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Fuhrpark des IS: Toyotas Problem mit den Terror-Trucks

IS-Kämpfer mit Toyota-Fahrzeugen: US-Behörde wundert sich Zur Großansicht
AP

IS-Kämpfer mit Toyota-Fahrzeugen: US-Behörde wundert sich

In vielen Propaganda-Videos fahren die Anhänger des IS schwer bewaffnet auf Pick-up-Trucks. Besonders oft handelt es sich bei den Fahrzeugen um Modelle von Toyota. Jetzt wollen US-Behörden von dem japanischen Hersteller wissen, wie das sein kann.

Manchmal sind Namen von Automodellen wirklich unglücklich gewählt. Zum Beispiel Toyota Isis. Der japanische Hersteller verkauft diesen Van seit 2004 auf seinem Heimatmarkt. Aber wer hätte damals schon ahnen können, dass es rund ein Jahrzehnt später eine Terrororganisation geben wird, die unter der gleichen Bezeichnung ein menschenverachtendes Regime führt?

Jetzt wird Toyota allerdings tatsächlich mit dem "Islamischen Staat" in Verbindung gebracht. Mit dem Siebensitzer-Van Isis hat das nichts zu tun, vielmehr mit den Modellen Hilux und Land Cruiser: Denn der Pick-up-Truck und der Geländewagen tauchen oft in den Propaganda-Videos der Terrormiliz auf, mit vermummten Kämpfern und schweren Geschützen auf den Ladeflächen.

Die Präsenz der Toyotas in den vom IS besetzten Gebieten im Irak, in Syrien und Libyen ist so auffällig, dass sich nun laut Berichten der Fernsehsender CNN und ABC eine Anti-Terror-Abteilung des US-Finanzministeriums an den japanischen Hersteller gewendet hat: Der Autobauer möge doch bitte bei der Klärung der Frage behilflich sein, wie der IS an die vielen Fahrzeuge gekommen sei.

"Keine Geschäfte mit Terrorverdächtigen"

Toyota hat laut Medienberichten bereits geantwortet. Demnach könne der Hersteller nicht nachvollziehen, warum der Fuhrpark der IS-Miliz ausgerechnet mit so vielen Pick-ups und Geländewagen aus Japan bestückt sei.

Die Vertriebsstellen von Toyota im Mittleren Osten seien gewarnt, teilte ein Unternehmenssprecher mit, und natürlich gebe es die strikte Anordnung, keine Geschäfte mit Terrorverdächtigen zu machen. Trotzdem ließe sich unmöglich verhindern, dass die Fahrzeuge über indirekte oder illegale Kanäle zum IS gelangten.

cst

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 124 Beiträge
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1. Ich habe neulich ein Video gesehen, ...
Loddarithmus 07.10.2015
... in dem ein ISISt eine Cola getrunken hat. da hat die Anti-Terror-Abteilung des US-Finanzministeriums aber ganz schön gepennt!
2.
klingeldraht 07.10.2015
Wahrscheinlich wurden die der UNO oder anderen NGOs geklaut. Nach VW möchten die USA wohl den nächsten großen Auto Hersteller kaputt machen sodass alle Welt bald nur noch amerikanische Autos fährt.
3.
Stäffelesrutscher 07.10.2015
»Demnach könne der Hersteller nicht nachvollziehen, warum der Fuhrpark der IS-Miliz ausgerechnet mit so vielen Pick-ups und Geländewagen aus Japan bestückt sei.« Vielleicht weil die Dinger robust und preiswert sind? Was hätten sie denn sonst fahren sollen? Eine G-Klasse oder einen VW-Pritschenwagen?
4. Der HiLUX ist doch schon immer das Vehicle of Choice...
glass88 07.10.2015
Einfach gebaut, leicht zu warten, kein Schnickschnack, fast unkaputtbar, was will der Terrorist mehr... Und das nicht erst seit gestern. Überall fahren die Milizen damit rum. Da kommt die CIA erst nach reiflicher Sichtung von YouTube Videos drauf? Überbezahlter Haufen...
5. ECall
alienscene 07.10.2015
Wenn die Toyotas bereits sowas wie eine ECall-Funktion hätten, könnte die Russen die GPS-Koordinaten der Pickups gleich "gewinnbringend" nutzen....
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