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IAA-Blog Volkswagen, aus Freude am Protzen

IAA-Blog: Volkswagen kann feiern Fotos
Jürgen Pander

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Volkswagen möchte der größte Autokonzern der Welt werden - und fängt damit beim Feiern an. Denn die Wolfsburger ziehen am Vorabend der IAA in Frankfurt mal wieder die größte Show ab: den sogenannten Konzernabend. Ach ja, Autos gab es auch zu sehen.

Zum Start des Feierabends gab es die Pet Shop Boys, sozusagen zum Warmwerden für die rund 2000 Gäste in der Fraport Arena. Die Herren tragen ein Medley aus ihrem Album "Electric" vor - schließlich soll es an diesem Abend auch um Elektromobilität gehen.

Vorher jedoch rollt was komplett Abgedrehtes auf die Bühne. Das Bugatti-Sondermodell "Jean Bugatti", auf drei Autos limitiert, mit pechschwarzer Karosserie aus Sichtkarbon, 1200 PS und einem Hufeisenförmigen Kühlergrill aus Platin.

Irre: Das Auto wird 2,28 Millionen Euro netto kosten, und man könnte glatt verzweifeln über der Frage, was das soll. Aber da nehmen die Konzern-Choreografen hurtig Gas weg und es kurvt ein putziger, buttergelber Minilieferwagen vor der Tribüne hin und her, die Studie E-Load-Up, ein Lieferwägelchen auf VW-Up-Basis mit Elektroantrieb.

Die E-Show geht weiter, mit gleich vier Autos mit alternativem Antrieb, von denen jedoch nur eines bislang im Verkauf ist: Der Porsche Panamera SE Plug-In-Hybrid. Daneben steht der VW E-Up (kommt noch in diesem Jahr für 26.900 Euro) sowie der VW E-Golf und der Audi A3 E-Tron (kommen beide 2014).

Ja, bei diesem Quartett ist reichlich Elektrotechnik im Spiel, doch es sind im Prinzip bekannte Modelle mit neuen Antrieben; wobei die Antriebe an sich auch nicht neu sind, sondern vor allem neu für Volkswagen. Der neue VW-Technikchef Heinz-Jakob Neußer wirbt natürlich trotzdem kräftig für den E-Up und nennt ihn "unser 3-Euro-Auto", weil der Wagen weniger als 12 kWh für 100 Kilometer Fahrstrecke braucht, und das kostet derzeit nicht mehr als 3 Euro.

Die Konzern-Shows von VW wirken in weiten Teilen immer ein bisschen wie Tupperware-Verkaufsparties: Viele bunte Schüsselchen, die sich gar nicht so furchtbar voneinander unterscheiden. Kein Wunder bei einem Autokonzern, der sich rühmt, mit einem Baukastensystem jeweils mehrere Dutzend Modelle abzubilden. Diesmal aus dieser Kategorie am Markenabend am Start: Seat Leon ST, Skoda Rapid Spaceback, VW Sportsvan, so heißt künftig der Golf Plus.

Ein paar Preisklassen höher ist das ähnlich. Da gibt es neue Autos mit sehr langen Namen, was meist ein Hinweis auf brutal getunte Modelle ist. Lamborghini etwa zeigt den nochmals geschärften Gallardo LP 570-4 Squadra Corse mit 5,2-Liter-V10-Kraftwerk und 570 PS. "Der leistungsstärkste Gallardo, den wir bisher gebaut haben", wie Lamborghini-Chef Stephan Winkelmann betont.

Bentley wiederum stellt den Continental GT V8 S vor, mit 528 PS starkem V8-Biturbo, der das Auto auf bis zu 309 km/h beschleunigt. "Für unsere Kunden, die es gerne noch schneller, leistungsstärker, kraftvoller wollen", sagt Bentley-Boss Wolfgang Schreiber.

Zum Finale gibt es noch eine Überraschung: Audi-Chef Rupert Stadler stellt den Audi Nanuk Quattro Concept vor, eine Studie die aussieht wie ein Sportwagen auf Stelzen. Ja, es ist eine weitere SUV-Spielart, mit schmalen Scheiben, schlitzförmigen Scheinwerfern und einem Design zwischen Aggressivität und Coolness.

Der Name Nanuk stammt, wie Vorstandschef Stadler erläutert, aus der Inuit-Sprache und bedeute Eisbär. Für einen Eisbären wiederum sah das Auto sehr rot und sehr schlank aus. Obwohl unterm Blech echtes Schwermetall steckt: ein V10-Diesel mit 550 PS. Technische Besonderheit des Autos: Die Intergrallenkung, die auf Vorder- und Hinterachse gleichzeitig wirkt.

Was die Studie soll? Audi-Chef: "Wir sind gespannt, wie die Reaktionen der Messebesucher sind." Es klingt, als würde der Mann wirklich gerne einen Audi-Sportwagen auf High Heels auflegen lassen. Frei nach dem Motto: Gib ihnen Blut, und sie lieben dich.

18 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
Observer 10.09.2013
clr1 10.09.2013
prophet46 10.09.2013
spiegkom 10.09.2013
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Mierscheid 10.09.2013
Mierscheid 10.09.2013
bugsbunny84 10.09.2013
neejah 10.09.2013
jenzer 10.09.2013
JEngbers 10.09.2013
C. V. Neuves 10.09.2013
soistrecht 10.09.2013
Hyperboraeer 10.09.2013
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Tickets kaufen: Karten können auf der IAA-Internetseite bestellt werden. Die Vorverkaufsgebühr beträgt 2,50 Euro pro Bestellung. An den Tageskassen gibt es Karten zum gleichen Preis wie im Vorverkauf, dann aber ohne Gebühr.

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