Urteil in Hamburg VW muss manipuliertes Dieselfahrzeug gegen Neuwagen austauschen

Das Hamburger Landgericht hat einem Medienbericht zufolge einen Volkswagen-Händler in Hamburg dazu verurteilt, einen Dieselwagen mit gefälschten Abgaswerten zurückzunehmen. Dem Kunden steht demnach ein Neuwagen zu.

Tiguan-Modelle in der Produktion
Getty Images

Tiguan-Modelle in der Produktion


Volkswagen Hamburg muss nach Informationen des NDR das Dieselfahrzeug eines Kunden austauschen. Wie das Hamburger Landgericht urteilte, stehe ihm ein einwandfreier Neuwagen zu.

Wie der Anwalt des Klägers dem NDR mitteilte, könne sich das Urteil auch auf noch auf andere ausstehende Prozesse auswirken. Der Kunde habe in so vielen Punkten Recht bekommen, wie noch keiner zuvor. Der Anwalt sprach von einem "Non-Plus-Ultra-Urteil".

Laut dem Sender habe sich der Mann vor drei Jahren einen VW Tiguan gekauft. Als die Manipulation mit falschen Abgaswerten auffiel, ließ der Kunde aus Angst vor einer Stilllegung die Software nachrüsten. Trotz des durchgeführten Updates entschied das Landgericht für den Kläger: Der Käufer könne von einem neuen Auto erwarten, dass es die versprochenen Abgaswerte einhalte. Zudem sei ein möglicher schnellerer Verschleiß des Wagens durch die Nachrüstung nicht zumutbar.

Dem NDR zufolge ist Urteil noch nicht rechtskräftig, der Händler könne noch vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht Berufung einlegen.

Die VW-Zentrale teilte dem NDR mit, dass das Urteil nur eins von vielen sei. Andere Gerichte hätten auch zugunsten der Autohersteller entschieden.

cop

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