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Wechsel der Kfz-Versicherung: Geduldige fahren günstiger

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DPA

Unfallwagen: Wenn es kracht, muss die Versicherung helfen

Wer seine Kfz-Versicherung wechseln möchte, hat noch bis zum 30. November Zeit. Doch Ruhe bewahren zahlt sich aus: Wer später kommt, wird oft belohnt.

Hamburg - Warten zahlt sich aus: Wer einen Wechsel seiner Kfz-Versicherung plant, sollte sich nicht von der Werbung drängen lassen. Die Zeit spielt für den Versicherunsnehmer, rät das Online-Verbrauchermagazin "Finanztip". Bis November werden weitere Versicherer und Tarife auf dem Markt hinzukommen, erfahrungsgemäß drückt das die Preise. Das Einsparpotenzial ist enorm - zwischen den günstigsten und den teuersten Angeboten liegen oftmals mehr als 1000 Euro.Fahrzeughalter, die einen Wechsel ihrer Versicherung zum 1. Januar 2015 planen, müssen bis zum 30. November die neue Versicherung abgeschlossen und die alte gekündigt haben. Wer auf Nummer sicher gehen will, schließt bis zum 20. November den neuen Vertrag ab.

Der schnellste und beste Weg zu einer günstigen Kfz-Versicherung führt laut "Finanztip" über die Vergleichsportale im Internet. Diese liefern einen guten ersten Überblick. Doch frei von Schwachstellen sind selbst die großen Portale nicht.

Deshalb hat das Online-Verbrauchermagazin sich den Marktführer Check24 und einen der größten Konkurrenten, Verivox, näher angesehen und getestet. Beide Portale unterzog "Finanztip" am 10. Oktober einer Stichprobe mit zehn verschiedenen Musterprofilen - variierte also die versicherungstarifrelevanten Angaben wie Wohnort, Auto-Modell und jährliche Laufleistung des Fahrzeugs.

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Kfz-Versicherung 2015: Die neuen Regionalklassen im Überblick
Weder Check24 noch Verivox suchen den kompletten Markt der Versicherer ab. In einigen Fällen können Autobesitzer bei Direktversicherern günstigere Konditionen finden, einen Überblick liefert beispielsweise die Plattform nafiauto.de. Dennoch seien Angebote wie Check24 oder Verivox absolut empfehlenswert, sagt Saidi Sulilatu von "Finanztip". Denn mit Hilfe der kostenlosen Service-Plattformen könne der Fahrzeughalter bereits einen Großteil des Angebots am Markt durchleuchten.

Die wichtigsten Regeln bei der Auswahl der Kfz-Versicherung

Jeder Fahrzeughalter in Deutschland muss eine Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Gesetzlich vorgeschrieben deckt diese Personenschäden bis 7,5 Millionen Euro ab, Sachschäden bis 1,12 Millionen Euro und Vermögensschäden bis 50.000 Euro. Ein Vermögensschaden wäre beispielsweise, wenn der Fahrzeughalter seinen Wagen vor der Garage seines Nachbarn parkt, der deshalb seinen Flug verpasst und umbuchen muss. Versicherungsnehmer sollten mit ihrer Versicherung stets die höchstmögliche Deckungssumme vereinbaren, um nicht mit dem Privatvermögen haften zu müssen.

Durch die Kfz-Haftpflicht ist der eigene Wagen nicht versichert. Deshalb empfiehlt es sich, eine freiwillige Kaskoversicherung abzuschließen. Wer eine Selbstbeteiligung bei kleineren Schäden trägt, erhält beim Versicherungsbeitrag einen Rabatt. Allerdings sollte die Selbstbeteiligung nicht zu hoch ausfallen, Experten empfehlen 150 Euro in der Teilkasko und 300 Euro bei der Vollkasko.

Folgende Fehler gilt es zu vermeiden:

  • Der Versicherer sollte auf den Einwand der groben Fahrlässigkeit verzichten, rät Saidi Sulilatu von "Finanztip". Tue er das nicht, hafte der Autofahrer, wenn er versehentlich über eine rote Ampel fährt und einen Unfall verursacht.

  • Ein bestehender Kaskovertrag sollte erst dann gekündigt werden, wenn die neue Versicherung bereits abgeschlossen ist. Anders als bei der Kfz-Haftpflicht müssen die Anbieter dem Antrag des Fahrzeughalters nicht stattgeben.

  • Fahrzeughalter sollten auf die Neuwertentschädigung der Versicherung achten. Bei einem Totalschaden oder Diebstahl erstattet die Versicherung den kompletten Kaufpreis. Doch bei manchen Versicherern ist das nur drei Monate nach Kauf der Fall, bei anderen 24 Monate.

  • Nicht immer sind alle Fahrzeugteile in der Kasko mitversichert. Deshalb unbedingt die Bestimmungen zur Kfz-Versicherung lesen!

Rund acht Millionen Deutsche wollen nach einer Erhebung des Marktforschungsinstituts Yougov noch in diesem Jahr zu einem anderen Kfz-Versicherer wechseln.

mhu/cst

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insgesamt 11 Beiträge
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    Seite 1    
1. Mehrfachvergleich ist sinnvoll
kamaone1 14.10.2014
Es gibt ja nicht nur die im Text genannten Vergleichsportale. Laut Verbraucherschützern ist ein Mehrfachvergleich immer sinnvoll. Siehe auch http://www.vergleichenbitte.de/kfz-versicherung-vergleich/ hier wird ein Mehrfachvergleich ganz einfach gemacht.
2. Nix kostenlos
nebenjobber 14.10.2014
so praktisch diese Portale sein mögen, sie sind nicht kostenlos. Auch hier fließen Provisionen (berechtigterweise). Nicht berechtigt, eher unlauter, ist die Darstellung nach außen, man biete eine Gesamtübersicht aller vorhandenen Tarife und diene ausschließlich dem Kundenwohl, quasi fast als Verbraucherschutzstelle. Aber was reg ich mich eigentlich über Tipps vom Finanztip auf....? Ein Hinweis noch, die Haftung bei grober Fahrlässigkeit ist natürlich begrenzt. Ist zwar ein wichtiger und richtiger Hinweis, wenn er denn vollständig erklärt wird. So könnte man ihn mißverstehen und glauben, man haftet mit seinem Gesamtvermögen bei dem genannten Rotlichtverstoß. Das ist natürlich nicht d Fall.
3. wechseln?
zeisig 14.10.2014
niemals. Da wäre mir meine Zeit zu schade, wegen ein paar Euro die Versicherung zu wechseln. Ich bin seit 30 Jhren bei derselben Versicherung und bleibe dort. Es gibt ja anscheinend Leute, die zu günstigeren Versicherungen wechseln und so für eine Konkurrenzsituation sorgen, was wiederum auch meine Versicherung dazu zwingt, die Preise zu senken. Wunderbar! Mir persönlich wäre ein Wechsel zu aufwändig. Lieber zahle ich mehr.
4. Interessant
wastl300 14.10.2014
Zitat von zeisigniemals. Da wäre mir meine Zeit zu schade, wegen ein paar Euro die Versicherung zu wechseln. Ich bin seit 30 Jhren bei derselben Versicherung und bleibe dort. Es gibt ja anscheinend Leute, die zu günstigeren Versicherungen wechseln und so für eine Konkurrenzsituation sorgen, was wiederum auch meine Versicherung dazu zwingt, die Preise zu senken. Wunderbar! Mir persönlich wäre ein Wechsel zu aufwändig. Lieber zahle ich mehr.
so öffentlich von seinem Unvermögen zu reden ist mutig. Mein Schwiegervater hatte die selbe Ansicht. Er hat so ziehmlich den Höchsttarif bezahlt. Aber den Vertreter hat er schon seit Jahrzehnten gekannt, und fühlte sich immer bestens beraten. Nach seinem Tode konnte ich mich von dem Wucher überzeugen. Ich denke das ist kein Einzelfall, und die Versicherungen gleichen mit den Stammkunden die günstigen Tarife aus. Mir kanns recht sein.
5. für Bequeme
mikaiser 15.10.2014
Es reicht in der Regel, mal beim eigenen Vertreter auf die attraktiven Konkurenzangebote hinzuweisen. So spart man den Wechsel und zahlt dennoch weniger.
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