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Google-Car: Internetkonzern präsentiert Auto erstmals Journalisten

Google-Car: Internetkonzern präsentiert Auto erstmals Journalisten Fotos
REUTERS

Bis zum Verkaufsstart der Autos aus dem Silicon Valley ist es noch lange hin. Doch der Konkurrenzkampf läuft bereits. Nachdem Apple mit dem iCar Ernst machen will, legt Google nach - und bittet zur Fahrt im eigenen Auto.

Mit dem leisen Brummen eines Kühlschranks rollte der Wagen heran. Ohne Fahrer, ohne großes Aufheben. Der Internetkonzern Google präsentierte den Prototyp seines selbstfahrenden Autos erstmals vor Journalisten und ließ diese auch mitfahren, wie das US-Medium "USA Today" berichtet.

Anders als Autokonzerne, die ihre Neuwagen gerne an sonnigen Urlaubsorten vorstellen, um ihre Produkte ins rechte Licht zu rücken, wählte Google das Dach seiner Forschungszentrale Google X in Mountain View. Das Gebäude war früher ein Supermarkt.

Mit Google wächst ein neuer, ernstzunehmender Konkurrent für die etablierten Autobauer heran. Denn in Zukunft wird die Vernetzung des Automobils immer wichtiger. Sie gilt als großer Wachstumstreiber der Branche. Darunter fällt zum Beispiel auch die Internetnutzung in einem selbstfahrenden Auto.

Google heuerte einen erfahrenen Automanager an

Das Google-Auto sah aus wie ein größerer Fiat 500, schreibt "USA Today". Der Wagen kreiste fünf Minuten auf dem Dach und wich realen Hindernissen aus - darunter waren ein Auto, Fußgänger und Radfahrer.

Google hat mit selbstfahrenden Autos bereits mehr als 1,2 Millionen Meilen (1,9 Millionen Kilometer) auf öffentlichen Straßen zurückgelegt. Für das Projekt engagierte der Internetkonzern mit John Krafcik einen erfahrenen Automanager. Krafcik war zuvor Nordamerikachef der koreanischen Marke Hyundai. Insgesamt hat Google 50 Prototypen seines Google-Autos gebaut. Spätestens in vier Jahren soll das Google-Auto auf den Markt kommen. Erst vor wenigen Tagen hatte das "Wall Street Journal" berichtet, dass Apple in das Geschäft mit Autos einsteigen will. Das iCar soll in vier Jahren in Serie gehen.

mhu

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1. Widerstand ist zwecklos
olli08 30.09.2015
Man kann argumentieren, jammern und ätzen soviel man will ... DAS ist die Zukunft des städtischen, motorisierten Individualverkehrs. Aber warum auch nicht, vielleicht besser als der Sprung von der Kutsche zum PKW.
2.
roughneckgermany 30.09.2015
Den Hyundai erkennt man eindeutig. Das ultraorganische Design in Verbindung mit dem cw-wert eines Kühlschranks macht das Dingen allerdings so begehrenswert wie Tripper.
3. Autonomes Fahren,
fnikolaus 30.09.2015
die Algorytmen werden unbedingt für Kampfroboter gebraucht. Das ist eigenlich das Ziel, der automatische Soldat. Nur in der Rüstung ist das notwendige Geld zu verdienen. Der Zivilsektor wird die Entwicklungskosten nicht tragen.
4.
erst nachdenken 30.09.2015
Die 4 Jahre sind eine Marketingluftblase, trotzdem sollten die deutschen Autobauer bei den Infotainmentsystemen schnellstens aufholen, sonst sehe ich für junge Märkte schwarz und Apple & Co reißen sich dieses Segment unter den Nagel. Autonom fahren können unsere Autohersteller übrigens auch schon lange, da sehe ich keine Probleme.
5. Was Google von Apple lernen kann ist...
antiextremist 30.09.2015
... das ein Produkt auch über das Design verkauft wird. Mit diesem Witz von Auto wird Google keinen anlocken. Es Design zu nennen wäre eine Beleidigung für alle guten Designer. Aber die Amis können das einfach nicht. Oder warum hat erst der engl. Desinger Jonathan Paul Ive aus dem Apple-Design das gemacht, was es heute ist, bei dem das Vorbild, der Braun-Desinger Dieter Rams unverkennbar ist. Und ich erinnere mich noch mit Grausen an den 7er BMW der 4. Generation vom Anerikaner Chris Bangle mit dem aufgesetzen Kofferaum.
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