Bei den Konzepten, die vor Falschfahrern schützen sollen, sind sich die Experten nur in einem Punkt einig: dass die Gefahr eines Geisterfahrers nicht restlos verhindert werden kann. Vor allem bei Suizidversuchen auf der Straße bleiben auch die ausgefeiltesten Methoden ohne Wirkung. Eine Welle von tödlichen Falschfahrer-Unfällen hat jedoch die Debatte um die Vorbeugung solcher Unglücke neu entfacht. Fünf Vorschläge - und was für und gegen sie spricht:
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Asphaltkrallen an Autobahn-Auffahrten
Fährt man in falscher Richtung über die Krallen, schlitzen diese die Reifen auf und stoppen so das Fahrzeug - eine effektive Methode. Der Haken an den Haken: In Deutschland gibt es etwa 2000 Autobahnauffahrten, eine Umsetzung wäre also sehr teuer.
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Warntafeln
Große neonfarbene Schilder sollen bei Autobahnanschlussstellen vor der Einfahrt auf die falsche Spur warnen. Die im Vergleich zu den herkömmlichen Zeichen deutlicheren Tafeln werden vor allem von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer immer wieder ins Spiel gebracht. Bislang wurden sie aber nur im Rahmen eines Pilotprojekts in Bayern aufgestellt.
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Radarempfänger
Viele moderne Autos verfügen über Radarsender - diese kommen zum Beispiel bei Assistenzsystemen wie der Abstandskontrolle oder Einparkhilfen zum Einsatz. Das österreichische Kuratorium für Verkehrssicherheit will diese Technik zur schnellen Warnung vor Geisterfahrten nutzen. Dazu sollen an besonders gefährlichen Anschlussstellen Empfänger installiert werden, die Fahrzeuge mit falscher Fahrtrichtung registrieren und diese Information direkt an die Polizei und die Verkehrsredaktionen der Radiosender übermitteln. Die Geisterfahrt würde somit nicht verhindert werden, aber die betroffenen Fahrer auf der Strecke könnten rascher reagieren.
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Assistenzsysteme
Mit elektronischen Helfern versuchen die Autohersteller, Geisterfahrten zu verhindern. Die kommende S-Klasse von Mercedes ist beispielsweise mit einem erweiterten System zur Verkehrszeichenerkennung ausgestattet. Es soll nicht mehr nur Schilder zur Geschwindigkeitsbegrenzung registrieren, sondern auch das Einfahrt-verboten-Symbol erkennen. Übersieht der Fahrer ein solches Zeichen, wird er akustisch und mit optischen Signalen im Cockpit gewarnt.
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Alle Macht dem Auto
Letztlich gibt es nur einen Weg, die Gefahr durch Falschfahrer restlos zu eliminieren: durch autonomes Fahren, bei dem die Autos untereinander kommunizieren, Computer die Entscheidungen treffen und wir Menschen die Kontrolle abgeben. Technisch ist das schon jetzt zumindest teilweise möglich, wie das Projekt Sartre zeigt. Und es wird nicht mehr lange dauern, bis die Autos von ganz allein lenken können, was aus Sicherheits-, Verkehrsfluss-, und Umweltaspekten sicherlich sinnvoll wäre. Ob die Kunden das wünschen, bleibt aber abzuwarten.
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