Von Tom Grünweg
Der über den Zigarettenanzünder angeschlossene Soundracer kontrolliert ohne weitere Verkabelung und ohne aufwendige Installation mit einem speziellen Computerchip das Drehzahl-Niveau des Motors und sendet über eine freie UKW-Frequenz den jeweils passenden Soundtrack ans Radio. Schon geht das spezielle Programm auf Sendung: Im Leerlauf blubbert es aus den Boxen, als führe man einen alten Ford Mustang, und sobald man aufs Gas tritt, dröhnt es sonor aus der Musikanlage. Das Gute an der leicht infantilen Geräuschtäuschung: Sie lässt sich jederzeit wieder abstellen.
Oder aber der Soundracer wird als Adapter für einen MP3-Spieler genutzt und überträgt dann, wie andere FM-Transmitter auch, die Musik auf die Auto-Soundanlage. Was simpel klingt, war aber nicht ganz einfach zu entwickeln, sagt Palmestål. "Daran haben mehrere Soundingenieure und Softwareentwickler ein paar Monate lang gearbeitet, ehe wir mit dem Ergebnis zufrieden waren." Und dann brauchte es auch noch eine nette Verpackung: Deshalb steckt die Elektronik nun in eine schwarze Hülle aus Karbon-Imitat und wird, in eine schwarz-weißen Zielflagge eingewickelt, vertrieben.
In ein paar Sekunden ist der Soundracer installiert und startklar
Die Bedienung des Soundracers ist unkompliziert. Man steckt das Gerät in den Zigarettenanzünder, stellt sowohl im Radio als auch auf dem Mini-Display des Sound-Zäpfchens eine freie Frequenz ein und eicht die Elektronik mit ein paar gezielten Gasstößen. Drei bis fünf Sekunden genügen, dann sind der echte Vier- und der virtuelle Vielzylinder synchronisiert. Und schon klingt selbst ein Ford Fiesta wie ein Ferrari und ein Mazda 2 wie ein Maserati Quattroporte.
Manchmal klingt der Soundracer eher nach Rasierapparat als nach Motor. Doch erstens kosten das V8- oder V10-Modell jeweils lediglich 30 Euro. Und zweitens lasse sich eine Wirkung sogar populärwissenschaftlich belegen. Als Beweis wird eine Studie der englischen Versicherung Hiscox angeführt, bei der je 40 Männern und Frauen der Motorklang verschiedener Sportwagen vorgespielte wurde. Anschließend wurde per Speichelprobe deren Testosteronspiegel bestimmt. Resultat: Während 100 Prozent der Frauen positiv auf den Sound eines Maserati reagierten, schütteten die Männer ihre Hormone vor allem während der Hörprobe eines Lamborghini aus.
Bei beiden Gruppen jedoch ging der Testosteronspiegel zurück, als plötzlich ein VW Polo durch die Kopfhörer tuckerte. Fazit der Studie und bestes Argument für das neue Schwedenspielzeug: Sound macht sexy!
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