Lada-Hersteller: Renault-Nissan übernimmt Avtovaz

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Lada-Logo: Renault-Nissan übernimmt den russischen Hersteller

Französisch-japanisch-russische Allianz: Renault-Nissan übernimmt den größten russischen Autohersteller Avtovaz, deren Wagen unter der Marke Lada bekannt sind. Renault-Nissan will rund eine halbe Milliarde Euro investieren und sich so den Zugriff auf den russischen Markt sichern.

Moskau - Russland gilt für die Automobilindustrie als Markt mit großem Wachstumspotential. Auch wenn viele Menschen in den Metropolen Premium-Fahrzeuge bevorzugen, für die Mittelschicht sind diese Autos oft zu teuer. Da sind die Wagen des größten russischen Hersteller Avtovaz eine preiswertere Alternative.

Davon will offenbar die französisch-japanische Allianz Renault-Nissan profitieren und hat den Lada-Hersteller übernommen. Zusammen mit dem Staatsbetrieb Russian Technologies gründeten die Franzosen und Japaner am Mittwoch ein neues Gemeinschaftsunternehmen, das drei Viertel der Avtovaz-Anteile halten soll.

Renault und Nissan investieren zusammen etwa 570 Millionen Euro und sollen im Gegenzug bis Mitte 2014 gut zwei Drittel an diesem Joint Venture erhalten, wie die Unternehmen mitteilten. Der Deal war bereits im Mai in die Wege geleitet worden. Renault besitzt seit 2008 ein Viertel der Avtovaz-Anteile.

Als Teil des Geschäfts soll Russian Technologies partiell die Schulden von Avtovaz durch Verkäufe von Geschäftsfeldern abbauen. Dabei geht es um knapp 200 Millionen Euro. Renault und Nissan bilden seit 1999 ein Bündnis und sind durch eine maßgebliche Kapitalverflechtung verbandelt. Die Unternehmen haben mit Carlos Ghosn denselben Chef und teilen sich Märkte und Kosten.

rom/dap-AFX

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1. Werden wir zu einem Volk von Renault-Fahrern?
rechnernetzstecker 12.12.2012
Renault sichert sich die Zukunft in einer Marktwirtschaft der offenen Scheren: Zuerst Dacia in Rumänien, jetzt Lada in Russland.
2. und schon wieder war sich die deutsche Autoindustrie zu fein.
si tacuisses 12.12.2012
Zitat von sysopFranzösisch-japanisch-russische Allianz: Renault-Nissan übernimmt den größten russischen Autohersteller Avtovaz, deren Wagen unter der Marke Lada bekannt sind. Renault-Nissan will rund eine halbe Milliarde Euro investieren und sich so den Zugriff auf den russischen Markt sichern. Lada-Hersteller: Renault-Nissan übernimmt Avtovaz - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/lada-hersteller-renault-nissan-uebernimmt-avtovaz-a-872398.html)
Die Unfähigkeit dieser Herrschaften ist atemberaubend. Nachdem Dacia über eine MIO Autos verkauft hatte, merkt VW dass man damit Geld verdienen kann. Wofür bekommt Herr Winterkorn nochmal sein dickes Gehalt ? Die sich selbst Premium-Hersteller nennenden Audi, BMW und DB werden auch erst dann wach, wenn es ihnen wie Opel oder der britischen KFZ-Industrie geht: Keiner will, kann und wird sie mehr bezahlen. Der Ausverkauf hat längst begonnen und das Beispiel Mercedes mit der albernen Kopie Citan sagt eigentlich alles.
3.
DemHans 12.12.2012
Zitat von si tacuissesDie Unfähigkeit dieser Herrschaften ist atemberaubend. Nachdem Dacia über eine MIO Autos verkauft hatte, merkt VW dass man damit Geld verdienen kann. Wofür bekommt Herr Winterkorn nochmal sein dickes Gehalt ? Die sich selbst Premium-Hersteller nennenden Audi, BMW und DB werden auch erst dann wach, wenn es ihnen wie Opel oder der britischen KFZ-Industrie geht: Keiner will, kann und wird sie mehr bezahlen. Der Ausverkauf hat längst begonnen und das Beispiel Mercedes mit der albernen Kopie Citan sagt eigentlich alles.
Es gibt sehr wohl gute Gründe Awtowas nicht zu kaufen. Es ist ein technologieschwacher kapitalbedürftiger Konzern mit schlechtem Ruf und beständiger politischer Einmischung in interne Angelegenheiten(wo manchmal das Kapital herkommt oder auch nicht). Das einzig positive an der Eignerschaft ist die bestehende Produktionskapazität kombiniert mit Importbeschränkung für Automobile in Russland, wo im Moment der Markt wächst. Exportiert werden nur wenige Autos. Hoffentlich verhebt sich Renault an diesem Kauf nicht. Viele ausländische Unternehmen bauen eigene neue Werke in Russland um den Markt zu beliefern, auch VW. Luxusautobauer bauen nicht in Russland.
4. Sie scheinen es nicht verstanden zu haben:
si tacuisses 12.12.2012
Zitat von DemHansEs gibt sehr wohl gute Gründe Awtowas nicht zu kaufen. Es ist ein technologieschwacher kapitalbedürftiger Konzern mit schlechtem Ruf und beständiger politischer Einmischung in interne Angelegenheiten(wo manchmal das Kapital herkommt oder auch nicht). Das einzig positive......
Die Zukunft im Automobilbau, wenn es denn noch eine gibt, liegt ausschließlich im Niedrigpreis-Segment. Nur dort wird es Zuwachs geben. Wenn unser Staat mal durch die zukünftigen Belastungen nicht mehr den Subentionswahn Dienstwagen/Firmenfahrzeuge mehr sponsern kann, ist in D für BMW, VW und Audi Finito. Wie Welt wartet eben nicht auf Deutschland. Schon garnicht auf völlig überteuerte deutsche KFZ.
5.
JeeperWH 12.12.2012
Zitat von si tacuissesWie Welt wartet eben nicht auf Deutschland. Schon garnicht auf völlig überteuerte deutsche KFZ.
Nö überhaupt nicht ... Schade, wenn die Welt hinterm Gartenzaun aufhört. Der Deutsche Automarkt ist für BMW, Audi und Mercedes nicht von Bedeutung. Die Märkte der Zukunft liegen in Amerika und Asien, und dort rennt man deutschen Marken die Bude ein.
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