Nahverkehr Hamburg testet futuristischen Elektrobus

Straßenbahn oder Bus? Für die Elektrifizierung des Nahverkehrs erprobt die Hamburger Hochbahn jetzt ein ganz besonderes Exemplar: den Irizar ie-Tram. Nun hat die Testphase begonnen - vorerst allerdings noch ohne Fahrgäste.

DPA

Hamburgs Nahverkehr rüstet auf Elektrobusse um. Auf der Suche nach geeigneten Modellen testet die Hamburger Hochbahn derzeit den Irizar ie-Tram der auf den ersten Blick eher an eine Straßenbahn erinnert.

Während bereits vier serienreife Elektrobusse in Hamburg im Fahrgastbetrieb unterwegs sind, sollen in diesem und im kommenden Jahr 56 weitere Elektrobusse folgen. Daher testet die Hochbahn nun neue Modelle verschiedenster Hersteller.

Das neueste Testfahrzeug ist der Irizar ie-Tram des gleichnamigen spanischen Herstellers Irizar. Das futuristische Gefährt fällt vor allem wegen seines Äußeren auf. Denn der Bus hat eigentlich eher die Form einer Straßenbahn, fährt allerdings nicht auf Schienen, sondern auf herkömmlichen Gummireifen.

150 Plätze, 60 Kilometer Reichweite

Der Gelenkbus hat insgesamt 150 Plätze (49 Sitzplätze, 101 Stehplätze, ein Rollstuhl- sowie ein Kinderwagenplatz) und ist 18,73 Meter lang. Angetrieben wird der Bus von einem Elektromotor mit einer Leistung von 235 Kilowatt. Die nötige Energie kommt von einer Lithium-Batterie mit einer Kapazität von 120 Kilowattstunden.

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Nahverkehr: Hamburg testet futuristischen Elektrobus

So ausgestattet hat der Bus eine Reichweite von 60 Kilometern - die Nutzung von Heizung, Klimaanlage und Lüftung einberechnet. Dabei kann die Batterie sowohl per Übernachtladung auf dem Busbetriebshof als auch an den Endpunkten von Linien aufgeladen werden.

In Spanien ist der Elektrobus bereits in Barcelona und San Sebastián sowie im französischen Amiens unterwegs. In Hamburg wird er nun auch erstmals in Deutschland eingesetzt. "Wir suchen immer nach neuen Mobilitätslösungen für Hamburg. Dieses Modell verfügt nicht nur über einen umweltfreundlichen Antrieb, sondern zeichnet sich auch durch ein sehr modernes Design aus", sagt Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hamburger Hochbahn.

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Elektro-Stadtbusse: Flüsternde Riesen

Die einwöchige Testphase erfolgt zunächst ohne Fahrgäste. Im Fokus des Tests steht der elektrische Antrieb, die Ladefähigkeit sowie das Fahrverhalten im Innenstadtbereich. Zeitgleich wird der Elektrobus auch in Essen getestet.

cfr

insgesamt 48 Beiträge
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Seite 1
realplayer 21.02.2019
1.
So ein kläglicher Unsinn.Statt eine Straßenbahn auf die Beine zustellen kommen die senilen Pfeffersäcke mit so einem Mist. Das ist doch krank.
didel-m 21.02.2019
2. Und sie teste und testen und testen. Und wenn sie nicht gestorben sind
dann fahren sie wie immer schon mit dem Zuverlässigen Diesel-Bus. So viel zu derartigen Projekt, wie man sie seit 30 Jahren lesen darf,. aus denen aber nie was geworden ist.
c.PAF 21.02.2019
3.
Zitat von realplayerSo ein kläglicher Unsinn.Statt eine Straßenbahn auf die Beine zustellen kommen die senilen Pfeffersäcke mit so einem Mist. Das ist doch krank.
Was genau ist daran krank? Die Nachteile der Tram gegenüber einem Bus sind Ihnen aber schon bekannt?
vox veritas 21.02.2019
4.
Zitat von c.PAFWas genau ist daran krank? Die Nachteile der Tram gegenüber einem Bus sind Ihnen aber schon bekannt?
Nunja, ich würde nicht so weit gehen, wie realplayer, aber der Abrieb durch die Gummireifen sollte schon noch bedacht werden. Immerhin landet der ganze Kunststoff letztendlich in den Ozeanen.
sequoiadendrongiganteum 21.02.2019
5.
Bei den Sitzen schmerzt mir der Rücken schon allein vom Ansehen. Wie kann man auf die Idee kommen solche Sitze nicht zu polstern, sondern als nackte Plastikschalen zu bauen?
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