Kopfstützen Die richtige Einstellung schützt die Halswirbelsäule

Viele Autofahrer nehmen die Kopfstütze als Sicherheitselement im Wagen nicht ernst. Dabei könnte mit der korrekten Einstellung so manches Schleudertrauma vermieden werden.


Kopfstützen-Test: Die Ausziehhöhe darf nicht zu gering sein
GMS

Kopfstützen-Test: Die Ausziehhöhe darf nicht zu gering sein

Berlin - Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte, vernachlässigen rund 70 Prozent der Autoinsassen die korrekte Einstellung von Kopf- oder Nackenstütze. Verletzungen wie das Halswirbelsäulen-Schleudertrauma, die oft einen langwierigen Arbeits- und Verdienstausfall nach sich zögen, entstünden besonders oft durch Auffahrunfälle. Nach Angaben des GDV könnten solche Verletzungen durch die richtige Einstellung der Nackenstütze oftmals verhindert werden.

Fachleute raten deshalb, auf den Abstand vom Hinterkopf zur Kopfstütze zu achten - als Faustregel gelte ein Höchstabstand von vier Zentimetern. Außerdem dürfe die Stütze nicht zu wenig herausgezogen sein. Sei sie zu niedrig, werde der Kopf bei einem Auffahrunfall unnötig weit nach hinten gedehnt. Um dies zu vermeiden, sollte die Oberkante des Kopfes mit der Oberkante der Kopfstütze gleichauf sein.

Experten empfehlen auch bei der Benutzung fremder Autos, zunächst die Kopfstütze auf die richtige Höhe einzustellen. Wenn sie sich nicht weit genug herausziehen lasse, müsse sie generell auf den höchstmöglichen Punkt eingestellt werden, um Verletzungen an der Halswirbelsäule vorzubeugen. Auch beim Autokauf sei es notwendig, auf eine gute Kopfstütze und ihren Sitz zu achten. Dies gelte ebenso für die Kopfstützen auf der Heckbank - die Gesundheit der Insassen hinten sei bei einem Heckaufprall genauso gefährdet wie die von Fahrer oder Beifahrer, hieß es.



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