Eurofighter auf Autobahn Kaputter Kampfjet blockiert A9 gen München

Stau auf der A9 wegen eines kaputten Kampfjets: Was sich nach einer Notlandung oder einem Aprilscherz anhört, ist wahr. Der Kampfjet wird auf einem Schwertransporter zur Reparatur gebracht.

DPA

So ein Bild haben Autofahrer auch nicht alle Tage! Stau, ja, das kennt man... aber verursacht durch einen Kampfjet auf der Autobahn, das hat Seltenheitswert. Am Donnerstag ist es Realität auf der Autobahn 9 Richtung München: Hier behindert ein Flugzeug den Verkehr.

Der beschädigte Kampfjet vom Typ Eurofighter ist auf einem Schwertransporter nach Polizeiangaben auf dem Weg zum Airbus-Werk im oberbayerischen Manching. Dort soll er wieder instand gesetzt werden. Doch wegen seiner Ladungsbreite von mehr als elf Metern kann der Transporter mit dem Flugzeug trotz der dreispurigen Fahrbahn nicht überholt werden.

Autofahrer sollten besser Ausweichstrecken nutzen

Wie ein Polizeisprecher sagte, ist der Schwertransport im Zeitplan, seine Ankunft im Airbus-Werk werde gegen 15 Uhr erwartet. Der Konvoi sei mit etwa 50 bis 60 km/h unterwegs. Er halte jedoch immer wieder an einer breiteren Stelle an, damit die Autos vorbeigelassen werden können. "Man fährt mit dem nicht in einem Rutsch durch. Da würden wir uns zurecht den Unmut der Autofahrer zuziehen."

Dennoch kam und kommt es weiter zu Behinderungen. Ortskundigen Autofahrern rät die Polizei, Ausweichstrecken auf den Landstraßen zu nutzen.

Nach Angaben eines Airbus-Sprechers handelt es sich bei dem Eurofighter um die Maschine, die am 23. Juni 2014 bei einem Luftwaffen-Manöver im Sauerland mit einem an der Übung beteiligten Learjet kollidiert war. Die beiden Piloten des privaten Flugzeugs kamen bei dem Unglück ums Leben. Der Eurofighter konnte stark beschädigt zu einem Luftwaffen-Stützpunkt zurückkehren.

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Learjet kollidiert mit "Eurofighter": "Solche Übungen sind Routine"

smh/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 78 Beiträge
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dergroßeradler 28.05.2015
1. Hinter ... vorbeikommen?
Bildunterschrift zu Bild 1: "Hinter dem kaputten Kampfjet ist kein Vorbeikommen ...." Frage: Wer will denn hinter dem Transport vorbeikommen? Wenn, dann will man an dem Transport vorbei. Ich würde SPON eine andere Bildunterschrift empfehlen. Dabei könnte dann "kaputten" durch "beschädigten" ersetzt werden. "Kaputt" ist doch sehr umgangssprachlich und gehört m.E. nicht hierher.
mps58 28.05.2015
2. Robust
Ein rundum robustes und zuverlässiges Flugzeug, wenn es nach so einem schweren Unfall noch sicher landen kann. Hoffentlich kann es wieder flugfähig gemacht werden.
quark@mailinator.com 28.05.2015
3.
Scheint ja ne super-praktische Konstruktion zu sein, wenn man die Tragflächen nicht abmontieren kann ... Ich sehe im Einsatzfall schon, wie Transporte mit Eurofightern, deren Flügel Einschußlöcher haben, alle Transportwege verstopfen. Wahlweise kann man die Milliardengräber auch gleich vor Ort verschrotten.
makromizer 28.05.2015
4.
Man muss ja echt den halben Artikel lesen, um zu erfahren, dass es sich bei dem EF auf der Autobahn einfach nur um einen Transport handelt. Kommt zwar nicht alle Tage vor, ist aber schon deutlich unspektakulärer als eine Notlandung.
tailspin 28.05.2015
5. Das war knapp
Der Kampfjet muss also unmittelbar nach der letzten geglueckten Landung flugunfaehig gewesen sein, moeglicherweise schon vorher. Sonst waere er zur Reparatur geflogen worden.
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