Kindersitztest: ADAC warnt vor fünf Modellen

Kinder sollen es auf dem Rücksitz nicht nur bequem haben, sondern auch sicher. Die allermeisten der von Stiftung Warentest und ADAC getesteten Auto-Kindersitze erfüllen diese Voraussetzungen. Einige Kandidaten weisen jedoch gravierende Mängel auf.

Foto: ADAC/Ralph Wagner

München/Berlin - Früher war alles einfacher, sogar das Autofahren. Wer noch zu klein war, um über die Sitze ohne Kopfstützen zu gucken, klemmte seinen Kopf vom Mittelplatz der Rückbank aus einfach zwischen die Vordersitze und genoss den Panoramablick und die Nähe zu den Eltern.

Inzwischen ist das Risikobewusstsein ein wenig gestiegen. Wenn der Filius bei Schritttempo auf dem Supermarktparkplatz im Auto herumturnt, sind missbilligende Blicke sicher. Der eine oder andere kann sich auch eine kritische Anmerkung nicht verkneifen. Wer den Nachwuchs auf dem Weg zur Arbeit mal eben zur 300 Meter entfernten Kita chauffiert, verbietet sich selbst schon von vorneherein solche Nachlässigkeiten, auch wenn es nur durch eine Tempo-30-Zone geht.

Umso größer sind die Anforderungen, die an moderne Kindersitze gestellt werden. sie müssen bequem sein, um der enervierenden Diskussion mit den selbstbewussten Fünfjährigen der Jetztzeit zu entgehen - und sicher sein müssen sie auch.

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ADAC-Test: Kindersitze im Vergleich

Sind sie, wie der große Test von ADAC und Stiftung Warentest zeigt. Der Großteil der Sitze erhielt das Prädikat "gut", einer erhielt sogar "sehr gut". Erstmals hatten die Tester auch die Schadstoffbelastung der Sitze untersucht. Das erfreuliche Ergebnis: die meisten Sitze waren unbedenklich.

Fünf Kindersitze fielen durch

Doch es gab auch Ausreißer nach unten. Der ADAC warnte vor fünf "mangelhaften" Modellen, die unsicher seien. Zwei davon waren außerdem noch mit Schadstoffen belastet. "Sicher können Kinder in diesen Sitzen nicht transportiert werden", heißt es in der Mitteilung des Automobilclubs (Details der Testergebnisse im Überblick).

In der Testauswertung der Stiftung Warentest tauchen die vom ADAC bemängelten Modelle allerdings nicht auf. Während der ADAC das Ergebnis von 28 getesteten Kindersitzen für unterschiedliche Altersgruppen veröffentlichte, konzentrierte die Stiftung sich auf 21 häufig verkaufte Produkte.

"Der ADAC hat eine umfangreichere Auswahl von Sitzen in den Test aufgenommen, wir haben uns auf Sitze mit größerer Marktbedeutung oder Neuigkeitswert konzentriert", erklärte Projektleiter Henry Görlitz. Dadurch seien auch die Verlierer des Tests aus der Wertung herausgefallen. "Wir haben nicht die mit den schlechtesten Bewertungen rausgelassen, sondern die mit der geringeren Bedeutung auf dem deutschen Markt", betonte Görlitz.

"Wir wollten auch die Ergebnisse von Nischenprodukten veröffentlichen", sagte dagegen eine ADAC-Sprecherin. "Schließlich sind auch sie in Deutschland zu kaufen." Eltern, die vielleicht unbedarft zu einem bestimmten Modell griffen, müssten davor gewarnt werden. Im ADAC-Ergebnis schnitten von 28 getesteten Sitzen - die Preise variierten zwischen 60 und rund 470 Euro - einer mit "sehr gut", 15 mit "gut", sechs mit "befriedigend", einer mit "ausreichend" und fünf mit "mangelhaft" ab.

Die Stiftung Warentest veröffentlichte Ergebnisse für 21 Modelle im Preissegment zwischen 90 und rund 480 Euro. Wie beim ADAC erhielten ein Modell die Bestnote "sehr gut" und 15 die Note "gut". Daneben gab es vier Sitze mit der Note "befriedigend" und einen mit der Note "ausreichend". Insgesamt seien mehr als 30 Modelle getestet worden, sagte Görlitz. Die Stiftung Warentest und der ADAC hätten dann unterschiedliche Modelle ausgewählt.

mik/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
dachauerthomas 24.05.2011
Sonderbar, immer die teuersten Modelle gewinnen.
Sonderbar, immer die teuersten Modelle gewinnen.
...weil es die besten sind? Geiz ist halt doch nicht immer geil.
Zitat von dachauerthomasSonderbar, immer die teuersten Modelle gewinnen.
...weil es die besten sind? Geiz ist halt doch nicht immer geil.
aboers 24.05.2011
Ich frage mich eher, warum die Maxi-Cosi Kinderschale für die kleinsten nicht mitgetestet wird. Denn diese wird doch eigentlich sehr oft gekauft. Den Eindruck hab ich jedenfalls...
Zitat von dachauerthomasSonderbar, immer die teuersten Modelle gewinnen.
Ich frage mich eher, warum die Maxi-Cosi Kinderschale für die kleinsten nicht mitgetestet wird. Denn diese wird doch eigentlich sehr oft gekauft. Den Eindruck hab ich jedenfalls...
IsaDellaBaviera 24.05.2011
sind Auto-Kindersitze leider nicht. Ich frage mich, von wem diese 'Experten' oder 'Tester' für ihre Aussagen wirklich bezahlt werden. Ich nehme an, von Industrie-Lobbyisten und Herstellern. Denn Kunsstoffbezüge von Baby- und [...]
sind Auto-Kindersitze leider nicht. Ich frage mich, von wem diese 'Experten' oder 'Tester' für ihre Aussagen wirklich bezahlt werden. Ich nehme an, von Industrie-Lobbyisten und Herstellern. Denn Kunsstoffbezüge von Baby- und Kindersitzen enthalten nicht nur Brandschutzmittel, sondern auch giftige Weichmacher und Farbstoffe. Diese chemischen Bestandteile 'dampfen' nicht nur durch Reibung (Bewegung des Kindes), sondern vor allem durch Wärme und Hitze (Sonneneinstrahlung, Heizung) in hohen Dosen im Wageninnenraum aus und werden von Babies und Kindern eingeatmet. Diese toxischen, chemischen Produkte reichern sich im Körper des Kindes an, lassen sich schwer abbauen und stehen mittlerweile im Verdacht, für viele Krankheiten verantwortlich zu sein; unter anderem übrigens auch für Übergewicht. Auf YOUTUBE unter dem Suchbegriff 'IsaDellaBaviera' oder unter dem Suchbegriff 'Fashion Model Diät' finden Sie einen Beitrag von mir zum Thema Weichmacher und andere Gifte in Plastik- und Kunststoffprodukten. Und wie sich diese Toxine im Körper auf natürliche Weise reduzieren lassen. Ich wünschte, ich könnte Eltern eine alternative Lösung für herkömmliche Kindersitze anbieten, aber ein 'gesunder' Kindersitz aus natürlichen Materialien scheint bislang noch nicht auf dem Markt zu sein.
Sonderbar das in Kaufkraft schwächeren Staaten andere Resultate herrschen und schon die billigen Modele dieser favoritisierten Marken Bestresultate erzielen oder die Aussenseiter ein gut erhalten. Also schaut auch über die [...]
Sonderbar das in Kaufkraft schwächeren Staaten andere Resultate herrschen und schon die billigen Modele dieser favoritisierten Marken Bestresultate erzielen oder die Aussenseiter ein gut erhalten. Also schaut auch über die Grenzen und kauft den Favoriten dort.
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  • Datum: Montag 23.05.2011 | 16:57 Uhr
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Kauf-ABC für Kindersitze
Ausprobieren in aller Ruhe - das ist die wichtigste Regel beim Kauf eines Kindersitzes fürs Auto. "Wenn der Kunde keine Möglichkeit hat, den Sitz in das eigene Auto einzubauen, dann rate ich dringend vom Kauf ab", sagt Hubert Paulus, Experte für Insassensicherheit beim ADAC-Technikzentrum in Landsberg. Nicht jeder Sitz passe in jedes Auto. Eine einheitliche Schnittstelle für das ganze Produktspektrum gebe es nicht.

Entscheidendes Mitspracherecht sollten aber auch die kleinen Passagiere haben, die den Sitz am Ende benutzen. Und das nicht nur wegen der Farbe - ein bequemer Sitz ohne drückende Stellen und eine gute Schlafposition, sind wichtiger als eine harmonisches Zusammenspiel mit dem Design der Inneneinrichtung des Autos.

Gute Kindersitze gibt es ab rund 100 Euro, Babyschalen sind schon ab 50 Euro zu bekommen. Einen guten Überblick liefern die Ergebnisse von Tests, wie sie Fachzeitschriften und Automobilclubs regelmäßig durchführen.
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