IAA Das Greenpeace-Plakat muss weg

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace muss auf ihrem IAA- Stand das umstrittene Plakat von DaimlerChrysler-Chef Schrempp und dem VW-Vorstandsvorsitzenden Piëch abnehmen.


Greenpeace Plakat darf auf der IA nicht mehr gezeigt werden
GREENPEACE

Greenpeace Plakat darf auf der IA nicht mehr gezeigt werden

Frankfurt am Main - Das Landgericht Frankfurt erließ am Montag eine einstweilige Verfügung, dass das Bild von der IAA verschwinden muss. Anderenfalls drohe eine Geldbuße von 500.000 Mark oder eine Ordnungshaft bis zu sechs Monaten, teilte Greenpeace mit. Der Veranstalter der IAA, der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA), hatte beanstandet, dass das Plakat zu Messebeginn nicht genehmigt worden sei und insofern gegen die Regeln der Messe verstoße. Das Gericht folgte vorerst der Argumentation der Veranstalter.

Greenpeace will das Plakat nun verhüllen, sobald die einstweilige Verfügung zugestellt worden ist. Der Verkehrsexperte der Organisation, Wolfgang Lohbeck, bedauerte den Beschluss des Gerichts. "Das Publikum hat größtenteils positiv auf die Aktion reagiert", sagte er.

Auf dem Plakat sind Schrempp und Piëch jeweils nur mit einem Feigenblatt bekleidet zu sehen. Daneben ist der Vorwurf aufgedruckt, dass der Smart und der Lupo nur Alibis der Autoindustrie und die Konzerne nicht wirklich am Spritsparen interessiert seien.



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