Vierbeiner an Bord: So werden Hunde sicher im Auto transportiert

Mein Beifahrer mit der kalten Schnauze: "Letztlich ist es wie mit kleinen Kindern" Zur Großansicht
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Mein Beifahrer mit der kalten Schnauze: "Letztlich ist es wie mit kleinen Kindern"

Sitz, Platz, Aus: Nicht jeder Hund hüpft gerne ins Auto. Mit ein paar Kniffen können Herrchen und Frauchen ihre Tiere aber zu geduldigen Beifahrern erziehen.

Hamburg - Beifahrer mit vier Pfoten können anstrengend sein. Viele Hunde winseln, jaulen und kläffen, sobald sie ins Auto steigen. Manche übergeben sich schon, bevor es überhaupt losgeht. Kein Wunder: Jede Unachtsamkeit des Fahrers bekommen sie sofort zu spüren. Deshalb ist es vor allem abhängig vom Menschen, wie entspannt das Tier sich im Fahrzeug verhält. Meistens reichen ein paar einfache Grundvorkehrungen.

  • Oft ist es mangelnder Raum, der die Autofahrt für Hunde zum Stressfaktor macht. Um Haare auf den Sitzen zu vermeiden, transportieren viele Halter ihr Tier ganz hinten im Auto, zwischen Heckablage und Rückfenster gequetscht. Gerade für größere Rassen ist das viel zu eng. "Letztlich ist es wie mit kleinen Kindern: Hunde müssen gut gesichert sein, sich aber auch wohlfühlen", sagt Birgitt Thiesmann von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten. Die Tiere gehören deshalb auf die Rückbank oder in den Kofferraum eines Kombiwagens. Die Straßenverkehrsordnung schreibt außerdem vor, sie wie eine Ladung zu sichern: Bei einem Unfall dürfen sie niemanden gefährden. Andernfalls müssen Besitzer mit Versicherungsproblemen rechnen.

  • Im Fachhandel gibt es verschiedene Transportmöglichkeiten für den Hund. Als eine der sichersten gilt die Hundebox - sie muss aber stabil sein und aus Stahlrohren bestehen. Das Tier kann auch mit einem speziellen Brustgeschirr auf der Rückbank gesichert werden. Die für den Hund bequemste Lösung sind Trennwände und -gitter, die ihm hinten besonders viel Bewegungsfreiheit lassen. Viele Autohersteller entwickeln inzwischen auch eigene Systeme.

  • Eine der wichtigsten Regeln: "Niemals den Hund im Sommer allein im Auto zurücklassen, auch nicht im Schatten oder für kurze Zeit", sagt Theodor Mantel, Präsident der Bundestierärztekammer. Der Hitzestau im Auto kann für Hunde tödlich sein, die Gefahr wird oft unterschätzt. Jedes Jahr erleben Tierärzte ähnliche Situationen: Der Besitzer geht kurz Zigaretten holen, sich die Füße vertreten, in den Supermarkt. Ein kleiner Tratsch, die Sonne wandert. In Minutenschnelle steigt die Temperatur im Wagen - bis zu 70 Grad. Das Fahrzeug wird zur Falle. Und selbst wenn Passanten die Polizei alarmieren: "Meistens ist es dann schon zu spät", sagt Mantel. Die Tiere sterben qualvoll, an Sauerstoffmangel oder Kreislaufversagen. Bevor ein Hund bei Hitze im Auto warten muss, raten Tierschützer daher dringend, ihn zu Hause zu lassen.

  • Ohne Klimaanlage kann es auch während der Fahrt heiß werden im Auto. Abhilfe können Halter mit feuchten Handtüchern schaffen, die in die Seitenfenster geklemmt werden. Die Fenster müssen während der Fahrt aber bis auf einen schmalen Spalt geschlossen bleiben, sonst können die Vierbeiner eine Bindehautentzündung bekommen.

  • Sind Hitzeschutz und Sicherheit geklärt, geht es um psychologische Faktoren. Zwei Drittel der Hunde, so hat eine Untersuchung 2012 ergeben, fahren problemlos mit ihren Haltern mit. Bei einem Drittel kommt es zu Problemen: Die Hunde werden seekrank, panisch, sie bellen oder weigern sich, wenn sie im Auto Platz nehmen sollen. Gründe können schlechte Erfahrungen sein - verbinden sie das Auto mit Hitze, Durst oder Übelkeit, blockieren sie schnell. Andere misstrauen dem Wagen von vornherein. In jedem Fall ist es wichtig, das Tier möglichst früh und ganz langsam an das Fahren zu gewöhnen. "Am besten baut man über Belohnungen eine positive Verknüpfung zum Auto auf", sagt Ariane Ullrich vom Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater (BHV). "Man lässt den Hund in das Auto einsteigen und belohnt ihn dafür. Erst, wenn er problemlos gern in das Auto geht und dort auch frisst, fährt man mit ihm los - möglichst gleich eine längere Strecke."

  • Besitzer von Tieren mit Reiseübelkeit sollten ihnen schon früh Medikamente geben. "Wenn ein Hund das Auto von Anfang an mit Übelkeit verknüpft, ist das umso schlechter zu trainieren", sagt Ullrich. Grundsätzlich sind Medikamente aber das letzte Mittel, wenn Hunde Autofahren hassen. Halter besprechen sich am besten mit dem Tierarzt und sollten auf keinen Fall zu Humanpräparaten greifen.

Letztlich erfordert die entspannte Reise vielleicht etwas Geduld - die Erfolgschancen sind jedoch gut. Tierschützerin Birgitt Thiesmann hat mit ihrem Hund eigene Erfahrungen gemacht. "Anfangs hat er sich beim Anblick eines Autos schon übergeben", sagt sie. "Inzwischen kann er es kaum abwarten, wieder mitzufahren."

cst/dpa

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insgesamt 15 Beiträge
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    Seite 1    
1. Hundebox
k-3.14 15.08.2013
Zitat von sysopSitz, Platz, Aus: Nicht jeder Hund hüpft gerne ins Auto. Mit ein paar Kniffen können Herrchen und Frauchen ihre Tiere aber zu geduldigen Beifahrern erziehen. Hunde im Auto: Tipps zum sicheren Transport - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/hunde-im-auto-tipps-zum-sicheren-transport-a-916735.html)
"Als eine der sichersten gilt die Hundebox - sie muss aber stabil sein und aus Stahlrohren bestehen...." Also kein Alu und keine K'stoffboxen!?
2.
Caffelatte 15.08.2013
Unser 35 KG schwerer Hund kann im Falle eines Unfalls eine ganz schöne Wucht entwickeln, Allein deshalb ist er schon so zu sichern, wie man es mit einer 35 Kg schweren Kommode z.B auch machen würde. Und die kleinen, wuseligen Hunde lenken unfixiert den Fahrer teilweisi so ab wie unangeschnalltr Kleinkinder oder schreiende Babys vorne im Kindersitz. Alles potenzielle Gefahrenquellen, denen man mit geeigneten Sicherheitsmaßnahmen begegnen kann.
3.
Malshandir 15.08.2013
Also ein Geschirr ist eine gute Moeglichkeit fuer Hunde. Gut gesichert, am besten eine person sitzt hinten. Der Hund geniesst die Fahrt, schaut sich die Gegend an, man kann ihn beruhigen. Wcihtig sind Pausen fuer den Auslauf und Trinken und Spielen. beim Einkauf einfach den Hund mitnehmen. Viele Laeden haben damit kein Problem, daneben ibt es auch Hundetragetaschen fuer kleinere Hude, damit kann man die problemlos mitnehmen.
4. Funktioniert auch bei Katzen
bafibo 15.08.2013
Zitat von MalshandirAlso ein Geschirr ist eine gute Moeglichkeit fuer Hunde. Gut gesichert, am besten, eine Person sitzt hinten. Der Hund geniesst die Fahrt, schaut sich die Gegend an, man kann ihn beruhigen. Wichtig sind Pausen fuer den Auslauf und Trinken und Spielen.
Hauptsache, das Tier assoziiert mit einer Autofahrt nicht automatisch einen Besuch beim Tierarzt, was allgemein unbeliebt sein dürfte. Daher auch mit der Katze öfter mal eine Ausfahrt machen, ob's nun zu einem Spaziergang in den Wald geht oder in den Schrebergarten, ins Ferienhaus oder oder oder ...
5. Nochmal vielen Dank für die Auflistung...
lensenpensen 15.08.2013
Zitat von sysopSitz, Platz, Aus: Nicht jeder Hund hüpft gerne ins Auto. Mit ein paar Kniffen können Herrchen und Frauchen ihre Tiere aber zu geduldigen Beifahrern erziehen. Hunde im Auto: Tipps zum sicheren Transport - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/hunde-im-auto-tipps-zum-sicheren-transport-a-916735.html)
von Selbstverständlichkeiten in Sachen Hund & Auto. Bei manchem Umgang von Hundehaltern mit ihren Tieren bei diesem Thema kriege ich regelmäßig 'nen Puls. Solche Dinge sind wirklich Grundlagen, die JEDER Hundehalter kennen UND einhalten sollte.
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