ADAC Lichttest: Jedes zweite Auto hat einen an der Lampe

Schlechte Sicht auf der Straße: Viele Fahrer sind mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs Zur Großansicht
dapd

Schlechte Sicht auf der Straße: Viele Fahrer sind mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs

Die Ergebnisse des ADAC Lichttests sind erschreckend: Bei der Hälfte der untersuchten Fahrzeuge entdeckten die Prüfer Fehler an der Lichtanlage. Dabei kann der Fahrer den am häufigsten beanstandeten Mangel oft ganz einfach selbst beheben.

München - Experten des Automobilclubs ADAC haben die Beleuchtungsanlagen von 9000 Autos getestet - und dabei wenig Lichtblicke erlebt. Jedes zweite Fahrzeug hatte mindestens einen Mangel an der Anlage. Das kann teure und gefährliche Folgen haben: Fehlerhafte Scheinwerfer blenden entweder den Gegenverkehr oder schränken die Sicht des Fahrers ein. Bei der gesetzlich vorgeschriebenen Hauptuntersuchung (HU) kann für einen solchen Mangel außerdem eine Nachprüfung fällig werden.

Falsch eingestellte Scheinwerfer waren der häufigste Mangel, den die Tester beanstandeten: Bei mehr als 40 Prozent der getesteten Fahrzeuge waren Haupt- oder Nebelscheinwerfer entweder zu hoch oder zu niedrig justiert.

Das Ergebnis ist erstaunlich - denn bei fast allen Autos kann dieses Problem mit einem Handgriff behoben werden: "Fahrer müssen entsprechend der Last im Auto die Leuchtweite regulieren. Ein Blick in die Bedienungsanleitung reicht schon aus, um zu wissen, wo sich das entsprechende Einstellrädchen im Wagen befindet", sagt Claudia Weiler vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).

Der ADAC rät Autofahrern außerdem, hochwertige Leuchtmittel für die Haupt- und Nebelscheinwerfer zu verwenden. Bei vielen Billigprodukten komme es zu einer falschen Ausrichtung des Lichtkegels, weil der Glühdraht in den Lampen schlecht positioniert sei.

cst/dpa

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insgesamt 84 Beiträge
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1. Das ist ja mal
kahabe 04.01.2013
was ganz was Neues. Das schlecht eingestellte Scheinwerfer blenden. Gibt's keine "Lichtwochen" mehr? Da gibt es blöderes. Blöd deswegen, weil defekte Birnen bei heutigen Autos nicht mal eben mit wenigen Handgriffen ausgewechselt werden können. Sondern selbst "technisch Begabten" der Weg in die Werkstatt oft nicht erspart bleibt.
2.
Oberleerer 04.01.2013
Am Auto ist doch nun alles reglementiert. Wenn der Hotspot einer Glühlampe definiert ist, aber manche Fabrikate sich nicht dran halten, dann dürfen diese Produkte eben keine Zulassung für den Straßenverkehr bekommen. Wenn trotzdem viele dieser fehlerhaften Lampen zum Einsatz kommen, muß der Gesetzgeber eben mit Verboten und Strafen reagieren. Die manuelle Leuchtweitenregulierung gehört ebenfalls reglementiert, da offensichtlich viele Fahrer diese Funktion nicht kennen oder einfach "hochdrehen". Ein Lagesensor für die automatische Einstellung kann eigenlich nicht viel teurer sein.
3. Ausrichtung vs. defekt
diego33 04.01.2013
Nach meinem Empfinden ist bei jedem zweiten Fahrzeug mind. ein Glühlämpchen der Beleuchtungseinrichtung defekt. Um das festzustellen, bräuchte man nichtmal einen Lichtcheck. Nicht falsch verstehen, ich begrüße diesen Test und diejenigen, die ihn machen lassen, zeigen immerhin Interesse an der Funktion und Korrektheit der Beleuchtung. Aber wenn man sich im Dunkeln mal umschaut, sieht man extrem viele defekte Scheinwerfer und Rücklichter. Dabei kann man die quasi bei jedem Ampelstop selbst kontrollieren - die spiegeln sich doch in der Stoßstange des Vordermanns. Und wenn ein Bus hinter einem steht, ist dessen Frontscheibe die beste Gelegenheit, Rück- und Bremslichter zu testen... Manche merken's erst bei der HU, fahren also knappe 2 Jahre mit halber Beleuchtung herum. Völlig unverständlich!
4. Wie oft sehe ich
Jobuch 04.01.2013
und das, obwohl sicher über 90% dieser Fahrer ein "Birne kaputt"-Lämpchen im Cockpit haben. Warum fahren die trotzdem weiter? Weil sie es zuerst selbst versucht haben und nach dem Scheitern in die Werkstatt gefahren sind, die ihnen die Arbeitswerte fürs Wechseln bzw. dank viel LED Gelämpel gesagt haben, was z.B. eine neue Leuchteinheit für hinten kostet (weil alles vergossen ist). Da denkt sich der sparsame Fahrer: "Danke fürs Gespräch - das ziehe ich dann noch raus bis zur nächste HU - mit dem andern Scheinwerfer sehe ich ja noch genug." Selbst wenn alle Birnchen an meinem Mercedes W123 gewechselt werden müßten (je 2x Hauptscheinwerfer, Nebler, Standlicht, Blinker vorn und hinten, Rücklicht, Nebel-, Bremslicht und Rückfahrscheinwerfer wäre ich etwa 20 Minuten komplett beschäftigt bis alles wieder zusammen ist. Mit ein bißchen Training vermutlich noch deutlich schneller. Das soll mir einer mit einem Neuwagen erstmal nachmachen. Und das Tollste daran: Das geht ALLES ohne ein einziges Werkzeug!
5.
dale_gribble 04.01.2013
Zitat von diego33Nach meinem Empfinden ist bei jedem zweiten Fahrzeug mind. ein Glühlämpchen der Beleuchtungseinrichtung defekt. Um das festzustellen, bräuchte man nichtmal einen Lichtcheck!
Hmm. Ich bin ziemlich viel unterwegs und halte die Ausssge ziemlich übertrieben. Wenn ich an Tagen wie diesen drei, vier Stunden bei Dunkelheit/Dämmerung durch Berlin fahre fallen mir allerhöchstens 5-10 Autos mit nur einem Scheinwerfer auf. Das sind jetzt imho wirklich nicht allzu viele. Wenn man in unsere Nachbarländer sieht sind die deutschen Autos beleuchtungsmässig in hervorragenden Zustand. Ich halte das Thema fuer ziemlich aufgebauscht.
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