Aston Martin DBR1 als Bausatz: Drück auf die Tube

Aston Martin DBR1: Kleben und kleben lassen Fotos
Evanta / Richard Pardon

Mit Modellbausätzen beschäftigt man sich normalerweise weit vor dem Führerscheinalter. Sobald man in Autos sitzen kann, interessiert die Bastelei nicht mehr. Der PR-Coup einer englischen Sportwagenmanufaktur ermöglicht beides: sitzen und basteln.

Der Aston Martin DBR1 ist eine Legende. Mit ihm trumpften 1959 beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans der US-Amerikaner Carroll Shelby und der Brite Roy Salvadori auf. Es war der erste Sieg für einen Aston Martin bei dem Langstreckenklassiker überhaupt und blieb bis heute der einzige, was dem Wagen schlagartig eine Ausnahmestellung einbrachte.

Der Wert des Originalrennwagens von damals wird heute in Sammlerkreisen auf etwa 9 Millionen Euro taxiert. Deutlich billiger ist es, eine Replika des Sechszylinder-Sportwagens zu kaufen. Die englische Firma Evanta aus Hertford im Norden Londons beispielsweise bietet Nachbauten ab umgerechnet etwa 55.000 Euro an.

Als PR-Aktion für ihre exklusive Manufaktur haben sich die Briten jetzt etwas ziemlich Schräges einfallen lassen: Nämlich einen Bausatz für den DBR1 aus Fiberglas in Originalgröße, der aussieht, als komme er frisch aus der Kartonverpackung vom Modellbauhändler. Die Teile im Maßstab 1:1, sämtlich aus Fiberglas gefertigt, sind in den typischen Kunststoffrahmen befestigt und müssen vor dem Zusammenkleben erst einmal herausgelöst werden.

Zu den Bauteilen gehören die Karosseriebestandteile ebenso wie vier Speichenräder des Formats 16 Zoll, eine Nachbildung des "Moto Lita"-Holzlenkrads des Le-Mans-Rennwagens, das Armaturenbrett, die Schalensitze mit dem Bezug im Hahnentritt-Muster und sogar eine Nachbildung der Siegertrophäe des Langstreckenrennens. Der riesige Bausatz wird am 15. September im Rahmen der Goodwood Revival Show vom Auktionshaus Bonhams versteigert. Das Startgebot liegt bei 7500 Pfund (etwa 9500 Euro).

Wer immer den Bausatz ersteigert: fahren können wird er mit dem Auto nicht, denn ein Motor wird nicht mitgeliefert. Und übrigens auch kein Klebstoff. Es dürften ziemlich viele und ziemlich große Tuben nötig sein, falls das DB1-Modell zusammengebaut werden soll.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, die Versteigerung werde von dem Auktionshaus RM Auctions organisiert. Das ist nicht korrekt, sie wird von dem Unternehmen Bonhams veranstaltet. Wir haben den Fehler korrigiert und bitten, ihn zu entschuldigen.

jüp

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1. Siehe BBC
MichiD 14.08.2012
Ganz neu ist die Idee natürlich nicht. Besonders eindrucksvoll fand ich das 1:1 Modell einer Supermarine Spitfire, das im Rahmen der Sendung BBC James May's Toy Stories angefertigt war. Vorbild war dort der Bausatz des Herstellers Airfix (das britische Pendant zu Revell). Siehe Z.B.: James May's Toy Stories - Shows - TV3 (http://www.tv3.co.nz/Shows/JamesMaysToyStories.aspx)
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