Italienische Protzmarke Lamborghini-Chef verspricht Supersportwagen mit Plug-In Hybrid

Oft 16 Liter oder mehr schlucken Lamborghini-Sportwagen auf hundert Kilometer. Firmenchef Domenicali hat laut einem Bericht nun eine grünere Variante angekündigt - ein reines E-Auto solle es aber nicht geben.

Lamborghini-Centario (Symbolbild)
DPA

Lamborghini-Centario (Symbolbild)


Vielleicht fürchtet er um den dröhnenden Sound: Lamborghini-Chef Stefano Domenicali hat sich laut einem Bericht gegen einen Umstieg auf Elektromobilität bei den Fahrzeugen seiner Firma ausgesprochen. "Einen Lamborghini mit reinem Elektroantrieb wird es in naher Zukunft nicht geben", sagte er der "Welt am Sonntag" ("WamS"). Damit geht Lamborghini einen anderen Weg als der Stuttgarter Autobauer Porsche, der bis 2027 fast alle Modelle mit Elektroantrieb anbieten will.

Ein kleines Zugeständnis an den technischen Fortschritt machte der Lamborghini-Chef in der "WamS" aber doch. "Wir werden aber die nächste Modellgeneration unserer Supersportwagen mit Plug-In Hybrid anbieten", kündigte Domenicali in der Zeitung an. Sprich ein Sportwagen mit Verbrennungs- und Akkumotor, wobei letzterer sowohl über den gewöhnlichen Motor, als auch über die Steckdose aufgeladen werden kann.

Zurückhaltend bei Trends

Insgesamt sei man bei Lamborghini jedoch zurückhaltend, was Trends anbelangt. Man arbeite etwa auch nicht an autonom fahrenden Autos, sagte Domenicali der "Welt am Sonntag". "Wer eines unserer Autos fährt, will es auch wirklich fahren. Und nicht gefahren werden."

Trotz einer Serie von plötzlichen Fahrzeugbränden im Jahr 2016 stieg die Nachfrage von Lamborghinis in den vergangenen Jahren stark an. 3815 Autos hatte das Unternehmen mit Sitz in Sant'Agata bei Modena 2017 verkauft, im vergangenen Jahr waren es 5750.

Nun hat sich der Konzern den Angaben zufolge aber eine Obergrenze von 8000 zu verkaufenden Autos im Jahr 2019 verordnet. "Wir könnten mehr Autos bauen und verkaufen, die Kapazitäten und die Nachfrage sind da. Wollen wir aber nicht", sagte Firmenchef Domenicali der "Welt am Sonntag". Wichtiger sei es, die Marke "möglichst begehrenswert zu machen".

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