
In den Auf-/Abfahrten die Richtungsfahrbahnen z. B. mit Leitwänden zu trennen würde wenigstens diejenigen, denen in der Auffahrt im letzten Moment einfällt, dass ihr Ziel in linker Richtung liegt, daran hindern, auf die Gegenfahrbahn zu wechseln und als Geisterfahrer zu enden.
velociraptor 11.03.2013
5. ABM-Maßnahme
Irgendjemand will immer was dran verdienen. Aber andererseits ist hierzulande das Prinzip "Versuch und Irrtum" ja verpönt. Da will alles geplant, analysiert und bis ins Kleinste durchdacht sein. Wenn nicht, stehen die Nörgler und Kritiker schnell auf der Matte.
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