Interaktive Übersicht: 60 deutsche Autos

1945: VW Käfer

Kaum ein anderes Produkt hat die deutsche Nachkriegszeit so geprägt wie das Auto. SPIEGEL ONLINE stellt zum Jubiläum der Bundesrepublik 60 Fahrzeuge vor, die das Straßenbild prägten und Geschichte schrieben. Den Anfang macht - natürlich - der VW Käfer.

Jürgen Pander

1948: Porsche 356
Jürgen Pander

Ohne dieses Auto gäbe es die Marke Porsche nicht: Am 8. Juni 1948 erteilte die Landesbaudirektion Kärnten dem sogenannten Gmünd-Roadster die Betriebsgenehmigung. Ferdinand Porsche machte aus dem Prototypen seines Sohnes Ferry ein Coupé - der Porsche 356 war geboren.

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1949: Messerschmitt Kabinenroller
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Während des Krieges wirkte Fritz Fend bei Messerschmitt an der Entwicklung der ersten Düsenjäger mit. Weil nach der Kapitulation den Deutschen der Flugzeugbau zunächst verboten war, übernahm Fend den elterlichen Lebensmittelladen in Rosenheim - und bastelte ein Dreirad.

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1950: Borgward Lloyd 300
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"...steht am Berg und heult". Solche liebevoll gemeinten Sprüche kursierten unter Lloyd-Fahrern. Der Kleinwagen mit der Sperrholz-Karosserie und dem schwächlichen Motor war ein Minimalauto - aber ein Auto, und das bedeutete in der Nachkriegszeit schon etwas

1950: DKW Meisterklasse

In den Jahren des Wiederaufbaus war die Stromlinien-Karosse des Kleinwagens im westdeutschen Straßenbild allgegenwärtig. Bis in die sechziger Jahre konnte der DKW die blaue Fahne des Zweitakters hochhalten - dann wurde seinem Hersteller die überholte Technik zum Verhängnis.

1950: VW-Bus

Viele verbinden mit dem VW-Bus Freiheit, für andere ist er einfach ein Arbeitsgerät. Mit dem als Transporter konzipierten Wagen starteten die Wolfsburger 1950 ihre zweite Baureihe und landeten einen Volltreffer. Bis heute konnte VW mehr als zehn Millionen Autos diesen Typs verkaufen.

1951: BMW 501

Ein Bayer mit dicken Backen: Die BMW-Oberklasselimousine 501 war der 7er der Wirtschaftswunderjahre und brachte es sogar zum Hauptdarsteller einer Krimi-Serie. Doch weil der "Barockengel" zu teuer war, wäre er für die Bayerischen Motorenwerke fast zum Sargnagel geworden.

1953: Mercedes 180 (Ponton)

Mit den Baureihen 180, 190 und 220 hielt die automobile Moderne auch in Sindelfingen Einzug: Es waren die ersten Mercedes-Modelle mit selbsttragender Karosserie, sie begründeten das sogenannte Baukastenprinzip - und verhalfen dem Dieselmotor im Pkw zum Durchbruch.

Peter Kurze

1954: Borgward Isabella
Peter Kurze

Isabella - für ein Auto klingt das fast schon zu romantisch. Tatsächlich hieß der Wagen zunächst Hansa 1500, doch die ursprünglich nur als Tarnname für die Prototypen gedachte Bezeichnung Isabella setzte sich durch. Es war die Mittelklasse-Limousine der fünfziger Jahre schlechthin.

1954: Mercedes 300 SL

Die Rendite wäre ebenso traumhaft wie das Auto: 29.000 Mark kostete 1954 ein Mercedes 300 SL, heute wird der Sportwagen mit den charakteristischen Flügeltüren für gut eine halbe Million Euro gehandelt. Das Coupé gehört zu den frühen Ikonen der Bundesrepublik.

DER SPIEGEL

1955: BMW Isetta
DER SPIEGEL

"Freude haben, Kosten sparen, BMW Isetta fahren" - so dichten die Werber 1955 für ein Kleinstfahrzeug von BMW, das den damals stark schlingernden Konzern vor dem Untergang bewahren sollte. Das als Knutschkugel berühmt gewordene Gefährt war ein Lizenzbau aus Italien.

1955: BMW 507

Als "Traum von der Isar" wurde der BMW 507 bei der Premiere auf der Internationalen Automobilausstellung des Jahres 1955 gefeiert. Doch so schön, schnittig und schnell das Auto auch war - wirtschaftlich war es eher ein Alptraum. Lediglich 251 Exemplare wurden gebaut.

DPA

1955: Goggomobil
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Das Goggomobil der Hans Glas GmbH war das erste Rollermobil, das aussah wie ein Auto. Im März 1955 ging der Goggo im Glas-Werk in Dingolfing in Produktion und wurde mit 280.024 verkauften Modellen zum Kult - kein anderer Kleinstwagen in Deutschland war beliebter.

1955: VW Karmann Ghia

Mit dem "Käfer im Sonntagsanzug" brausten ab 1955 Aufsteiger und Arztgattinnen durchs Wirtschaftswunderland. Vor allem aber brachte die deutsch-italienische Co-Produktion Dolce-Vita-Leichtigkeit in den bundesdeutschen Auto-Alltag - fast zwei Jahrzehnte lang.

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1956: Wartburg
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Der Wartburg war die Mittelklasse-Limousine der DDR. Gebaut wurde das Auto zwischen 1956 und 1991, in den letzten drei Jahren steckte ein in Lizenz gebauter Viertakter von VW im Motorraum. Davor war dieses elegante Auto mit charakteristischem Töfftöff unterwegs.

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1957: Zündapp Janus
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Kabinenroller, Goggo, Isetta: Im Deutschland der Nachkriegszeit mangelte es an vielem - nicht aber an kuriosen Kleinwagen. Die aberwitzigste Konstruktion von allen hatte der Janus 250. Seine skurrile Sitzanordnung ist legendär.

1958: NSU Prinz

"Fahre Prinz und Du bist König." Mit diesem Slogan traf NSU 1958 exakt den Nerv der Zeit: Deutschland hatte sich berappelt, die Wirtschaft brummte und die Menschen gönnten sich wieder was. Der NSU Prinz wurde zu einem Symbol des Aufschwungs der jungen Republik.

1958: Opel Kapitän

Opel als Platzhirsch in der Oberklasse? Heute nur schwer vorstellbar, doch Ende der fünfziger Jahre hängten die Rüsselsheimer mit dem Modell Kapitän den Konkurrenten Mercedes ab. Der Wagen war die erste Wahl für die Gewinner des Wirtschaftswunders.

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1958: Trabant
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Der "Anschluss an das Weltniveau" war in den ersten Jahren das große Ziel der DDR-Staatsführung. 1954 wurde in Ost-Berlin beschlossen, einen Kleinwagen entwickeln zu lassen, der eine ähnliche Funktion erfüllen sollte, wie sie der VW Käfer in Westdeutschland innehatte.

1960: Ford Taunus

1960 brach Ford radikal mit dem Design seiner Limousinen. Das trug dem Taunus 17M ein nobles Etikett ein, aber auch einen respektlos-liebevollen Spitznamen: Geachtet wurde der Mittelklassewagen wegen seiner "Linie der Vernunft", geliebt aber wird er als Badewanne.

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1961: Amphicar
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Manchmal läuft die Evolution offenbar umgekehrt. Beim Auto zum Beispiel. Das wurde als Landfahrzeug entwickelt, ging dann aber ins Wasser. Der deutsche Tüftler Hanns Trippel baute in den sechziger Jahren das Amphicar - bis heute der Klassiker unter den Schwimmwagen.

1961: BMW "neue Klasse"

Dieses Auto war Anfang der sechziger Jahre die letzte Chance für BMW, die Krisenjahre hinter sich zu lassen. So bewarb man den Wagen als "die neue Klasse". Das Debüt im September 1961 auf der IAA war ermutigend: Der BMW 1500 markierte den Beginn einer Erfolgsstrecke.

1962: VW Variant Typ

Endlich ein erwachsener Volkswagen! 1962 gab der Urahn aller VW- und Audi-Kombis sein Debüt: Ein Mittelklasse-Modell, das mit dem Käfer äußerlich brach. Dass der Variant ein naher Verwandter war und kein konstruktiver Neuanfang, sollte seinen Erfolg nicht schmälern.

1963: Mercedes SL 230

Wenn unter Autokennern das Wort "Pagode" fällt, weiß jeder sofort, um welches Fahrzeug es geht - den Mercedes 230 SL. Den Spitznamen erhielt der elegante Roadster aufgrund des nach innen leicht abfallenden Hardtops, das entfernt an japanische Tempeldächer erinnert.

1963: Porsche 911

Seit über 45 Jahren gilt der Porsche 911 als der Sportwagen schlechthin. Mindestens so bahnbrechend wie das Design war und ist das Produktversprechen des Klassikers: Der Wagen gibt selbst dem mittelmäßigsten Autofahrer das Gefühl, der König der Straße zu sein.

1964: VW Fridolin (Typ 147)

Trari-trara, die Post ist da. So naiv-fröhlich war es vielleicht wirklich - wenn der Postoberschaffner in den sechziger Jahren mit dem VW Fridolin vorfuhr - natürlich im sonnigen Farbton postgelb. Der Kleinlieferwagen wurde extra für die Bundespost entwickelt.

1965: Opel Kadett B

Seitdem die Kompaktklasse nur noch Golfklasse heißt, ist der Opel Kadett etwas in Vergessenheit geraten. Dabei war der Wagen aus Rüsselsheim der Urvater aller Fahrzeuge dieses Pkw-Segments. Vor allem der Kadett B gilt als Design-Ikone der sechziger und siebziger Jahre.

1965: Opel GT

Roy Black testete einen roten Opel GT im November 1968 für die Jugendzeitschrift "Bravo". Es war eine Hymne, die unter dem Titel "Der Renner mit den Schlafaugen" erschien. Überhaupt war die ebenso kurze wie überraschende Karriere des Sportwagens ein einziger Höhenflug.

1966: BMW 02er-Baureihe

Die Limousinen der "Neuen Klasse" hatten BMW zu Anfang der sechziger Jahre vor dem Untergang gerettet. Mit der Einführung der 02-Serie 1966 bewiesen die Bayern erneut eine glückliche Hand: Der kompakte, sportlich-elegante Zweitürer wurde ein Bestseller.

1966: Opel Rekord

Der Opel Rekord C war das erste Modell der Marke, von dem mehr als eine Million Exemplare verkauft wurden. Exakt waren es 1.253.161 Autos, die von Herbst 1966 bis Ende 1971 abgesetzt wurden. Der Wagen dominierte in dieser Zeit das Segment der Mittelklasse-Limousinen.

1967: NSU Ro 80

Hoch gelobt und tief gefallen: Der NSU Ro 80 war der Liebling der Massen auf der Internationalen Automobilausstellung 1967. Die Presse stimmte Jubelarien an. Aber dennoch floppte das Wunderwerk mit Wankelmotor - die Produktion des Wagens lief 1976 ohne Nachfolger aus.

1968: Ford Escort I

Es war ein ehrgeiziges Ziel, das Ford bei der Premiere des Modells Escort im Sommer 1968 formulierte: Das Auto sollte VW Käfer und Opel Kadett Konkurrenz zu machen. Ein schwieriges Unterfangen, wie sich nach dem Verkaufsstart zeigte. Doch Ford bewies einen langen Atem.

1968: Mercedes W 114 (Strich-Acht)

Die Baureihe W 114/115, besser bekannt als Strich-Acht, sorgte 1968 bis 1976 für einen Fabelrekord der Stuttgarter. Mercedes produziert von der Baureihe fast genauso viele Fahrzeuge, wie in den 20 Jahren zuvor. Mittlerweile hat sich das einstige Spießerauto zum Kultmobil gewandelt.

Jürgen Pander

1969: Ford Capri
Jürgen Pander

In den USA trumpfte der Ford Mustang seit 1964 auf, in Europa aber fehlte der Marke ein entsprechendes Zugpferd. Das änderte sich im Januar 1969, als der Ford Capri auf den deutschen Markt kam. Ein Coupé wie aus der Fibel für Fahrzeugformen entnommen.

1969: Melkus RS 1000

In der Planwirtschaft war ein Auto wie dieses gar nicht vorgesehen. Was sollte ein zweisitziger Sportwagen zur Volksmobilität groß beitragen? Heinz Melkus baute dennoch ein solches Gefährt, zu Ehren des 20. Jahrestages der DDR-Gründung. Premiere war im April 1969.

1969: Mercedes C 111

Das Auto war einer der Stars der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 1969 in Frankfurt. Grell orangefarben lackiert, mit Flügeltüren, Klappscheinwerfern und luxuriösem Leder-Interieur. Der Mercedes C 111 erschien wie ein Bote aus einer rasanten Autozukunft - doch in Serie ging der Wagen nie.

1969: VW-Porsche 914

VW und Porsche bereiten die neue Zweisamkeit vor - und schon gibt es hochfliegende Pläne. So soll mit der Technik aus dem Volkswagen-Regal ein neuer Volksporsche entstehen. Das gab es schon einmal: Am 11. September 1969 debütierte der VW-Porsche 914.

1970: Audi 100 Coupé S

Die sportliche Variante des ersten Audi 100 bestach mit einem entzückenden Heck. Doch der italienisch anmutende Chic aus Oberbayern fand zwischen 1970 und 1976 so wenig Käufer, dass das Coupé schon zu Produktionszeiten ein Exot auf deutschen Straßen war.

1970: Opel Manta A

Erst war er eine Ikone, dann eine Witzfigur: Zwischen 1970 und 1988 baute Opel mehr als eine Million Exemplare des Manta. Lange bevor er als Proletenschleuder verunglimpft wurde, war der Rüsselsheimer ein Traumwagen der aufstrebenden deutschen Mittelschicht.

1972: Audi 80

Äußerlich ein Leicht-, technisch aber ein absolutes Schwergewicht: Der Audi 80 von 1972 war ein großer Wurf und bahnte der bis dahin biederen Marke mit den vier Ringen dank gefälliger Optik und innovativer Details den Weg zum Erfolg.

1974: VW Golf

1974 war ein ereignisreiches Jahr. Deutschland wurde zum zweiten Mal Fußball-Weltmeister, "Rock Your Baby" von George McCrae war die meistverkaufte Single hierzulande und VW schickte mit dem Modell Golf einen Nachfolger für den scheinbar ewigen Käfer auf die Straße.

1975: Mercedes W 123

Dieser Mercedes prägte das Straßenbild der siebziger und achtziger Jahre: Von der Baureihe 123 wurden zwischen 1975 und 1986 insgesamt rund 2,7 Millionen Autos gebaut. Das Modell setzte neue Sicherheitsstandards und diente als Versuchswagen für alternative Antriebe.

1975: Porsche 911 Turbo

Martialisch sah das Auto aus, aufdringlich und sogar flegelhaft. Oder sollte man flügelhaft sagen? Jedenfalls erregte der Porsche 911 Turbo beim Debüt auf dem Salon in Paris 1974 gehöriges Aufsehen. Es war ein Coupé der Superlative.

1978: BMW M1

Kantige Optik, kompromisslose Power und eine Höchstgeschwindigkeit, die nicht einmal der Porsche 911 Turbo erreichte: 1978 brachte BMW den M1 auf den Markt. Drei Jahre später, nach nur 454 Exemplaren, stellten die Bayern die Produktion ihres Supersportwagens wieder ein.

1979: Mercedes S-Klasse

"Erfunden" wurde sie 1965, als Mercedes die Einheitskarosserie aufgab und die damals neue Oberklasse-Baureihe mit dem "S" adelte. Als eine der gelungensten Mercedes-Kompositionen gilt aber bis heute die dritte Generation von 1979.

1979: Mercedes G-Klasse

Die klobige G-Klasse ist eine Geländewagen-Ikone: Das Auto wurde als Nutzfahrzeug entwickelt und sollte sich sowohl in holprigem Terrain als auch auf der Straße fahren lassen. Bis heute wird die Baureihe in nahezu unveränderter Optik verkauft.

1979: VW Golf Cabrio

Das VW Golf Cabrio I wurde 1979 auf dem Genfer Salon vorgestellt - und sogleich blühte der Spott über den Überrollbügel, der sich bei offenem Dach wie ein Henkel übers Auto wölbte. Die eigenwillige Konstruktion bescherte dem Auto den Namen "Erdbeerkörbchen".

1980: Audi Quattro

Der sogenannte Ur-Quattro von Audi war der Urknall des bis heute anhaltenden Allradbooms. Und vor allem war es das Auto, mit dem die bis dahin biedermeierliche Marke schlagartig die Gasfußfraktion verzückte. Die Rallye-Version des Autos galt zeitweilig als unschlagbar.

1982: Mercedes 190

Kantige Keilform, knappe Abmessungen und Chrom nur noch in homöopathischer Dosierung: Mit dem Baby-Benz irritierte Mercedes 1982 das Autofahrervolk. Doch nach kurzer Gewöhnungsphase entpuppte sich die Kompaktlimousine als Volltreffer.

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1995: Audi TT
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Audi wusste, dass dieses Auto Furore machen würde. Die Premiere der Studie TT auf der IAA 1995 wurde von doppelseitigen Anzeigen flankiert, die den Titel trugen "Wenn Ingenieure träumen dürfen". Drei Jahre später wurde daraus Realität - der Audi TT kam auf die Straße.

1997: Mercedes A-Klasse

Das Auto sollte die Marke Mercedes für Einsteiger öffnen. Mit großem Tamtam brachte Mercedes 1997 die A-Klasse auf den Markt. Doch kurz darauf kippte der Kleinwagen beim Elchtest in Schweden um. Eine Marketing-Katastrophe für Daimler - die dem ESP zum Durchbruch verhalf.

1997: Smart

Der Smart gilt als das perfekte Stadtauto. Für den Autokonzern Daimler war der Zwerg der Einstieg in das Segment der Kleinstwagen. Dafür gingen die Stuttgarter ungewöhnliche Wege in der Vermarktung und der Modellpolitik - nicht immer mit Erfolg.

1998: Audi A2

Heute wäre das Auto wahrscheinlich ein Renner, doch vor zehn Jahren war der Audi A2 einfach nur seltsam. Das Design so ungewohnt, das Konzept unverstanden, die Sparsamkeit noch gar nicht gefragt. Der erfolglose Hightech-Kleinwagen wurde 2005 schon wieder eingestellt.

1999: Opel Zafira

Mitte der achtziger Jahre wurden Großraumlimousinen populär, dann folgten die Kompaktvans. 1996 eröffnete Renault mit dem Modell Scénic diese Fahrzeugklasse. Erster deutscher Vertreter des Segments war der Opel Zafira, der 1999 mit neuem Sitzsystem debütierte.

1999: VW Drei-Liter-Lupo

Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben: Der Volkswagen Lupo 3L kam bereits vor zehn Jahren mit weniger als drei Litern Diesel auf 100 Kilometer aus. Technisch gesehen war das Auto eine Sensation - beim Kunden fiel das Sparmobil glatt durch.

2001: BMW 7er (Bangle-Design)

Im Jahr 2001 präsentierte BMW-Designer Chris Bangle eine völlig neue Interpretation des Münchner Flaggschiffs - und löste unter Traditionalisten einen Sturm der Entrüstung aus. Auch Jahre später regen sich eingefleischte Fans noch über die pummelige Luxuslimousine auf.

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2002: Maybach
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Zwischen 1921 und 1941 wurden zum ersten Mal Luxusautos mit Namen Maybach verkauft. Später erwarb Daimler-Benz die Rechte - und erweckte die Marke im Jahr 2002 zu neuem Leben. Man wolle den Highend-Autobau umwälzen, hieß es anfangs. Doch die Revolution blieb aus.

2002: Porsche Cayenne

"Nur mit Sportwagen, das war dem damaligen Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking klar, ließen sich seine großspurigen Expansionspläne nicht realisieren. Passenderweise schwappte gerade die Luxus-SUV-Welle über den Atlantik - und Porsche schwamm mit dem Cayenne mit."

2002: VW Phaeton

"Er sollte Ferdinand Piëchs Meisterstück werden: Mit der aufwendig produzierten Luxuslimousine Phaeton wollte der damalige Volkswagen-Chef endlich mit der Konkurrenz aus München und Stuttgart gleichziehen. Technisch gelang das, betriebswirtschaftlich geriet der Wagen zum Flop."

2007: Audi R8

"Vorsprung durch Technik - der Werbeslogan des Ingolstädter Autoherstellers Audi wirkte ein wenig überheblich, bis die Marke einen waschechten Sportwagen präsentierte. Seither spielt Audi mit in der Riege der Vollgas-Schwerkaliber. Der Name des Autos: Audi R8."

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