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Elektromobilität: Hamburg will Zahl der E-Tankstellen vervierfachen

Hamburg: Zahl der E-Tankstellen soll massiv ausgebaut werden Zur Großansicht
DPA

Hamburg: Zahl der E-Tankstellen soll massiv ausgebaut werden

Hamburg will bis Mitte 2016 seine Ladestationen für Elektroautos vervierfachen. Dafür werden rund 4,7 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt. Auch das Bezahlen an den E-Tankstellen soll einfacher werden - über eine Smartphone-App.

Hamburg - Die Hansestadt Hamburg will die Zahl seiner Ladestationen für Elektroautos vervierfachen. Ziel sei es, bis Mitte 2016 die bisherigen Ladeplätze auf 529 aufzustocken. Darunter soll auch das Schnellladen an 70 Standorten mit leistungsstarkem Gleichstrom möglich sein. Das hat Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) mit seinem Masterplan zum Aufbau öffentlich zugänglicher Ladestationen für Elektroautos vorgestellt. Dafür werden insgesamt rund 4,7 Millionen Euro an Bundes- und Landesmittel bereitgestellt.

Die Hansestadt will damit der wachsenden Anzahl von Elektroautobesitzern Rechnung tragen. "Für heutige und künftige Nutzer ist dies ein wichtiges Signal, dass es sich lohnt, auf einen umweltverträglichen Elektroantrieb umzusteigen", sagte Wirtschaftssenator Frank Horch. Grundlage dafür bildet auch das geplante neue Bundesgesetz zur Förderung der E-Mobilität.

Einfaches Bezahlen mit dem Smartphone

Auch das Bezahlen an den Stromtankstellen soll wesentlich einfacher werden. Hierfür werde es künftig eine Smartphone-App geben. Sie liefere darüber hinaus auch Informationen über Standorte und Verfügbarkeit der Ladesäulen.

Nach Angaben der Behörde sind in der Hamburger Metropolregion derzeit rund 950 Elektroautos im Einsatz. Mit Förderprojekten des Bundes sei vorgesehen, zusätzliche 750 Elektrofahrzeuge bei Behörden, Unternehmen sowie im Carsharing auf die Straßen zu bringen. Durch weitere Initiativen und der steigenden privaten Nachfrage rechnet der Senat bis Ende 2016 mit bis zu 5000 Elektroautos.

smh

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Welche Typen von Elektroautos gibt es?
Reiner Elektroantrieb
Diese Fahrzeuge haben keinen klassischen Antriebsstrang mehr, der vom Motor die Bewegungsenergie auf die Räder überträgt. Stattdessen sind in den Radnaben Elektromotoren, die Energie kommt aus einem Akku, der an der Steckdose aufgeladen werden kann. Weil die Speicherkapazität der Batterien noch nicht mit einem klassischen Automobil vergleichbar ist, haben einige Elektromobile einen sogenannten Range Extender an Bord - einen kleinen Generator, der die Elektromotoren mit Energie versorgt, wenn der Akku leer ist.

Beispiele: Tesla Model S, VW E-Up, VW E-Golf, Renault Zoe, BMW i3, Ford Focus Electric, Nissan Leaf, Mercedes B-Klasse E-Drive
Hybridantrieb
Hybridautos haben zusätzlich zum klassischen Verbrennungsmotor einen Akku an Bord. Wenn der leer ist, springt der Benziner an. Eine Variante sind sogenannte Mild-Hybrid-Systeme, bei denen der Stromantrieb nur parallel unterstützend läuft, um den Benzinverbrauch zu reduzieren. Der Akku wird in der Regel durch Bremskraftrückgewinnung und einen Dynamo geladen. Zukünftige Hybridfahrzeuge sollen aber auch an der Steckdose aufladbar sein.

Beispiele: Toyota Prius, Toyota Prius+, VW Golf GTE, Porsche Panamera S E-Hybrid, Porsche 918 Spyder, Volvo V60 PiH, BMW i8
Brennstoffzellenantrieb
Bei diesen Fahrzeugen tankt man statt Benzin flüssigen Wasserstoff. In einer chemischen Reaktion wird das Hydrogen in der Brennstoffzelle in elektrische Energie umgewandelt, die dann das Fahrzeug antreibt. Anders als bei reinen Elektrofahrzeugen ist die Infrastruktur für den Wasserstoff eine ungelöste Frage. Vorteil der Brennstoffzellenfahrzeuge ist ihre größere Reichweite.

Beispiele: Hyundai ix35, Honda FCX Clarity, Hamburger Nahverkehrsbusse (Mercedes-Benz), Toyota Mirai
Range Extender
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Elektroautos haben Range Extender einen Verbrennungsmotor an Bord, der anspringt, wenn die Ladung der Batterie zur Neige geht. Vorteil: Die Reichweite steigt auf das Niveau eines Autos mit konventionellem Antrieb. Vorreiter dieser Spezies ist der Opel Ampera, der die Kraft des Verbrenners aber auch nutzt, wenn die volle Leistung zum Beispiel auf der Autobahn abgerufen wird.

Beispiele: Opel Ampera (baugleich mit Chevrolet Volt), BMW i3 (optional mit Benzinmotor)
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