Steuernachlässe Große Koalition will Begünstigung für Gasautos verlängern

Autos mit Gasantrieb haben einen großen Vorteil: Der Kraftstoff wird von der Regierung durch Steuersubventionen begünstigt. Eigentlich sollte diese Förderung in fünf Jahren auslaufen - doch der Koalitionsvertrag sieht jetzt eine Verlängerung der Ausnahmeregelung vor.

Flüssiggastankstelle in Esslingen: Subvention über das Jahr 2018 hinaus geplant
imago

Flüssiggastankstelle in Esslingen: Subvention über das Jahr 2018 hinaus geplant


Berlin - Fahrer von Gasautos können auf steuerbegünstigten Kraftstoff über das Jahr 2018 hinaus hoffen. Im von CDU, CSU und SPD unterzeichneten Koalitionsvertrag heißt es: "Die bis Ende 2018 befristete Energiesteuerermäßigung für klimaschonendes Autogas und Erdgas wollen wir verlängern."

Auf das als CNG bezeichnete komprimierte Erdgas sowie das LPG genannte Autogas wird seit Jahren ein reduzierter Steuersatz erhoben. Die Begünstigung läuft laut derzeitiger Fassung des Energiesteuergesetzes zum 1. Januar 2019 aus.

Bisher sparen Fahrer von Gasautos durch die Subvention mehr als 20 Cent pro Kilo. in ganz Deutschland gibt es derzeit etwa 920 CNG-Tankstellen, LPG kann man an mehr als 6000 Stationen tanken. Insgesamt sind laut Kraftfahrtbundesamt rund 494.000 Fahrzeuge mit LPG-Antrieb und etwa 76.000 CNG-Autos zugelassen.

cst/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 33 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
kotz|brocken 16.12.2013
1. Wer nicht umrüstet...
...ist selber schuld :) Bin überrascht, dass nur rund eine halbe Mio. LPG-betriebene Fahrzeuge in Deutschland gibt. Schade, dass so wenige Hersteller vom Werk aus diese Befeuerungsart anbieten. Ich habe vor knapp zwei Jahren meinen V8 auf LPG umrüsten lassen und bin sehr zufrieden damit. Tankstellen zu finden ist mittlerweile kein Problem mehr und Treibstoffkosten von 12 Euro pro 100 Kilometer sind doch wohl ein Argument bei 5,5l Hubraum. Außerdem kann ich mit gutem Gewissen - und das im wahrsten Sinne des Wortes - Gas geben: Das LPG würde, würde ich es nicht verblasen, sowieso bei der Erdölförderung abgefackelt werden. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist eine Verlängerung der Subventionierung sehr sinnvoll.
x+n 16.12.2013
2. ...
Erdgas wäre selbst ohne Subventionen noch preiswert. Es heißt "mehr als 20 Cent pro Kilo" wäre der Steuernachlass. Beim Diesel sind es knapp 22 ct/l Auto-Experte fordert Ende der Diesel-Förderung - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/auto-experte-fordert-ende-der-diesel-foerderung-a-893772.html) Ohne Steuernachlässe wäre also Diesel etwa so teuer wie Benzin (1,50 - 1,65 €), Erdgas aber immernoch preiswerter (1,20 - 1,30 €), außerdem ist der Energiegehalt höher: "Der Energiegehalt von 1 kg Erdgas (H-Gas) entspricht etwa 1,5 Liter Benzin beziehungsweise 1,33 Liter Diesel." (Wiki)
jasper366 16.12.2013
3.
Zitat von kotz|brocken...ist selber schuld :) Bin überrascht, dass nur rund eine halbe Mio. LPG-betriebene Fahrzeuge in Deutschland gibt. Schade, dass so wenige Hersteller vom Werk aus diese Befeuerungsart anbieten. Ich habe vor knapp zwei Jahren meinen V8 auf LPG umrüsten lassen und bin sehr zufrieden damit. Tankstellen zu finden ist mittlerweile kein Problem mehr und Treibstoffkosten von 12 Euro pro 100 Kilometer sind doch wohl ein Argument bei 5,5l Hubraum. Außerdem kann ich mit gutem Gewissen - und das im wahrsten Sinne des Wortes - Gas geben: Das LPG würde, würde ich es nicht verblasen, sowieso bei der Erdölförderung abgefackelt werden. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund ist eine Verlängerung der Subventionierung sehr sinnvoll.
Weil viele Motoren Gas nicht vertragen. Nissan gibt z.B. für keinen seiner Benzinmotoren eine Freigabe. Auch viele Umrüster raten bei Nissanfahrezuegn von einer Umrüstung ab. Auch so Dinge wie FlashLube etc helfen nicht unbedingt einen Motorschaden zu vermeiden.
Sternundwinkelcruiser 16.12.2013
4. Kleine Korektur
LPG und CNG werden nicht steuersubventioniert, sondern nur nicht so hoch besteuert wie die sonstigen Kraftstoffe. Das ist ein kleiner Unterschied.
Sternundwinkelcruiser 16.12.2013
5. Die wenigsten
Zitat von jasper366Weil viele Motoren Gas nicht vertragen. Nissan gibt z.B. für keinen seiner Benzinmotoren eine Freigabe. Auch viele Umrüster raten bei Nissanfahrezuegn von einer Umrüstung ab. Auch so Dinge wie FlashLube etc helfen nicht unbedingt einen Motorschaden zu vermeiden.
.... Motoren vertragen kein LPG. Man kann sie fast an einer Hand abzählen. Bei den sog. "modernen" Direkteinspritzern siehts schon anders aus. Da ist die Umrüstung an sich schon uneinfach und betriebstechnisch auch ziemlichbrisant. Selbst schuld, wer so ein vermeintlich modernes Technikmonster á la TSI mit angeblicher Sparsamkeit fährt .... :):):)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.