Die Autoshow in Detroit öffnet ab 14. Januar ihre Pforten für das Publikum, doch schon jetzt ist klar, um welches Auto wohl das größte Gedränge herrschen wird: ein Modell von Lexus. Guter Witz, könnte man jetzt denken, denn die Marke aus dem Toyota-Konzern ist bislang vor allem durch Luxusfahrzeuge von einschläfernd schlichter Wirkung aufgefallen. Baldrian auf Rädern, sozusagen.
Je mehr Lexus daran arbeitete, seine Autos zu perfektionieren, desto langweiliger wurden sie. Jetzt sind bei Toyotas Luxusmarke alle Ecken und Kanten (wegen der Windgeräusche) und jede Rasanz (wegen der Sicherheit) abgeschafft.
Das LF-LC 2+2 Concept ist da völlig anders. Der Name klingt zwar nach einem humanoiden Roboter aus einem drittklassigen Science-Fiction-Film, doch der damit bezeichnete Sportwagen ist eine Wucht, ein richtiger Knaller. Das Auto gehört wohl zu den gestalterisch besten Coupés der vergangenen Jahre.
Entstanden ist der Prototyp im Calty Design Research Center des Toyota-Konzerns in Newport Beach, US-Staat Kalifornien. Der dortige Leiter Kevin Hunter sagte der US-Zeitschrift "Road & Track", er habe für das Auto nur eine einzige Vorgabe vom Konzernchef Akio Toyoda erhalten: "Wer den Wagen sieht, soll 'Wow' sagen."
Der Rummel um das kirschrote Coupé mit der elegant gezackten Frontpartie, den einzigartigen Scheinwerfern und einem bislang nicht näher definierten Hybridantrieb scheint Hunter allerdings gar nicht recht zu sein. Das Auto sei lediglich eine Übung und gebe allenfalls Hinweise auf das Design künftiger Modelle. Also bleibt es wohl auch in Zukunft bei gepflegter Lexus-Langeweile. Immerhin: Sie können auch anders.
jüp
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