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26. Februar 2013, 09:35 Uhr

Mercedes 300 SC-Neuinterpretation

Traumwagen, Teil zwei

Der Mercedes 300 Sc gehört heute zu den gesuchtesten Oldtimern überhaupt, lediglich 200 Exemplare wurden in den fünfziger Jahren gebaut. Jetzt hat die Firma Gullwing America Entwürfe für einen Nachbau gezeigt - auf Basis des aktuellen Supersportwagens SLS AMG.

Die Firma Gullwing America (GWA) aus dem texanischen San Antonio betreibt ein Geschäft, über das die Freunde von Original-Oldtimern die Nasen rümpfen. Die Texaner nämlich setzen auf nagelneue Hightech-Sportwagen-Plattformen bis dato unbekannte Karosserie-Unikate, die Klassikern wie dem Mercedes C111, dem SL Pagode, dem Ferrari 308 oder dem Porsche 904 ähnlich sehen.

Kürzlich trat ein Autofan aus Osteuropa an die Tuner aus Texas heran. Sein Wunsch: Auf der Basis eines Mercedes SLS AMG sollte das Team um Firmenchef Arturo Alonso ein Retro-Roadster-Unikat entwerfen, das Stilelemente des legendären Mercedes 300 SC aufnimmt.

Lediglich 200 Exemplare wurden zwischen 1955 und 1958 gebaut, dementsprechend gehört der Wagen heutzutage zu den gesuchtesten Liebhaberautos überhaupt. "36.500 Mark kostete das Mercedes-Benz-Topmodell, damals der Gegenwert eines Einfamilienhauses", schreibt die Fachpublikation "Oldtimer-Katalog" und taxiert gut erhaltene Modelle des Luxussportwagens, der durch verchromte Lochscheibenräder, üppigen Chromschmuck und einen 175 PS starken Einspritzmotor auffiel, auf einen Preis von deutlich mehr als 300.000 Euro.

Dass der von GWA gestylte Wagen sich stark an dieser schwungvoll-barock geformten Auto-Ikone des deutschen Nachkriegs-Wirtschaftswunders orientiert, wird nicht nur optisch sofort klar, sondern auch an der Namenswahl deutlich: 300 SLC nennen die Texaner ihren Entwurf, der bislang allerdings nur im Computer existiert. Wenn dem Kunden das Auto gefällt und er seinen SLS abgeliefert hat, werden die Umbauarbeiten beginnen.

jüp

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