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Messe-Blog IAA 2013

IAA-Blog Finde den Weg - zu Gott

IAA-Blog: Eine Kirche auf der größten Automesse der Welt Fotos
LichtKirche / Albrecht Haag

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Weltpremieren, Probefahrten, Lärm und Gedränge - die IAA ist das Hochfest der Hektik. Man kann trotzdem selbst hier zur Ruhe kommen. Die evangelische Kirche hat nämlich, in Kooperation mit der katholischen Messeseelsorge, die erste mobile Kirche der Welt auf dem Freigelände errichtet.

Schon von weitem sieht man zwischen den Hallen 9, 10 und 11 den acht Meter hohen Bau mit dem Spitzgiebeldach. Steht man schließlich direkt davor, blickt man in ein 14 Meter langes Kirchenschiff, an dessen Ende ein hölzerner Altar steht. Im Innenraum gibt es etwa 40 Sitz- und 70 Stehplätze.

Das mobile Kirchenhaus ist wie eine Autobahnkirche ausgestattet: mit Blumenschmuck und einem Anliegenbuch, dazu läuft ruhige Hintergrundmusik. "Die Kirche soll ein Rastplatz für die Seele sein", sagt Stephan M. Geller von der katholischen Messeseelsorge des Bistums Limburg, die das Gotteshaus gemeinsam mit der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau betreibt. "Wir wollen zeigen, dass die Kirche auch für mobile Menschen da ist."

Am Stand sind Notfallseelsorgerinnen und Seelsorger beider Konfessionen anwesend, die vor allem über die Notfallseelsorge und die Autobahnkirchen informieren, aber auch für persönliche Gespräche zur Verfügung stehen. Jeweils morgens zu Messebeginn und am Abend, ehe die Messehallen schließen, findet in der Kirche eine kurze Andacht statt.

Die Idee zur Messekirche entstand bei einem studentischen Wettbewerb an der Fachhochschule Frankfurt. Die evangelische Kirche suchte einen Weg, um sich an öffentlichen Orten neuartig und zeitgemäß zu präsentieren. Dass das gelungen ist, zeigt die große Nachfrage nach dem mobilen Gotteshaus, das im vergangenen Jahr fertiggestellt wurde und nach der IAA auf der Landesgartenschau in Gießen aufgebaut wird.

Fünf Tage dauert es, die insgesamt 23 Tonnen schweren Einzelteile der Kirche aufzubauen - inklusive einer Glocke. Hinzu kommen für die Messe faltbare Sitzmöglichkeiten aus Karton, die passend zur IAA mit Automotiven bedruckt sind.

Der wahre Clou der Konstruktion wird allerdings erst in der Dämmerung sichtbar. Dann nämlich erstrahlt die aus transparenten, farbigen Kunststoffplatten gebaute Kirche mittels ausgeklügelter Lichttechnik. Eine Art sakrale Lightshow sozusagen. Der Messetrubel ebbt um diese Zeit meist ab, da kann dann die Kirche etwas mehr Gas geben.

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  • IAA
    Elf Hallen, 230.000 Quadratmeter Standfläche - am 9. September öffnet die IAA 2013 ihre Pforten für die Presse, dann dreht sich in Frankfurt für knapp zwei Wochen alles ums Auto. Feiert die Elektromobilität ein Comeback? Kann BMW mit seiner Zukunftswette i3 die Kunden begeistern? Was gibt es Neues, Sparsames, Innovatives, Begeisterndes aus der Autowelt? SPIEGEL ONLINE ist vor Ort und berichtet im IAA-Messe-Blog.
Informationen zur IAA 2013
Eintritt: Eine Tageskarte kostet am Samstag und Sonntag 15 Euro, sonst 13 Euro (ermäßigt immer 7,50 Euro). Von Montag bis Freitag gibt es zudem ein Nachmittagsticket für 8 Euro (ermäßigt 4,50 Euro), das ab 15.00 Uhr gilt. Kinder dürfen bis zum vollendeten 6. Lebensjahr kostenlos auf das Messegelände.

Tickets kaufen: Karten können auf der IAA-Internetseite bestellt werden. Die Vorverkaufsgebühr beträgt 2,50 Euro pro Bestellung. An den Tageskassen gibt es Karten zum gleichen Preis wie im Vorverkauf, dann aber ohne Gebühr.

Öffnungszeiten: Die IAA ist für die Öffentlichkeit vom 14. bis 22. September täglich von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Der 12. und 13. September sind Fachbesuchern vorbehalten.


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